Die Sonnenterrasse des Wiesentals

 

Zeitungsartikel über Hägelberg 2014

 
Di, 30. Dezember 2014

Orts-Chef wechsel dich

Steinens Ortsvorsteher wechseln nach der Kommunalwahl.

Ganz schön viele neue Gesichter: Steinens Ortsvorsteher mit Bürgermeister: Daniela Trefzer (Endenburg), Heinrich Stiefvater (Schlächtenhaus), Freya Bachmann (Weitenau), Holger Sutter (Hüsingen), Gabriele Kaiser-Bühler (Hägelberg) und Bürgermeister Rainer König (von links). Foto: Anja Bertsch

STEINEN (rbr). Kleiner, aber natürlich nicht minder fein ist der Steinener Gemeinderat seit der Kommunalwahl im Mai. Erstmals fand die Wahl nämlich ohne unechte Teilortswahl statt, das Gremium konnte entsprechend verkleinert werden. Stärkste Fraktion ist nach wie vor die CDU, die es erneut auf einen Stimmenanteil von 42,2 Prozent bei den Wählern brachte und seither mit neun statt bislang elf Sitzen im Rat vertreten ist. Mit einem Rat weniger – sieben statt acht – muss seit dem Urnengang die Fraktion der Gemeinschaft auskommen, sie erreichte bei der Kommunalwahl nur einen Stimmenanteil von 31,9 Prozent, fast zwei Prozent weniger als noch vor fünf Jahren. Gleich geblieben ist dagegen die Zahl der Köpfe bei der SPD: Sie holte immerhin 25,7 Prozent der Stimmen – macht erneut sechs Gemeinderäte in der Fraktion. Richtig spannend ging es im Nachgang der Wahl auf den Dörfern zu. Im Amt des Ortsvorstehers gab es in fast allen Ortsteilen einen Wechsel, und zwar aus durchaus unterschiedlichen Gründen. Einzig Holger Sutter (Hüsingen) überstand das Bäumchen-Wechsel-Spiel unbeschadet. Tragisch ging es dabei in Endenburg zu. Dort hätte Benjamin Leonhardt eigentlich gerne weitergemacht, das Amt des Ortschefs vertrug sich aber nicht mit seiner hauptamtlichen Tätigkeit für ein Schweizer Unternehmen. Daniela Trefzer übernahm den Job. Amtsmüde hatte sich bereits vor der Wahl Horst Roser in Weitenau gezeigt, dort ist Freya Bachmann seither die Dorfchefin. Einen großartigen Abschied bereiteten im Herbst die Hägelberger ihrem langjährigen Ortsvorsteher Hans-Georg Koger, der nach 22 Jahren aus dem Amt schied.

 

 
 

Firma die Treue gehalten

Markgräfler Tagblatt, 29.12.2014 23:01 Uhr
Mitarbeiterehrung bei der Firma Trinler:  (von links)   Dieter Trinler, Barbara Suvaal, Jörg Ogonowski und Petra Trinler. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
Mitarbeiterehrung bei der Firma Trinler: (von links) Dieter Trinler, Barbara Suvaal, Jörg Ogonowski und Petra Trinler. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. Bei der Weihnachtsfeier des Hägelberger Sägewerks Trinler im Vogtshaus in Steinen konnte der Betriebsinhaber alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen, ebenfalls die ehemaligen Mitarbeiter. Nach einer kurzen Ansprache konnte Dieter Trinler wiederum eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter ehren. Für 15-jährige Betriebszugehörigkeit konnte Jörg Ogonowski eine Urkunde und ein

Urkunde und Präsent für Betriebsjubilare

Präsent entgegennehmen. Jörg Ogonowski ist in der Kisten- und Paletten-Abteilung tätig. Für 35-jährige Betriebszugehörigkeit wurde Barbara Suvaal geehrt. Sie ist halbtags im Büro tätig und erledigt alle kaufmännischen Aufgaben. Auch sie erhielt einen Blumenstrauß und ein Präsent. Anschließend zauberte „Maria“ der Gesellschaft einen perfekten kulinarischen Abend.

 
 
 
Mo, 29. Dezember 2014

Sein Herz öffnen

Haus Frieden führte Weihnachtsmusical in einer Scheune auf.

Voller Begeisterung sangen, spielten und musizierten die Mitwirkenden des Musicals „Schama, der kleine Esel“. Foto: zvg

STEINEN-HÄGELBERG (BZ). Schama, der kleine Esel: Dieses Weihnachtsmusical, veranstaltet vom Haus Frieden, erlebten an Heiligabend weit über 120 Zuschauer mitten in Hägelberg in einer Scheune. Etliche saßen buchstäblich auf der Straße, unter ihnen auch die Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler.
Die Kinder und Jugendlichen aus Hägelberg und Umgebung, die das Musical aufführten, spielten, sangen und musizierten mit voller Begeisterung. Zur Handlung: Schama, der kleine Esel, war traurig und enttäuscht, denn er sollte ausgemustert werden. Doch mitten in der Nacht änderte sich die Situation. Schama erlebte die Geburt des Heilandes und Retters der Welt. Er durfte sogar zu einem Mitwirkenden werden, indem er Maria und das Kind nach Ägypten trug – dabei wurde er dankbar und froh. Die Zuhörer bedankten sich mit Applaus und forderten eine Zugabe, die gerne gewährt wurde. Pastor Arnold Burkli, der Leiter vom Haus Frieden, wünschte allen eine gesegnete Weihnacht, bei der jeder vom Zuschauer zum Mitwirkenden werden könne, wenn er sein Herz für den Heiland öffne, und er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, bei Dagmar Stettner für die Gesamtleitung und bei Martin Hätty für die musikalische Gestaltung.

Nächste Veranstaltungen:

– Neujahrskonzert mit Sopranistin Eva Scapo und dem Budapester Violine- und Harfe-Duo am Donnerstag, 1. Januar 2015, 19.30 Uhr.
– Glaubenstreff mit Siegmund Eckard, Samstag, 3. Januar 2015, 20 Uhr.
– Gottesdienst jeden Sonntag um 9.30 Uhr

 
 
Mo, 29. Dezember 2014

POLIZEINOTIZEN

Zu schnell auf glatter Straße

STEINEN (BZ). "Der Witterung nicht angepasst", so die Polizei, fuhr ein 23-jähriger Autofahrer am Samstagvormittag auf der Kirchstraße von Hägelberg nach Steinen. Wegen Schneeglätte und nicht angepasster Geschwindigkeit kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Der Fahrer wurde hierbei nicht verletzt, am Fahrzeug indes entstand ein Sachschaden von 4000 Euro.
 
 
 
Fr, 19. Dezember 2014

Breitensport statt Turnwettkämpfen

TV Hägelberg verpasst sich eine neue Satzung und höhere Mitgliedsbeiträge ab 2015 / Zum Turnen kamen neue Aktivitäten hinzu.

Eine neue Satzung und höhere Mitgliederbeiträge haben die Mitglieder des TV Hägelberg bei der außerordentlichen Generalversammlung abgesegnet.Foto: Gabriele Poppen

STEINEN-HÄGELBERG. In einer außerordentlichen Generalversammlung diskutierte der Turnverein Hägelberg am vergangenen Freitag den Entwurf für die neue Vereinssatzung. Auch eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zum neuen Jahr wurde einstimmig beschlossen.

Der erste Vorsitzende des TV Hägelberg, Guido Leyendecker, begrüßte eine übersichtliche Zahl an Mitgliedern in der alten Hägelberger Turnhalle.

Wie vorab schon auf der Internetseite des Turnvereins in der Präambel zu dem neuen Satzungsentwurf zu lesen war, soll die Anpassung dem Wandel des TV Hägelberg von einem klassischen Turnverein hin zu einem Breitensportverein Rechnung tragen. Heute stünden im Verein Spaß, Fitness und Geselligkeit im Vordergrund und nicht mehr der Wettkampf, wie es in früheren Zeiten der Fall war, erläuterte Leyendecker. Zudem gestalte sich die Suche nach Mitgliedern, die auch ein Vereinsamt übernehmen wollen, immer schwieriger. Vor diesem Hintergrund konzentriere sich die neue Vereinssatzung auf die wesentlichen aktuellen Erfordernisse und dabei fielen einige, in der Praxis nicht mehr gelebte Ämter und administrative Vereinsvorgaben weg.

Das Verlesen der Satzung bei Knabbereien und Getränken war begleitet von zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum. Insbesondere der ehemalige Vorsitzende des TV Hägelberg, Hanspeter Michel, gab einige Anregungen zu dem vorliegenden Entwurf, wie beispielsweise die Ergänzung des Textes durch den Hinweis auf die "politische und konfessionelle Neutralität des Vereins", in guter turnerischer Tradition.

Als eine der Neuerungen wurde in §14 geregelt, dass bei einer Erweiterung des Vorstandes um zusätzliche Beisitzer diese auch minderjährig sein dürfen, um Jugendvertretern das Engagement in einem Vereinsamt zu ermöglichen.

Im Anschluss informierte der zweite Vorsitzende, Christian Ott, anhand einer Übersicht die Entwicklung der Mitgliedsbeiträge des TV Hägelberg. Diese seien seit 2002 unverändert geblieben. Da nun zukünftig mit der Nutzung des neuen Gemeinschaftshauses, einem erweiterten Kursangebot und dem Ziel, weitere qualifizierte Übungsleiter zu engagieren, auch mehr finanzielle Mittel benötigt würden, sei es angebracht, die Beiträge zu erhöhen. Zudem plane der Verein auch den Abschluss einer Versicherung für "Schnupperteilnehmer" von Übungsstunden.

Der Vorschlag sieht vor, ab 2015 den Jahresbeitrag für Erwachsene anzuheben von 22 auf 35 Euro, für Kinder und Jugendliche von 16 € auf 25 Euro und für Familien von 30 auf 50 Euro. Neu eingeführt wurde die Möglichkeit einer passiven Mitgliedschaft für Erwachsene zum reduzierten Jahresbeitrag von 25 Euro. Christian Ott setzte die neuen Werte in einen Vergleich mit den Beiträgen, die andere Vereine in der Region verlangen, und stellte fest, dass sich beim TV Hägelberg die Beiträge auch nach der Anpassung im unteren Bereich bewegten.

Die Versammlung endete mit dem einstimmigen Beschluss über die Beitragsanhebung. Der endgültige Satzungsbeschluss soll in der Generalversammlung am 17. Januar verabschiedet werden. Nachlesen kann man den Satzungstext auch unter https://www.tv-haegelberg.de

 
 
 
 

Klassik-CD ist finanziert

Markgräfler Tagblatt, 17.12.2014 23:03 Uhr
Dank Crowdfunding kann Daniela Bianca Gierok eine  CD produzieren.  Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt
Dank Crowdfunding kann Daniela Bianca Gierok eine CD produzieren. Foto: Harald Pflüger
Steinen-Hägelberg (hp). „Superglücklich“ ist Daniela Bianca Gierok darüber, dass ihre neue Klassik-CD mittels Crowdfunding finanziert ist. Bis zum Stichtag 15. Dezember kamen mehr als die erforderlichen 5930,70 Euro zusammen. „Gerade in den letzten zwei, drei Tagen ist noch einmal ordentlich etwas dazu gekommen“, freut sich die Hägelbergerin, die weiß, dass die CD-Produktion ohne dieses Crowdfunding nicht möglich geworden wäre. Jetzt kann sie mit ihrem Klavierpartner Martin Buttgereit ins Aufnahmestudio. „Paradiesgärten“ wird die CD mit klassischen Liedern rund um das Thema Garten heißen, die im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen soll. Die Unterstützer erhalten je nach Betrag auch eine entsprechende Gegenleistung. Die reicht von einer CD bis zum Hauskonzert. Wer Daniela Bianca Gierok schon vorher hören möchte, der hat dazu am 24. Dezember in der evangelischen Stadtkirche Schopfheim Gelegenheit. Dort musiziert die Kantorei Schopfheim unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Bogon um 22 Uhr das Weihnachtsoratorium von Saens-Sains. Daniela Bianca Gierok singt dort den Mezzo-Part.
 
 
 

Kunstwerk im Hägelberger Wald

Markgräfler Tagblatt, 16.12.2014 23:03 Uhr
 Foto: Markgräfler Tagblatt
Foto: Harald Pflüger
 
 
 
Fr, 12. Dezember 2014

Ein Teich am neuen Dorftreff

Die Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus Hägelberg wurden im Gemeinderat vorgestellt / 0,35 Hektar Fläche werden versiegelt.

So könnte das neue Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg aussehen. Im Frühjahr 2015 ist der Spatenstich geplant. Die senkrechten Linien bezeichnen Achsen für das Tragwerk und sind später nicht mehr zu 

STEINEN. Auf den Weg gebracht hat Steinens Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Bebauungsplan für das Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg. Auf dem nördlich der Heizzentrale gelegenen Areal soll schon im Frühjahr 2015 der Spatenstich über die Bühne gehen. Planer Till O. Fleischer stellte den Satzungs-Entwurf, der jetzt in die Offenlage geht, im Gemeinderat vor.

Rund zwei Hektar umfasst die Fläche auf der der neue, von den Hägelbergern so heiß ersehnte Dorftreffpunkt sowie ein Parkplatz mit 60 Plätzen gebaut werden sollen. Im Flächennutzungsplan ist das Areal als öffentliche Grünfläche für Sport- und Spielanlagen sowie als Gemeinbedarfs- und Parkplatzfläche dargestellt.

In den Geltungsbereich des am Dienstag verabschiedeten Bebauungsplans wird die Heizzentrale ebenso einbezogen wie die nördlich des Gebäudes vorhandenen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Auch zwei landwirtschaftliche Grundstücke zählen zum Geltungsbereich des Vorentwurfs. Ziel sei es, so Planer Fleischer, diese Grundstücke für eine eventuelle künftige Erweiterung der öffentlichen Nutzung zu sichern.

Ruth Noack freut sich über gelungene Grünplanung


Große Freude bereitete Grünplaner Georg Kunz der frischgebackenen Verdienstkreuzträgerin und Gemeinderätin Ruth Noack. Zum Ausgleich für die aus dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses entstehenden Beeinträchtigungen für Natur und Umwelt ist nämlich unter anderem die Anlage eines 170 Quadratmeter großen Amphibien- und Reptilienhabitats sowie eines "mindestens 200 Quadratmeter großen Kleingewässers", im Volksmund auch Teich genannt, vorgesehen. Auch das Pflanzen von 45 heimischen Bäumen ist geplant. Wobei Ruth Noack natürlich gleich darauf hinwies, dass, wenn in Hägelberg schon neue Bäume gepflanzt werden, nach Möglichkeit Baumarten aus der Region der Vorzug gegeben werden sollte. Außerdem sind im Bereich der Heizzentrale extensiv zu bewirtschaftende Mähwiesen einzurichten.

Grünplaner Georg Kunz geht alles in allem durch den Hallenbau am Ortsrand von Hägelberg von einer nur geringen Beeinträchtigung von Pflanzen und Tieren aus. Möglich sei eine gewisse Beeinträchtigung von potentiellen Amphibien- und Reptilienhabitaten. Vergleichsweise hoch sei einzig die Beeinträchtigung des Bodens durch die zirka 0,35 Hektar zusätzlicher Versiegelung. Das Landschaftsbild werde vom neuen Dorfgemeinschaftshaus dagegen kaum beeinträchtigt, findet Kunz.

 
Fr, 12. Dezember 2014

"Zeit der Dankbarkeit"

Stimmungsvoller Adventsnachmittag des KAV Hägelberg.

  1. Der Nikolaus drohte Hägelbergs Ortsvorsteher Gabriele Kaiser-Bühler beim besinnlichen KAV-Nachmittag mit der Rute, hatte dann aber ein Einsehen.Foto: Senn

STEINEN-HÄGELBERG (sn). Der Adventsnachmittag des Kranken- und Altenpflegevereins Hägelberg (KAV) stand im Zeichen der Erwartung des neuen Dorfgemeinschaftshauses. Während man sich dieses Mal noch in der alten Turnhalle traf, wird das wohl in zwei Jahren schon anders aussehen. Dann nämlich, so hofft auch die Vorsitzende des KAV und Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler, soll das neue Haus stehen. Bürgermeister Rainer König beschrieb den Advent als "Zeit der Dankbarkeit" – Dankbarkeit auch für die Umsetzung der schon lange geplanten Baumaßnahmen, die nicht zuletzt durch eine gute Zusammenarbeit aller im Dorf und in der Gemeinde erreicht werden konnte.

Doch die Damen des KAV schaffen auch in den in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen: Die liebevoll gestaltete Tischdekoration, ein freundliches Wort für jeden Besucher und ein kleines Programm rundeten den Nachmittag für die Hägelberger Senioren ab. Der evangelische Pfarrer Dirk Kellner sprach zum Thema Advent. Bei der gemeinsamen Vater-Kind-Kur mit seinem Sohn Jonathan habe er im Oktober schon erkannt, was Advent bedeute – nämlich ein Ankommen bei Gott, sagte er.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das "Örgeletrio MBM" mit den Musikern Martin, Beate und Marlis, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, "Musik von Senioren für Senioren" zu machen. Auch das Gedicht mit dem Fazit "Ich freu mich, dass ich ne Alte bin", sorgte für Lacher an den richtigen Stellen. So wurden die Vorteile des Alters gepriesen – allzeit bequeme Schuhe, Natursträhnen im Haar, kein Frieren in zu kurzen Röcken und die Enkel, hinter denen sich die Tür abends wieder schließt.

"Nikolaus" Bernd Glaser hatte eher mit den Unwägbarkeiten des Alters zu kämpfen – ohne Brille konnte er nämlich die Namen auf seinen Geschenken nicht lesen. Das machte er aber mit einer gehörigen Portion Humor wett. So mancher Hägelberger wurde durch den Kakao gezogen, und auch der Bürgermeister bekam sein Fett weg – habe er es doch mit drei neugewählten Ortsvorsteherinnen, "die ihm das Geld aus dem Sack ziehen", wirklich nicht leicht.

Obwohl gut besucht, blieben in diesem Jahr wieder ein paar Plätze mehr leer. "Einige sind verstorben, manche können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kommen, und die Sechziger fühlen sich einfach noch zu jung dafür", mutmaßt eine Seniorin. Die Resonanz und die Freude der Älteren an einer Zusammenkunft, und sei es nur für ein ausführliches Gespräch, bereitet den Veranstaltern umso mehr Freude.

 
 

Advent als Zeit der Dankbarkeit

Markgräfler Tagblatt, 11.12.2014 23:02 Uhr
Das Örgeletrio „MBM“ sorgte beim Adventsnachmittag des Kranken- und Altenpflegervereins Hägelberg für Unterhaltung.                                                                                                                                                                    Foto: Stephanie Senn Foto: Markgräfler Tagblatt
Das Örgeletrio „MBM“ sorgte beim Adventsnachmittag des Kranken- und Altenpflegervereins Hägelberg für Unterhaltung.        

Steinen-Hägelberg (sn). Der Adventsnachmittag des Kranken- und Altenpflegevereins Hägelberg (KAV) stand ganz im Zeichen der Erwartung – während man sich dieses Mal noch in der Alten Turnhalle traf, wird das wohl in zwei Jahren schon anders aussehen. Dann nämlich, so hofft auch die Vorsitzende des KAV und Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler, soll das neue Dorfgemeinschaftshaus stehen.

Bürgermeister Rainer König beschrieb den Advent als „Zeit der Dankbarkeit“ – Dankbarkeit auch für die Umsetzung der schon lange geplanten Baumaßnahmen, die nicht zuletzt dank einer guten Zusammenarbeit aller im Dorf und in der Gemeinde erreicht werden konnte.

Doch die Frauen des Kranken- und Altenpflegevereins schaffen es allen Unwägbarkeiten zum Trotz jedes Jahr wieder, auch in den in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten eine stimmungsvolle und gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Die liebevoll gestaltete Tischdekoration, ein freundliches Wort für jeden Besucher und ein kleines Programm rundeten den Nachmittag für die Hägelberger Senioren ab.

Der evangelische Pfarrer Dirk Kellner sprach wie jedes Jahr einige Worte zum Thema Advent. Bei der gemeinsamen Vater-Kind-Kur mit seinem Sohn Jonathan habe er im Oktober schon erkannt, was Advent bedeute – ankommen bei Gott.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das „Örgeletrio MBM“ mit den Musikern Martin, Beate und Marlis, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, „Musik von Senioren für Senioren“ zu machen. Auch das vorgetragene Gedicht mit dem Fazit „Ich freu mich, dass ich `ne Alte bin“, sorgte für Lacher an den richtigen Stellen. So wurden die Vorteile des Alters gepriesen – allzeit bequeme Schuhe, Natursträhnen im Haar, kein Frieren in zu kurzen Röcken und Enkel, hinter denen sich die Tür abends wieder schließt.

„Nikolaus“ Bernd Glaser hatte eher mit den Unwägbarkeiten des Alters zu kämpfen – ohne Brille konnte er nämlich die Namen auf seinen Geschenken nicht lesen. Das machte er aber mit einer gehörigen Portion Humor wett. So mancher Hägelberger wurde durch den Kakao gezogen, und auch der Bürgermeister bekam sein Fett weg – habe er es doch mit drei neugewählten Ortvorsteherinnen, „die ihm das Geld aus dem Sack ziehen“, wirklich nicht leicht.

Obwohl gut besucht, blieben in diesem Jahr doch wieder ein paar Plätze mehr leer. „Einige sind verstorben, manche können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kommen, und die ´Sechziger´ fühlen sich einfach noch zu jung dafür“, mutmaßt eine Seniorin. Die Resonanz und die Freude der Älteren an einer Zusammenkunft, und sei es nur für ein ausführliches Gespräch, bereitet den Veranstaltern umso mehr Freude. Irma Richter sprach im Namen aller Senioren den ehrenamtlichen Helferinnen des Kranken- und Altenpflegevereins ihren Dank für die tolle Organisation des Nachmittags aus.

 
 
 

„Das gab es schon lange nicht mehr“

Markgräfler Tagblatt, 10.12.2014 23:03 Uhr

Steinen (hp). Mit ungläubigem Staunen im Ratsrund und einem Bürgermeister, der das Abstimmungsergebnis mit den Worten „Das hat es schon lange nicht mehr gegeben“ kommentierte, endeten am Dienstagabend die Haushaltsberatungen der Gemeinde Steinen. Einstimmig hatte das Gremium den Haushaltsplanentwurf 2015 und die Finanzplanung für die Jahre 2016 bis 2018 verabschiedet.

Nach den Vorberatungen im Finanz- und Verwaltungsausschuss vor zwei Wochen ging Rechnungsamtsleiterin Christine Höhner kurz auf die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs ein. Das ursprüngliche Minus im Ergebnishaushalt in Höhe von 960 000 Euro konnte aufgrund einiger Änderungen auf 900 000 Euro gesenkt werden. Christine Höhner wies darauf hin, dass sich das Gesamtergebnis durch mögliche Grundstücksverkaufe im Jahr 2015 durchaus noch positiv entwickeln könnte. Das ändert aber nichts daran, dass die geplanten Investitionen (wir berichteten) ohne zusätzliche neue Kredite in Höhe von rund fünf Millionen Euro im Finanzhaushalt nicht gestemmt werden können.

In seiner Haushaltsrede ging Bürgermeister Rainer König zunächst auf die städtebauliche Gesamtentwicklung ein, in der 2014 das Quelle-Areal eine wichtige Rolle spielte. Ziel 2015 werde  es sein, auf der einen Seite den Bebauungsplan für das drei Hektar große Baugebiet und auf der anderen Seite die dafür erforderlichen Abbruchmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Auf den Weg gebracht wurde bereits das Baugebiet „Hutmatt“, dessen erste Gebäude nach und nach in die Höhe wachsen. Während in der „Hutmatt“ bereits gebaut wird, wurde in Hägelberg mit der Vermarktung der Bauplätze im Bereich „In den Bergen“ und „Im Hägstel“ begonnen.

Zu den anstehenden Infrastrukturmaßnahmen zählte Bürgermeister Rainer König den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Hägelberg, mit dessen Spatenstich das Gemeindeoberhaupt im Frühjahr 2015 rechnet, und den zentralen Werkhof in der Daimlerstraße in Steinen. Nicht unerwähnt ließ König dabei das Engagement der Werkhofmitarbeiter unter der Leitung von Günter Schmittel.

Die kinder- und familienfreundliche Politik der Gemeinde unterstreichen einmal mehr die Investitionen in die Betreuungsangebote in den Kindergärten - jüngst mit dem Neubau der Köchlin-Kindertagesstätte. Bürgermeister König sagte, dass der Entwurf überzeugte, verschwieg aber nicht, dass man, was Bauleitung und abgeliefertes Ergebnis betrifft, nicht zufrieden sei. Dies habe für ihn zur Konsequenz gehabt, dass die offizielle Einweihung erst nach Behebung diverser Mängel und Fertigstellung von Restarbeiten im Frühjahr 2015 erfolgen wird. König rechnet ebenfalls damit, dass die zuletzt genannten Baukosten von 2,6 Millionen  Euro nicht eingehalten werden können und man „bei vermutlich 2,9 Millionen Euro landen wird“.

Ein weiterer Schwerpunkt werden in Zukunft die energetischen Sanierungskonzepte sein, sie betreffen unter anderem die Wiesentalhalle in Höllstein, die Sporthalle in Steinen, die Festhalle in Endenburg, und den Hebelkindergarten.

Von zentraler Bedeutung ist für Bürgermeister König der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Höllstein. Aber auch der Ausbau des Breitbandnetzes, insbesondere in den Teilorten, sowie Investitionen im Wasser- und Abwasserbereich und in den Hochwasserschutz werden laut König weitere finanzielle Herausforderungen sein.

 
 
Do, 11. Dezember 2014

Mit Schulden die Zukunft bauen

Haushaltssitzung in Steinen: Fraktionen und Bürgermeister verteidigen Investitionen, sorgen sich aber zugleich ums Defizit.

STEINEN. Den Haushalt 2015 hat der Gemeinderat am Dienstag in der letzten Sitzung des Jahres auf den Weg gebracht. Auch die Jahresabschlüsse für 2013 und 2014 waren Thema. Bürgermeister Rainer König erinnerte in seiner Haushaltsrede an teure Projekte, die die Gemeinde in den vergangenen Monaten gestemmt hat und an die, die noch vor ihr liegen. Sprecher aller Fraktionen unterstützten den Investitionskurs, forderten aber zugleich, den Schuldenstand nicht aus den Augen zu verlieren.

Nur einige Kleinigkeiten haben sich geändert am Haushalt 2015, den der Finanzausschuss Ende November vorberaten hat. Für 2015 geht die Verwaltung im Ergebnishaushalt von einem Verlust von 958 000 Euro aus, der durch Grundstücksverkäufe und Rücklagenentnahmen ausgeglichen werden soll. Im Finanzhaushalt 2015 ergibt sich aus geplanten Investitionen von knapp 7,2 Millionen Euro unter Berücksichtigung von Zuschüssen und Beiträgen ein Finanzierungsbedarf von zirka 5,2 Millionen Euro.

Dem drohenden Minus zum Trotz zeigte sich Bürgermeister Rainer in König in seiner traditionellen Haushaltsrede gleichwohl optimistisch. Er verwies auf das Haushaltsjahr 2013, für das Rechnungsamtsleiterin Christine Höhner ursprünglich ebenfalls mit einem sechsstelligen Jahresverlust gerechnet hatte und das schließlich mit einem Überschuss von mehr als einer Million Euro endete. Auch die nach wie vor guten Steuereinnahmen der Gemeinde sowie die Aussicht auf "Sondererlöse" durch Grundstücksverkäufe trugen dazu bei, dass König im Haushaltsjahr 2015 mehr Chancen als Risiken zu sehen vermochte.

Überhaupt sieht der Rathauschef die Gemeinde auf einem guten Weg. Beim Quelle-Areal seien wichtige planerische Ziele erreicht, das Baugebiet Hutmatt wachse heran und in Hägelberg sei die Erschließung des Baugebiets "In den Bergen" wie auch die Verlegung des Nahwärmenetzes abgeschlossen, meinte König zur städtebaulichen Entwicklung.

In die Wege geleitet habe der Gemeinderat den Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Hägelberg und den zentralen Werkhof in der Daimlerstraße. Nicht zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit dem Bauverlauf bei der Kindertagesstätte in der Köchlinstraße. Unter Berücksichtigung diverser Ergänzungen werde man bei den Kita-Kosten am Ende bei 2,9 Millionen Euro – deutlich höher als veranschlagt – landen, so König. Außerdem sei die Gemeinde mit der Bauleitung und der Termineinhaltung bei diesem Projekt alles andere als zufrieden, merkte König an. Die offizielle Eröffnung des Kindergartens sei nun – nach Behebung diverser Mängel und Restarbeiten auf das kommende Frühjahr verschoben. Unter dem Stichpunkt energetische Sanierungskonzepte hob König insbesondere die anstehende, 2,2 Millionen Euro teure Sanierung der Sporthalle hervor. Und zum Thema Feuerwehr meinte König, dass dem Neubau des Gerätehauses in Höllstein eine "zentrale Bedeutung" zukomme.

Im Gemeinderat wurde der von Rechnungsamtsleiterin Christine Höhner vorgelegte Haushaltsplan einstimmig verabschiedet. "Das hatten wir schon lange nicht mehr", staunte Bürgermeister König über so viel Harmonie in seiner normalerweise durchaus streitbaren Ratsrunde.

Wenig Kontroverses fand sich in den Haushaltsreden der Fraktionen. Gemeinschafts-Vertreterin Ulrike Mölbert lobte die meisten der vom Bürgermeister präsentierten Vorhaben. Beim Quelle-Areal mahnte sie an, dass dort auch bezahlbarer Wohnraum entstehen müsse. In Sachen Kita erinnerte Mölbert daran, dass die Einrichtung ziemlich hohe Personalkosten generiere. Den Neubau eines zentralen Rathauses nannte sie eine "sicher notwendige, aber auch teure Investition". Insgesamt sei die Gemeinde gehalten "Verantwortung für künftige Generationen" zu übernehmen, denen keine "unüberwindbaren Schuldenberge" überlassen werden dürften.

Den Spagat einer zukunftsorientierten Politik der Investitionen, die den Schuldenstand im Blick haben müsse, stellte CDU-Sprecher Marc Sutterer in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Sutterer bekannte sich – auch mit Blick auf das aktuell günstige Zinsniveau klar zu den Investitionen, denn: "Die Gemeinde Steinen muss weiterhin als Wohn- Lebens- und Arbeitsgemeinde attraktiv bleiben." Die CDU werde die vom Bürgermeister genannten Investitionen unterstützen, und wolle die Gemeinde gleichzeitig beim Hochwasserschutz voranbringen. Auch müsse die Feuerwehr die notwendige Austattung erhalten.

Unzufrieden zeigte sich Sutterer mit der "vom Bürgermeister zur Chefsache erklärten" Gewerbeförderung. Hier habe sich in Steinen viel zu wenig getan, bemängelte Sutterer. Auch mit den bislang umgesetzten Maßnahmen des Verkehrskonzepts "ist die CDU nicht zufrieden", merkte Marc Sutterer an.

Nachdenklich beim Thema Sparen oder Investieren gab sich auch SPD-Sprecher Rudolf Steck: Nach dem Sprichwort "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not", "müssten wir jetzt sparen und damit viele heute in Plänen und Beschlüssen festgeschriebene Projekte streichen.", so Steck. Das, so der SPD-Mann, "wäre aber nicht Zukunft, sondern fast schon Stillstand". Die in der Gemeinde anstehenden Investitionen seien aus Sicht der SPD zwar "ehrgeizig", aber zugleich zwingend notwendig, um die Gemeinde Steinen zukunftsfähig zu machen. Wünschenswert aus Sicht der SPD sei, dass die Gemeinde in naheliegender Zeit eine soziale Staffelung bei den Kindergartengebühren erreiche. Wichtig sei es auch die Entwicklung am Schulzentrum im Blick zuhalten. Steck drückte sein Bedauern darüber aus, dass im Mühlehof die Kurzzeitpflege geschlossen wurde und mahnte "einen Denkprozess beim Thema Pflege" an. Wie schon seine Vorredner kritisierte Steck die Umsetzung des Verkehrskonzepts und forderte eine sichere Überquerung an der B317 bei Höllstein. Und beim Sanieren der Sporthalle solle die Gemeinde die anstehende Renovierung der Jahnhalle nicht übersehen, empfahl der SPD-Sprecher.

 
 
 

Turnernachwuchs erobert die Bühne

Markgräfler Tagblatt, 09.12.2014 23:02 Uhr
Ein kurzweiliges Programm erlebten die Besucher der Nikolausfeier des TV Hägelberg. Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt
Ein kurzweiliges Programm erlebten die Besucher der Nikolausfeier des TV Hägelberg. Foto: Ralph Lacher

Steinen- Hägelberg (os). Der Nachwuchs des Turnvereins Hägelberg präsentierte sich bei seiner Nikolausfeier einem breiten Publikum. Vorsitzender Guido Leyendecker wünschte nach dem Willkommensgruß einige kurzweiligen Stunden innerhalb der großen Turnerfamilie.

Der Turnverein hat die Hoffnung, dass dies die letzte oder vorletzte Nikolausfeier in der alten Turnhalle sein wird. Spätestens 2016 soll das neue Dorfgemeinschaftshaus in Ortsrandlage bezugsfertig sein. Leyendecker wies auch darauf hin, dass er bei der Jahreshauptversammlung Ende Januar nicht mehr als Vorsitzender kandidieren werde und man sich Gedanken um die Nachfolge machen solle.

Danach begann das vom Tur­­nernachwuchs gestaltete Programm. Die kleinsten Turnvereinsmitglieder, die „Bergmüsli“, hatten mit ihren Müttern und Übungsleiterin Claudia Rapp einen vielbeklatschten Auftritt als „Pumuckel“. Ebenso die „Fröschle“ der Übungsleiter Marion Streich und Stefan Drexler, die die Gäste ins Winterwunderland entführten. Die „Igel-Kinder“ der Übungsleiterinnen Natascha Meier und Christine Putz setzen spielerisch ein Buchstabenratespiel um, und die „Delfine“ von Marion Streich zog es in den „Wilden Westen“. Dazwischen hatte die Zumba-Gruppe von Alexandra Crnjac gezeigt, dass diese Form des Fitness-Tanzes einige Anforderungen stellt.

Den Abschluss des Programms bildete das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern und der Besuch des Nikolaus. Dieser hatte Geschenke für den Turnernachwuchs und die Übungsleiterinnen mitgebracht.

 
 
 
Mo, 01. Dezember 2014

Neue Tafel am Ortseingang

Hägelberger Ortschaftsrat.

STEINEN-HÄGELBERG (gapo). In der jüngsten Sitzung des Hägelberger Ortschaftsrats (siehe auch unsere Ausgabe vom Samstag) wurde bekanntgegeben, dass es für die Infotafeln am Ortseingang ab sofort als Ergänzung eine "Lückenfüllertafel" gibt, darauf zu sehen die Wappen von Hägelberg und der Ortsteile von Steinen. Eine der nächsten Veranstaltungen im Dorf wird am 2. Adventssonntag ab 14.30 Uhr der Adventsnachmittag des Kranken- und Altenpflegevereins in der alten Turnhalle sein, zu dem die Gemeinde- und Ortsverwaltung und der Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg alle Hägelberger Bürger ab 60 Jahren herzlich einladen.
 
 
 
Sa, 29. November 2014

Traumhaus rückt näher

Spatenstich für das Gemeinschaftshaus in Hägelberg in Sicht.

STEINEN-HÄGELBERG (gapo). Einen langen Atem benötigten die Hägelberger, bis der Traum vom neuen Gemeinschaftshaus in die Tat umgesetzt werden konnte. Nun ist es endlich soweit, im Frühjahr 2015 kann der offizielle Spatenstich erfolgen. Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler erläuterte in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates die Baupläne.
"Mit der Bauvergabe hat, rechtlich gesehen, der Baubeginn bereits stattgefunden", so Gabriele Kaiser-Bühler. Es habe schon eine Begehung der künftigen Baustelle südlich des Sportplatzes gegeben, zu der die Ortsvorsteherin auch einige Bilder präsentierte. Im Bereich der Heizzentrale, beim Zwischenlagers für Schutt, sollen die neuen Parkflächen fürs Gemeinschaftshaus entstehen. Knapp 90 Jahre nach dem Bau der alten Turnhalle freuen sich die Hägelberger nun auf ihre neue Halle, die durch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten das Dorfleben bereichern soll. Zum Thema der Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer in der Rechbergstraße meldeten sich einige Anwesende zu Wort. Edgar Fischer beklagte, dass sich die Situation durch die Geschwindigkeitsmesstafel nicht verbessert habe. Laut Ortsvorsteherin diene das Gerät vor allem dazu, das gefahrene Tempo bewusst zu machen. Die Anregung, am frühen Morgen ein Blitzgerät aufzustellen, wurde bereits an die Verwaltung weitergegeben und auch von den Gemeinderäten, Rudolf Steck (SPD) und Stefan Lenz (CDU), zur Kenntnis genommen.
Aus dem Publikum wurde darauf hingewiesen, dass die neuen Straßenlaternen in der oberen Straße "In den Bergen" noch nicht in Funktion sind. Defekte Laternen sollten direkt der Ortsverwaltung Hägelberg gemeldet werden. Die Informationen werden dann gebündelt nach Steinen weitergegeben. Reparaturen an den Laternen werden monatlich durchgeführt, alte Leuchten nach und nach durch steuerbare LED-Leuchten ersetzt.
 
 
Mi, 26. November 2014

Brandschützer als Türöffner

Feuerwehr Hägelberg hatte 2014 bisher nur vier Einsätze.

STEINEN-HÄGELBERG (bry). Das ablaufende Jahr war für die Feuerwehrabteilung Hägelberg bisher ein ruhiges Jahr. Darum konnte die Abteilung ihre Hauptversammlung am Freitag auch zügig abwickeln. Abteilungskommandant Harald Heitz listete vier Einsätze auf: In drei Fällen war technische Hilfestellung bei Türöffnungen gefragt. In einem Fall konnte ein drohender Wohnungsbrand verhindert werden. Eine Bewohnerin hatte eine Thermosflasche auf einer heißen Herdplatte vergessen. Durch schnelles Eingreifen konnte ein größerer Schaden aber verhindert werden.

Im Kader der Abteilung gab es eine Veränderung, da der bisherige Gerätewart Philipp Glaser aus Steinen wegzieht. Als neuen Gerätewart wählte die Abteilung neu Dominik Heitz. Kommandant Heitz bedankte sich bei Philipp Glaser für seine langjährigen und stets zuverlässigen Dienste.

Einen besonderen Abschied bereiteten die Feuerwehr-Kameraden dem früheren Ortsvorsteher Hans-Georg Koger. Eine offizielle Verabschiedung des Ortsvorstehers durch die Gemeinde hatte zwar schon stattgefunden; aber die Feuerwehrleute aus Hägelberg ließen es sich nicht nehmen, anlässlich ihrer Hauptversammlung Hans-Georg Koger für sein langes Wirken zum Wohl der Bürger in Hägelberg mit einem Präsent zu danken.
 
 
Mo, 10. November 2014

Fiktiven Brand ganz real gemeistert

Erfolgreiche Abschlussübung der Feuerwehren Steinen, Höllstein und Hägelberg.

Personenrettung hatte Priorität. Foto: Paul Berger 

Als hilfreich erwies sich bei der Übung die Drehleiter. Foto: Paul Berger

STEINEN (pbe). Sirenengeheul und rasch heranbrausende Löschfahrzeuge weckten am Samstagnachmittag das Zuschauerinteresse bei der großen Abschlussübung der Feuerwehren aus Steinen, Höllstein und Hägelberg.

Das Szenario: Ort des Geschehens war die Neumattstraße. Mehrere vermisste Personen wurden in dem brennenden Gebäude vermutet. Gezieltes und rasches Handeln waren daher angesagt. Und so kamen neben der Wehr aus Steinen auch die benachbarten Abteilungswehren aus Höllstein und Hägelberg zum Einsatz.

Die Übung: Rund 50 Mann begannen mit den Rettungsarbeiten. Insgesamt acht Fahrzeuge, darunter die große Drehleiter der Feuerwehr Steinen, wurden eingesetzt, um vermisste und verletzte Personen schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen und zu versorgen. Ebenfalls vor Ort waren das Rote Kreuz und die Polizei, um die Rettungsaktionen zu unterstützen. Jeder Handgriff musste sitzen. Bereits vier Minuten nach der Sirenenalarmierung waren die ersten Fahrzeuge vor Ort, wo unter der Leitung von Abteilungskommandant Michael Lauer (Steinen) sowie Abteilungskommandant Helmut Gräßlin (Höllstein) und Gruppenführer Florian Trinler (Hägelberg) die Rettungsarbeiten begannen. Ebenfalls im Einsatzstab mit dabei, Hildolf Schwald, der Gesamtkommandant der Feuerwehren in Steinen. Während mit der großen Drehleiter zunächst mehrere Personen über die Balkone aus den oberen Stockwerke in Sicherheit gebracht wurden, machten sich die Atemschutzträger bereit, im Lagerraum sowie den übrigen Geschossen nach Vermissten und Verletzten zu suchen. Nach und nach konnten so von den zehn Atemschutz-Teams 16 Personen sicher geborgen werden. Gleichzeitig begannen die Löschtrupps mit der Brandbekämpfung,wobei sich die große Drehleiter als äußerst hilfreich erwies.

Fazit: Die Verantwortlichen waren mit dem erfolgreichen Ablauf dieser Übung zufrieden. Wie wichtig die Feuerwehrarbeit ist, machte ein Notruf deutlich, zu dem Gesamtkommandant Hildolf Schwald noch während der Übung gerufen wurde. Beim Einsatz des Rettungshubschraubers übernahm die Feuerwehr die Verkehrssicherung.

 
 
 
 

Ein Paradies für kleine Bäcker

Markgräfler Tagblatt, 28.10.2014 23:02 Uhr
Kindergartenkinder aus Hägelberg durften dem Bäcker in Höllstein über die Schulter schauen. Foto: Stephanie Senn Foto: Markgräfler Tagblatt
Kindergartenkinder aus Hägelberg durften dem Bäcker in Höllstein über die Schulter schauen. Foto: Stephanie Senn

Steinen-Hägelberg (sn). Feuerwehrmann, Tierärztin, Baggerfahrer oder Prinzessin – das sind normalerweise die typischen Berufsvorstellungen von Kindern. Die Vierjährigen des Hägelberger Kindergartens „Berghüsli“ haben seit kurzem einen neuen Berufswunsch: Bäckerin und Bäcker.

„Schuld“ an dieser Entwicklung haben neben den Erzieherinnen Simone Hess und Madeleine Lobers, die die Kinder zu ihrem Ausflug in die Bäckerei begleiteten, vor allem Stephan Seeger und seine Mitarbeiter von der Bäckerei Seeger in Höllstein. Bei dem Anblick der leckeren Backwaren – hier werden die Hildabrötchen noch liebevoll per Hand glasiert - lief den Kleinen schon das Wasser im Mund zusammen. Doch vorher sollten sie erst mal selbst mit anpacken. Und „nur mit den Augen schauen“ fällt ja auch wirklich schwer.

„Wer knetet denn jetzt?“ fragte der Bäckermeister die neugierigen Besucher. Natürlich riefen da alle hier. Das erledigte dann aber doch die Knetmaschine, die locker 120 Kilo Teig fassen kann, umgerechnet etwa 1500 Brötchen. Nach der richtigen Portionierung in kleine Rollen durften die Jungbäcker endlich selbst Hand anlegen. Heraus kamen sehr fantasievolle Kreationen – vom Knoten über die Schnecke, Mäuschen und Brezeln. Schnell noch die Teiglinge unter die Laugendusche und dann ab in den Ofen. Ihre fertigen Werke durften die Berghüsli-Kinder dann auch mit in den Kindergarten nehmen und den „Daheimgebliebenen“ präsentieren.

 
 
 
Mi, 29. Oktober 2014

Hunde, Heizer und Holzverschwender

Hägelberger Ortschaftsrat tagt erstmals mit der neuen Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler.

Themen des Hägelberger Ortschaftsrats: Allzu reichlich bedienen sich die Hägelberger beim bereit gestellten Gratisholz an der Saatschulhütte (oben). Missachtet wird das Tempo 30 in der Rechbergstraße (unten). 

STEINEN-HÄGELBERG. Hägelberg ist bekannt für seine idyllische Landschaft und den Panoramablick auf die Alpen – dieser Blick wird in letzter Zeit leider zunehmend von unangenehmen Aussichten und Gerüchen getrübt. Denn zahlreiche Hunde schmücken Vorgärten und Wiesen mit Häufchen, die von den wenig pflichtbewussten Hundebesitzern noch dekorativ vor der Haustür so manchen Hauses platziert werden.

In der Bürgerfragestunde meldeten sich mehrere Anwohner der Rechbergstraße zu Wort, die sich über die Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h beschwerten. Herbert Rätz erklärte, die Markierung der Straße mit weiteren 30er Zeichen auf der Fahrbahn sei dringend notwendig. Zur Not würde er eigenhändig ein solches Schild dort aufstellen. Die für dieses Jahr geplante Markierung wird nun aber wohl doch erst im nächsten Jahr realisiert werden können.
Mit solchen Problemen wurde der Hägelberger Ortschaftsrat in seiner ersten Sitzung unter der Leitung der neuen Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler konfrontiert. Dabei standen auch noch einige andere wichtige Themen auf der Tagesordnung.
Förster Volker Resnik stellte den Forst-Betriebsplan für das Jahr 2015 vor. Dieser ist gekennzeichnet durch den Eingriff in schwache Hölzer, was sich auch einschneidend auf die Finanzen auswirken wird. In Hägelberg aber, dem "großen Gemeindewald", wird sich im kommenden Jahr recht wenig tun – kaum Hieb, dafür wird auch nichts angepflanzt. Die größeren Räumungshiebe sind dann für kommende Jahre angedacht, wobei bestimmte "Waldrefugien" erhalten bleiben sollen. Unmut erregte die inflationäre Nutzung des kostenlos bereitgestellten Holzes an der Saatschulhütte, zu dessen Bereitstellung die Gemeinde keine Verpflichtung hat. Die Ortsvorsteherin bat darum, sparsam mit dem Holz umzugehen.
Zwei Bauanträge wurden einstimmig befürwortet, unter anderem auch das erste Bauvorhaben im neuen Baugebiet "In den Bergen II". Auf dem Bauplatz ganz im Westen des Gebietes soll Anfang des Jahres mit der Errichtung eines Einfamilienhauses begonnen werden. Des weiteren ist der Bau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle im Wiedacker geplant.
Wie in Steinen auf dem Friedhof bereits vorhanden, könnte Hägelberg in naher Zukunft auch ein gärtnerbetreutes Gräberfeld bekommen. "Die Chancen stehen gut", betonte Gabriele Kaiser-Bühler, da die allgemeine Nachfrage hoch und der Trend zur Gärtnerbetreuung durch fehlende Angehörige deutlich sei. Die Fläche soll eventuell am Westtor Richtung Süden eingerichtet werden.
Die bereits diskutierte Anmeldung des Haushaltsplans 2015 musste nur noch von den Ortschaftsräten bestätigt werden. Die größten Posten dabei sind selbstverständlich die Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus (1,75 Millionen Euro) sowie die Bauarbeiten in der mittleren Straße "In den Bergen" mit 50 000 Euro. Im nächsten Planjahr sollen dann die durch die Großprojekte zurückgestellten weiteren notwendigen Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen angegangen werden.
Zum Schluss der öffentlichen Sitzung wollte Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler den Anwesenden noch einige Bilder von den "Minenfeldern" in den Hägelberger Vorgärten und Wiesen präsentieren. Leider machte ihr die Technik einen Strich durch die Rechnung, aber wahrscheinlich wäre es auch kein besonders appetitlicher Anblick verwies sie ausdrücklich darauf, dass man an den aufgestellten Roby-Dogs jederzeit Tütchen ziehen oder im Rathaus eben solche abholen könne, um den Mitmenschen die Hinterlassenschaften von Fiffy und Co zu ersparen. Übrigens: Es werden auch noch Paten für die Leerung von Roby-Dogs gesucht.
 
 
 
 
Mi, 29. Oktober 2014

DIES&DAS

Nach ihrem Besuch in der Bäckerei Seeger haben die Kinder des Hägelberger Kindergartens Berghüsli einen neuen Traumberuf: Bäcker. Foto: BZ
Kinder kriegen es gebacken: Feuerwehrmann, Tierärztin, Baggerfahrer oder Prinzessin – das sind typische Berufsvorstellungen von Kindern. Die Vier-Jährigen des Hägelberger Kindergartens "Berghüsli" haben seit kurzem einen neuen Berufswunsch: Bäckerin oder Bäcker. "Schuld" daran haben neben den Erzieherinnen Simone Hess und Madeleine Lobers, die die Kinder zu ihrem Ausflug in die Bäckerei Seeger in Höllstein begleiteten, vor allem Inhaber Stephan Seeger und seine Mitarbeiter . Bei dem Anblick der leckeren Backwaren lief den Kleinen schon das Wasser im Mund zusammen. Doch vorher sollten sie erstmal selbst mit anpacken. "Wer knetet denn jetzt?" fragte der Bäckermeister die neugierigen Besucher. Natürlich riefen da alle hier. Das erledigte dann aber doch die Knetmaschine, die locker 120 Kilo Teig fassen kann, umgerechnet etwa 1 500 Brötchen. Nach der richtigen Portionierung in kleine Rollen durften die Jungbäcker endlich selbst Hand anlegen. Heraus kamen sehr phantasievolle Kreationen – vom Knoten über die Schnecke, Mäuschen und Brezeln. Schnell noch die Teiglinge unter die Laugendusche und dann ab in den Ofen. Ihre fertigen Werke durften die Berghüsli-Kinder dann auch mit in den Kindergarten nehmen und den "Daheimgebliebenen" präsentieren.
 
 
 
 
Di, 28. Oktober 2014

In den Teilorten darf weiter gebaut werden

Gemeinderat sagt Ja zum Bebauungsplan "Im Hägstel" in Hägelberg /Gewerbe im Gebiet "Hofacker II" in Endenburg erlaubt.

STEINEN-HÄGELBERG (BZ). Im Ortsteil Hägelberg hat der Gemeinderat am vergangenen Dienstag die Aufstellung des Bebauungsplans "Im Hägstel" und die entsprechende Satzung mit Mehrheit beschlossen. Planer Till O. Fleischer informierte, dass in der Offenlage keine Stellungnahmen der Bürger erfolgt sind. Anregungen der Träger öffentlicher Belange wurden zur Kenntnis genommen. Bedenken des Landwirtschaftsamts wegen des Verlusts landwirtschaftlicher Nutzfläche wurden zurückgewiesen. Die Planung umfasse lediglich eine Fläche von 0,245 Hektar Nutzfläche, was bei einer landwirtschaftlichen Nutzfläche auf Gemarkung Steinen von 1.341 Hektar unerheblich sei.
Stefan Mohr erklärte für die Gemeinschaft, dass seine Fraktion mit der Aufstellung des Bebauungsplans grundsätzlich nicht einverstanden sei, dass man aber nichts machen könne, weil die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat andere sind. Bürgermeister Rainer König kommentierte hierzu, dass er die Haltung der "Gemeinschaft" nicht nachvollziehen könne. Noch sparsamer in Bezug auf Kosten und Flächenverbrauch wie im vorliegenden Fall könne man keinen neuen Bebauungsplan auf den Weg bringen. Benjamin Blum stellte fest, dass die CDU-Fraktion der Bebauung positiv gegenüber stehe. Der Gemeinderat stimmte dem Beschlussantrag mehrheitlich zu, bei vier Enthaltungen der Gemeinschaft.
Für den Ortsteil Endenburg wurde die Erweiterung der Außenbereichssatzung "Im Hofacker II" ebenfalls mit Mehrheit beschlossen. Beim Ortstermin mit Vertretern des Landratsamts und des Regierungspräsidiums war festgestellt worden, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung der Außenbereichssatzung gegeben sind. In der Satzung wird festgehalten, dass die Fläche auch für kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe genutzt werden darf. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, dass in diesem Gebiet eine Kfz-Werkstatt mit Karosserie- und Lackierarbeiten betrieben werden kann. Rainer König machte darauf aufmerksam, dass es sich bei Entscheid zugunsten des Kfz-Betriebs um eine Einzelfallentscheidung handelt, und dass eine Vergrößerung des Betriebs explizit ausgeschlossen ist. Rudolf Steck (SPD) hielt die zeitlichen Befristungen der Karosserie- und Lackierarbeiten auf wenige Stunden pro Tag für "problematisch". Hier würden dem Betrieb erhebliche Einschränkungen gemacht. Der Rat entschied mit Mehrheit für Aufstellung der Satzung, bei vier Enthaltungen aus der SPD.
 
 

Haufen trüben Erholungswert

Markgräfler Tagblatt, 27.10.2014 23:02 Uhr
Hinweisschild in Hägelberg.  Foto: Stephanie Senn Foto: Markgräfler Tagblatt
Hinweisschild in Hägelberg. Foto: Stephanie Senn

Steinen-Hägelberg (sn). Hägelberg ist bekannt für seine idyllische Landschaft und den Panoramablick auf die Alpen – dieser Blick wird in letzter Zeit leider zunehmend von unangenehmen Aussichten und Gerüchen getrübt. Denn zahlreiche Hunde machen ihre Häufchen in Vorgärten und Wiesen. Zum Schluss der öffentlichen Sitzung wollte Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler den Besuchern einige Bilder von den „Minenfeldern“ in den Hägelberger Vorgärten und Wiesen präsentieren. Allerdings machte ihr die Technik einen Strich durch die Rechnung, aber wahrscheinlich wäre es auch kein besonders appetitlicher Anblick geworden. Dafür wies Gabriele Kaiser-Bühler die Hundehalter darauf hin, dass an den aufgestellten Robby-Dogs jederzeit Tütchen gezogen oder im Rathaus abgeholt werden können.

Übrigens: Es werden auch in Hägelberg noch Paten für die Leerung von Robby-Dogs gesucht.

 
 

Metzgete kommt an

Markgräfler Tagblatt, 20.10.2014 23:00 Uhr
Von überall her  strömten die Gäste  zur Metzgete nach  Hägelberg; auch Bürgermeister Rainer König war mit dabei Foto: Georg Diehl Foto: Markgräfler Tagblatt
Von überall her strömten die Gäste zur Metzgete nach Hägelberg; auch Bürgermeister Rainer König war mit dabei Foto: Georg Diehl
Steinen-Hägelberg (gd). Schöner hätte der „Goldene Oktobertag“ für den Turnverein und die Freiwillige Feuerwehr in Hägelberg als Ausrichter der „Metzgete“ nicht sein können als am vergangenen Sonntag. Wanderer, Radfahrer und Autofahrer nutzten die Gelegenheit, bei schönstem Herbstwetter und bei etwas Alpensicht das reichhaltige Angebot der beiden Vereine anzunehmen. Die Mehrzahl der Besucher nahm im Freien Platz, wo man die Portionen an „Metzgete“, „Schwiinsprägel“, „Bluet- und Leberwurscht“, „Chesselifleisch“, „Brotwurscht“ oder „Wienerli“ mit einer schönen Auswahl an kalten Getränken genießen konnte. Natürlich gab es auch „Ä Vierteli Neue“ und zum Abschluss „Kaffi“ und „Chueche“. Und zum Schluss wurde zur Verdauung „Ä Schnäpsli“ angeboten. Auch Bürgermeister Rainer König ließ es sich nicht nehmen, diesen schönen goldenen Herbsttag in Hägelberg zu genießen.
 
 
 

Vorzeigedorf im Landkreis

Markgräfler Tagblatt, 20.10.2014 23:02 Uhr
Besuch aus dem Landratsamt erhielt die Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
Besuch aus dem Landratsamt erhielt die Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. „Für uns hat das Bioenergiedorf Hägelberg ein Alleinstellungsmerkmal, da sonst an keiner Stelle im Landkreis die Versorgung im Bestand so umfassend umgestellt wurde“. So beantwortet Ulrich Hoehler, Dezernent des Dezernats IV (Bereiche Umwelt, Baurecht, Waldwirtschaft und Landwirtschaft) des Landratsamts Lörrach die Frage, was seine Mitarbeiter und ihn Anfang Oktober „auf den Berg“ führte. Im Rahmen eines Jahresausflugs war man mit rund 80 Personen in Hägelberg in der Heizzentrale der „Energie aus Bürgerhand Hägelberg eG“ und bei der Biogasanlage der Glaser GbR zu Gast.

Jürgen Rösch, der Aufsichtsratsvorsitzende der EABH, konnte stolz verkünden, dass die „Hauptader“ des Wärmenetzes kürzlich komplettiert werden konnte – rund acht Kilometer Nahwärmeleitungen und Glasfaserkabel ziehen sich nun durch das Dorf. In einem informativen und abwechslungsreichen Vortrag konnten sich die Besucher ein Bild von dem Projekt machen, das sich durch ein professionelles Projektmanagement und ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement auszeichnet.

Dass Hägelberg ein „Vorzeigeprojekt“ ist, ist im Landratsamt kein Geheimnis. „Wir arbeiten gemeinsam daran, Energie einzusparen, die Effizienz zu steigern und den verbleibenden Energiebedarf im Landkreis möglichst durch erneuerbare Energien abzudecken,“ so Hoehler.

Besonders interessiert waren die Besucher am laufenden Betrieb der Anlagen – sonst haben die Mitarbeiter des Landratsamts hauptsächlich mit Planungs– und Genehmigungsverfahren zu tun. Der Bezug von Hackschnitzeln und deren Verwertung war speziell für die Forstexperten ein „heißes“ Thema.

u Weitere Informationen gibt es unter www.eabh.de.

 
 
 
 
Fr, 17. Oktober 2014

Nahwärme ist unter der Erde

Anlage in Hägelberg fertig.

Alle Leitungen des Nahwärmenetzes sind nun verlegt. Foto: zvg

STEINEN-HÄGELBERG (BZ). Ganz still und leise wurde am Mittwoch, 24. September, der letzte Bauabschnitt des Hägelberger Nahwärmenetzes komplettiert und in Betrieb genommen. Das teilt Stephanie Senn von der Genossenschaft Energie aus Bürgerhand in Hägelberg mit. Nach knapp dreieinhalb Jahren Bauzeit seien alle Heizungsrohre sowie die Glasfaserkabel unter allen Straßen im Ortsteil verlegt worden. Die letzten Bau- und Aufräumarbeiten werden in den nächsten Wochen beendet sein, teilt Stephanie Senn mit. Weitere Informationen der Genossenschaft gibt es im Internet unter https://www.eabh.de

 
 
 

Neue Gruppe im„Berghüsli“

Markgräfler Tagblatt, 15.10.2014 23:03 Uhr
Viele Helfer packten mit an, um im „Berghüsli“ einen neue Kindergartengruppe einzurichten. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
Viele Helfer packten mit an, um im „Berghüsli“ einen neue Kindergartengruppe einzurichten. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. Nach einigen Wochen des Entrümpelns, Streichens und Umräumens strahlt das ehemalige Büro des Kindergartens „Berghüsli“ in Hägelberg im neuen Glanz - hier wurde nämlich die neue, zusätzliche Gruppe des Kindergartens untergebracht. In den liebevoll und freundlich gestalteten Räumlichkeiten finden nun sieben Zwei- und Dreijährige extra für sie angepasste Spielsachen und Beschäftigungsangebote, heißt es in einer Pressemitteilung des Kindergartens.

Da die Umbauarbeiten hauptsächlich während des laufenden Betriebs stattfanden, ging es zeitweise etwas turbulent zu. Ohne die Unterstützung verschiedener Helfer sei es nicht möglich gewesen, dem Wunsch der Eltern nach einer Erhöhung der Kindergartenplätze so rasch nachzukommen, sagte Kindergartenleiterin Corinne Biggs. Einen besonderen Dank sprach sie dem Elternbeirat, Stefanie Hofer von der Gemeindeverwaltung und Hubert Philip-Bauer vom Bauamt für die Renovierungsmaßnahmen, dem Gemeindeschreiner Kropf und Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler aus. Aber auch das Kindergartenteam hat maßgeblich zum nahezu reibungslosen Ablauf beigetragen. In den nächsten Wochen werden weitere Zweijährige aufgenommen werden.

 

 
 
 
Sa, 11. Oktober 2014

Würdige Felder des Gedenkens liegen im Trend

Gärtnerbetreute Grabfelder sollen auf Steinens Friedhöfen verstärkt entstehen / Angebot geht aber nicht in allen Teilorten.

2010 wurde das erste gärtnerbetreute Grabfeld auf dem Steinener Friedhof eingeweiht. Jetzt wird das Angebot ausgeweitet. Foto: Bergmann

STEINEN. Ein neues Friedhofskonzept war Thema der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag. Im Mittelpunkt stand dabei der Ausbau von sogenannten gärtnerbetreuten Grabfeldern in Kooperation mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Doch während auf dem Steinener Friedhof ein zweites dieser Felder kommt, ist klar, dass ein solches Angebot für die kleinen Friedhöfe in den Teilorten nicht immer machbar sein wird.

Im Oktober 2010 war das erste gärtnerbetreute Gräberfeld auf dem Steinener Friedhof eingeweiht worden. Die Gemeinde wie auch die Badische Friedhofsgärtnergenossenschaft hatte damals auf die sich verändernde Bestattungskultur reagiert. Immer weniger Menschen sind bereit, sich für die Pflege ihrer Gräber während der Nutzungsdauer (zumeist 25 Jahre) in langfristigen Verträgen mit Friedhofsgärtnereien finanziell zu engagieren. Und immer mehr Menschen lassen sich und ihre Verwandten anonym bestatten. Die Grabstätten werden so gut es geht selbst gepflegt. Oft aber sehen am Ende viele Gräber verwildert aus. Und manche wohldurchdachte Entscheidung für eine anonyme Bestattung hat sich im Nachhinein für die Hinterbliebenen als problematisch erwiesen, da diese einen Ort zum Trauern vermissen.

Mit dem gärtnerbetreuten Gräberfeld haben Friedhofsgärtnergenossenschaften in vielen Bundesländern ein Alternativ-Angebot geschaffen. In diesen von einem Fachbetrieb erstellten und später auch gepflegten Feld können zahlreiche Urnen- und Erdbestattungen untergebracht werden. Den geringeren Pflegeaufwand geben die Friedhofsgärtner bei den Pflegeverträgen in Form günstigerer Preise an den Grabkunden weiter. In Steinen ist das Konzept offenbar aufgegangen. Vier Jahre nach der Eröffnung des ersten Grabfeldes sind dort die Bestattungskapazitäten bereits erschöpft. Im Bauausschuss stellte Genossenschaftsvertreter Thorsten Baege deshalb am Dienstag die Pläne für ein weiteres gärtnerbetreutes Grabfeld unterhalb des aktuellen Feldes vor. Baege freute sich darüber, dass das erste Steinener Gräberfeld "sehr gut angenommen" werde. Im neuen Feld plane man, den Anteil der möglichen Erdbestattungen deutlich zu erhöhen. Im Grabfeld 2 sollen bis zu 20 Erdgräber möglich sein. Zusätzlich sei das Feld auf eine Kapazität von ungefähr 85 Urnen ausgerichtet. Weitere 20 Urnen könnten – mit einer gemeinsamen Namenstafel – unter Bäumen eingegraben werden, so Baege. Außerdem denke man über die Einrichtung eines Kindergrabfeldes nach. "Das wird ein würdevoller Ort", versprach der Genossenschaftsvertreter. Ein weiteres gärtnerbetreutes Gräberfeld soll auf dem Höllsteiner Friedhof entstehen (wir berichteten).

Schwieriger dürfte die Einrichtung solcher Gräberfelder auf den Friedhöfen der Teilorte werden, machte Thorsten Baege im Ausschuss deutlich. Das Problem: Um ein Grabfeld wirtschaftlich betreuen zu können, wird eine gewisse Zahl von Bestattungen – mindestens zwei pro Jahr – benötigt. Nach den bislang vorliegenden Bestattungszahlen könne man aber lediglich in Höllstein und in Hägelberg erwarten, dass sich genügend Menschen für die Bestattungsform "gärtnerbetreutes Gräberfeld" interessieren werden. Baege erklärte, dass in den Teilorten wohl nur das Angebot von Urnenbestattungen in einem Grabfeld Sinn machen dürfte.

Für Hüsingen erklärte Ortsvorsteher Holger Sutter, dass das Angebot der Badischen Friedhofsgärtnergenossenschaft sicher auf Resonanz stoßen werde. Auch aus Hägelberg meldete Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler, dass die Bevölkerung an einem gärtnerbetreuten Grabfeld "sehr interessiert" sei.

 
 

„Großartiges für Hägelberg geleistet“

Markgräfler Tagblatt, 05.10.2014 23:00 Uhr
Stehenden Applaus gab es zum Abschied von Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Georg Koger. Fotos: Anja Bertsch Foto: Markgräfler Tagblatt
Stehenden Applaus gab es zum Abschied von Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Georg Koger. Fotos: Anja BertschFoto: Markgräfler Tagblatt

Steinen-Hägelberg (jab). Dankeswort um Dankeswort, herzliche Umarmungen, zahllose Geschenke, und am Ende Standing Ovations der gesamten Gästeschar: Es war ein Abschied nach Maß, den die Weggefährten aus dem Dorf, aus dem Vereinsleben und der Politik dem nach 22 Jahren aus dem Amt scheidenden Hägelberger Ortsvorsteher Hans-Georg Koger am Donnerstag in der aus allen Nähten platzenden Waldschänke „Zur schönen Aussicht“ bereiteten.

.Sie würdigten damit dessen „großartige Leistung für Hägelberg“, die Bürgermeister Rainer König hervorhob. Ebenso jedoch drückten sie ihre Wertschätzung aus für einen „in seiner feinen Art einzigartigen Menschen“, wie es der Hüsinger Ortsvorsteherkollege Holger Sutter formulierte.

„Heute geht eine Ära zu Ende“, sagte Bürgermeister Rainer König in seiner Ansprache. König dankte Koger für die „sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und hob das „gewissenhafte, verantwortungsbewusste und uneigennützige Wirken“ des scheidenden Ortsvorstehers hervor, der seine „verantwortungsvolle Tätigkeit stets mit Herzblut“ ausgeübt habe: „Du kannst mit Stolz auf die Entwicklung Hägelbergs während deiner Amtszeit blicken und einen wirklich gut bestellten Acker übergeben.“

In einer kurzweiligen Präsentation führte Dieter Trinler als Moderator des Abends den Gästen die Meilensteine aus Kogers Amtszeit vor Augen. Zahlreiche Bilder, Zeitungsausschnitte und humorige Kommentare machten deutlich: Koger hat nicht nur „seinen Acker stets bestens bestellt“, wie der Bürgermeister gelobt hatte – er hat auch zahlreiche Baustellen buchstäblich eigenhändig beackert: Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, den Anbau des Jugendraumes, die Umgestaltung des Brunnenplatzes, Parkplatz und Vorplatz an der Waldschänke. Im Dorf gab’s in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche Bauprojekte, wie die Bilderschau zeigte – Hans-Georg Koger dabei oft zuvorderst am Arbeitsgerät. Als wichtige Initiative hoben Trinler und König das Genossenschaftsprojekt „Energie aus Bürgerhand“ hervor, mit dem Hägelberg als Bioenergiedorf die Vorreiterrolle im Landkreis innehat. Weitere Stichworte waren unter anderem der Bebauungsplan Ziegelacker, die Wasserversorgung „In den Bergen“, die Neufassung zahlreicher Quellen im Wald, die Wiederbelebung der Holzversteigerung und die würdevolle Gestaltung des Volkstrauertages. Nicht zuletzt natürlich der Einsatz für ein Dorfgemeinschaftshaus, der den Ortsvorsteher die gesamte Amtszeit hindurch begleitete und rechtzeitig zu seinem Amtsende einen guten Abschluss fand: In der letzten Gemeinderatssitzung votierte das Gremium in einem „historischen Beschluss“ (König) einstimmig für das Projekt: „Das war ein wirklich schönes Abschiedsgeschenk“, so Koger.

Ein ganzes Glückwunschbündel hatte Frank Passenheim im Gepäck, als er Hans-Georg Koger im Namen aller Vereine im Dorf und im Namen der Ortschaftsräte ein herzliches Dankeschön überbrachte: „Du hattest immer ein offenes Ohr für unsere Belange und hast uns tatkräftig unterstützt.“ Jürgen Rösch und Stephanie Senn von der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“ verwiesen auf die immense Bedeutung, die der scheidende Ortsvorsteher für das Projekt hatte: Von Anfang habe Koger dem Projekt wichtige inhaltliche Impulse gegeben, und dem ganzen gleichzeitig auf zwischenmenschlicher Ebene seinen Stempel in Richtung eines „sorgsamen und respektvollen Umgang“ aufgedrückt.“ „Ohne dich gäbe es kein Bioenergiedorf“, so Rösch und Senn.

Namens der Steinener Ortsvorsteher ergriff Holger Sutter (Hüsingen) das Abschiedswort. In einer sehr persönlichen Ansprache hob er die feine Persönlichkeit Kogers hervor: „Du hast das gute zwischenmenschliche Verhältnis unter uns Ortsvorstehern entscheidend geprägt.“ Koger habe die Ziele Hägelbergs nie zu Lasten der anderen Ortsteile verfochten. Sutter vergaß auch nicht, Kogers Partnerin Anna Vintan und seine Familie in den Dank einzuschließen.

Schließlich war es am Ehrengast selbst, das Wort zu ergreifen.„Ich bin wirklich überwältigt und sehr gerührt“, bekannte ein bewegter Hans-Georg Koger, bevor er eine kleine Bilanz einer Amtszeit zog, von der er anfangs „im Leben nicht gedacht hätte, dass da mal 22 Jahre draus werden.“ Natürlich sei es beim Blick zurück schön, wenn da so einige verwirklichte Projekte stünden, so Koger weiter. „Wirklich schön aber waren die Begegnungen mit den Leuten. Ich habe unglaublich viele Menschen kennen und schätzen gelernt.“ Und so reihte sich im Folgenden Name an Name, und zu einzelnen gab es eine kleine Geschichte, eine persönliche Bemerkung, eine Erinnerungen und natürlich ein dickes Dankeschön. „Es war eine schöne Zeit, und persönlich wertvoll“, schloss Hans-Georg Koger.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der Fanfarenzug Hägelberg, die „Pepperhouse Stompers“, und nicht zuletzt schmetterte die versammelte Festgemeinschaft selbst ein auf den scheidenden Ortsvorsteher umgedichtetes Badnerlied.

 
 

Den Mut haben, neue Wege einzuschlagen

Markgräfler Tagblatt, 05.10.2014 23:00 Uhr
Bürgermeister Rainer König verpflichtete Hägelbergs neue Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler. Foto: Anja Bertsch Foto: Markgräfler Tagblatt
Bürgermeister Rainer König verpflichtete Hägelbergs neue Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler. Foto: Anja Bertsch

Steinen-Hägelberg (jab). Die Verabschiedung von Ortsvorsteher Hans-Georg Koger bot den passenden Anlass, um dessen Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler auf ihr Amt zu verpflichten. Hatten sich die zahlreichen Gäste kurz zuvor bereits zu Standing Ovations erhoben, um dem ehemaligen Ortsvorsteher ihre Wertschätzung zu zeigen, so hieß es nun auf Aufforderung von Bürgermeister Rainer König nochmals aufstehen, um den würdigen Rahmen für den feierlichen Akt der Vereidigung zu schaffen. Zu den ersten Gratulanten nach Bürgermeister König gehörte die Riege der Hägelberger Ortschaftsräte und der scheidende Ortsvorsteher, der seiner Nachfolgerin die besten Wünsche mit auf den Weg gab. In ihrer Antrittsrede erklärte Kaiser-Bühler, das Orstvorsteheramt „nicht nur als Beruf, sondern als Berufung“ ausfüllen zu wollen: „Ich möchte durch meine Person und durch meine Arbeit alle Hägelberger von mir überzeugen“ erklärte Kaiser-Bühler. Durch eigene Impulse ebenso wie durch aktives Zuhören und konstruktive Diskussionen wolle sie den Weg Hägelbergs positiv mitgestalten. Große Betonung legte Kaiser-Bühler auf die Teamarbeit: „Erfolg bedeutet immer das gute Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Personen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und einen gemeinsamen Weg gehen.“ Ihre eigene Rolle als Ortvorsteherin definierte sie dabei als Moderatorin und Koordinatorin, als Ideengeberin, Gestalterin und Motivatorin - „und als diejenige, die den Mut hat, auch mal einen neuen Weg einzuschlagen.“

Die neue Ortsvorsteherin lud die Bürger ein, an der weiteren Entwicklung Hägelbergs mitzuwirken und ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. „Für Hägelberg können wir vieles schaffen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten“, schloss Gabriele Kaiser-Bühler.

 
 
Mo, 06. Oktober 2014

Erfolg nur durch Zusammenspiel

Neue Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler vereidigt.

In der Pflicht: Steinens Bürgermeister Rainer König vereidigt Hägelbergs neue Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler. Foto: Anja Bertsch

STEINEN-HÄGERLBERG (jabe). Die Verabschiedung von Ortsvorsteher Hans-Georg Koger bot den passenden Anlass, um dessen Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler auf ihre Amt zu verpflichten. Hatten sich die zahlreichen Gäste kurz zuvor bereits zu Standing Ovations erhoben, um dem ehemaligen Ortsvorsteher ihre Wertschätzung zu zeigen, so hieß es nun auf Aufforderung von Bürgermeister Rainer König nochmals aufstehen, um den würdigen Rahmen für den feierlichen Akt der Vereidigung zu schaffen.

Zu den ersten Gratulanten nach Bürgermeister König gehörte die Riege der Hägelberger Ortschaftsräte und der scheidende Ortsvorsteher, der seiner Nachfolgerin die besten Wünsche mit auf den Weg gab. In ihrer Antrittsrede erklärte Kaiser-Bühler, das Ortsvorsteheramt "nicht nur als Beruf, sondern als Berufung" ausfüllen zu wollen: "Ich möchte durch meine Person und durch meine Arbeit alle Hägelberger von mir überzeugen" erklärte Kaiser-Bühler. Durch eigene Impulse ebenso wie durch aktives Zuhören und konstruktive Diskussionen wolle sie den Weg Hägelbergs positiv mitgestalten. Große Betonung legte Kaiser-Bühler auf die Teamarbeit: "Erfolg bedeutet immer das gute Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Personen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und einen gemeinsamen Weg gehen."

"Mut auch mal einen neuen Weg einzuschlagen"


Ihre eigene Rolle als Ortsvorsteherin definierte sie dabei als Moderatorin und Koordinatorin, als Ideengeberin, Gestalterin und Motivatorin - "und als diejenige, die den Mut hat, auch mal einen neuen Weg einzuschlagen."

Die neue Ortsvorsteherin lud die Bürger ein, an der weiteren Entwicklung Hägelbergs mitzuwirken und ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. "Für Hägelberg können wir vieles schaffen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten", schloss Gabriele Kaiser-Bühler.

 
 
So, 05. Oktober 2014 16:58 Uhr

Den Dorfacker stets bestens bestellt

Einen Abschied nach Maß bereiteten die Hägelberger dem nach 22 Jahren aus dem Amt scheidenden Ortsvorsteher Hans-Georg Koger am Donnerstag in der Waldschänke.

Gute Bilanz nach 22 Jahren: Hans-Georg Koger bei seiner AbschiedsredeFoto: Anja Bertsch

STEINEN-HÄGELBERG. Dankeswort um Dankeswort, herzliche Umarmungen, zahllose Geschenke, und am Ende Standing Ovations der gesamten, großen Gästeschar: Es war ein Abschied nach Maß, den die Weggefährten aus dem Dorf, aus dem Vereinsleben und der Politik dem nach 22 Jahren aus dem Amt scheidenden Hägelberger Ortsvorsteher Hans-Georg Koger am Donnerstag in der aus allen Nähten platzenden Waldschänke "Zur schönen Aussicht" bereiteten.

Sie würdigten damit Kogers "großartige Leistung für Hägelberg", die Bürgermeister Rainer König hervorhob. Ebenso jedoch drückten sie ihre Wertschätzung aus für einen "in seiner feinen Art einzigartigen Menschen", wie es der Hüsinger Ortsvorsteherkollege Holger Sutter formulierte.

"Heute geht eine Ära zu Ende", sagte Bürgermeister Rainer König in seiner Ansprache. König dankte Koger für die "sehr gut und vertrauensvolle Zusammenarbeit" und hob das "gewissenhafte, verantwortungsbewusste und uneigennützige Wirken" des scheidenden Ortsvorstehers hervor, der seine "verantwortungsvolle Tätigkeit stets mit Herzblut" ausgeübt habe: "Du kannst mit Stolz auf die Entwicklung Hägelbergs während deiner Amtszeit blicken."

n einer kurzweiligen Präsentation führte Dieter Trinler den Gästen die Meilensteine aus Hans-Georg Kogers Amtszeit vor Augen. Zahlreiche Bilder, Zeitungsausschnitte und humorige Kommentare machten deutlich: Koger hat nicht nur "seinen Acker stets bestens bestellt", wie der Bürgermeister gelobt hatte – er hat auch zahlreiche Baustellen buchstäblich eigenhändig beackert: Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, der Anbau des Jugendraumes, die Umgestaltung des Brunnenplatzes, Parkplatz und Vorplatz an der Waldschänke.... Im Dorf gab's in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche Bauprojekte, wie die Bilderschau zeigte – Hans-Georg Koger dabei oft zuvorderst am Arbeitsgerät. Als wichtige Initiative hob Trinler das Genossenschaftsprojekt "Energie aus Bürgerhand" hervor, mit dem Hägelberg als Bioenergiedorf die Vorreiterrolle im Landkreis innehat.

Weitere Stichworte waren unter anderem der Bebauungsplan Ziegelacker, die Wasserversorgung "In den Bergen",die Wiederbelebung der Holzversteigerung und die würdevolle Gestaltung des Volkstrauertages. Nicht zuletzt natürlich der Einsatz für ein Dorfgemeinschaftshaus, der den Ortsvorsteher die gesamte Amtszeit hindurch begleitete und rechtzeitig zu seinem Amtsende einen guten Abschluss fand: In der letzten Gemeinderatssitzung votierte das Gremium einstimmig für das Projekt: "Das war ein wirklich schönes Abschiedsgeschenk", so Koger.

Ein ganzes Glückwunschbündel hatte Frank Passenheim im Gepäck, als er Hans-Georg Koger im Namen aller Vereine im Dorf und im Namen der Ortschaftsräte ein herzliches Dankeschön überbrachte: "Du hattest immer ein offenes Ohr für unsere Belange und hast uns tatkräftig unterstützt." Jürgen Rösch und Stephanie Senn von der Genossenschaft "Energie aus Bürgerhand" verwiesen auf die immense Bedeutung, die der scheidende Ortsvorsteher für das Projekt hatte: "Ohne dich gäbe es kein Bioenergiedorf", so Rösch und Senn.

Namens der Ortsvorsteher in den Teilorten ergriff Holger Sutter (Hüsingen) das Abschiedswort. In einer sehr persönlichen Ansprache hob er die Persönlichkeit Kogers hervor: "Du hast das gute zwischenmenschliche Verhältnis unter uns Ortsvorstehern entscheidend geprägt." Hans-Georg Koger habe die Ziele Hägelbergs nie zu Lasten der anderen Ortsteile verfochten. Holger Sutter vergaß auch nicht, Kogers Partnerin Anna Vintan und seine Familie in den Dank einzuschließen.

Schließlich war es am Ehrengast selbst, das Wort zu ergreifen ."Ich bin überwältigt und sehr gerührt", bekannte ein bewegter Hans-Georg Koger, bevor er eine kleine Bilanz einer Amtszeit zog, von der er anfangs "im Leben nicht gedacht hätte, dass da mal 22 Jahre draus werden." Natürlich sei es beim Blick zurück schön, wenn da so einige verwirklichte Projekte stünden, so Koger weiter. "Wirklich schön aber waren die Begegnungen mit den Leuten. Ich habe unglaublich viele Menschen kennen und schätzen gelernt." Und so reihte sich im Folgenden Name an Name, und zu jedem gab es eine persönliche Bemerkung, Erinnerungen und natürlich ein dickes Dankeschön. "Es war eine schöne Zeit, und persönlich wertvoll", schloss Hans-Georg Koger.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der Fanfarenzug Hägelberg, die Pepperhouse Stompers, und nicht zuletzt schmetterte die versammelte Festgemeinschaft selbst ein auf den scheidenden Ortsvorsteher umgedichtetes Badnerlied.

 
 

„Es war schön, mitgestalten zu können“

Markgräfler Tagblatt, 01.10.2014 23:02 Uhr
Letzte Sprechstunde: Am Montagvormittag hielt Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Goerg Koger seine letzte Sprechstunde ab. Unser Bild zeigt Koger mit seiner Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler (links) und Sekretärin Petra Otto.  Fotos: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt
Letzte Sprechstunde: Am Montagvormittag hielt Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Goerg Koger seine letzte Sprechstunde ab. Unser Bild zeigt Koger mit seiner Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler (links) und Sekretärin Petra Otto. Fotos: Harald PflügerFoto: Markgräfler Tagblatt

Von Harald Pflüger

Steinen-Hägelberg. Mehr als 30 Jahre lang hat Hans-Georg Koger das kommunalpolitische Geschehen Hägelbergs mitgeprägt, davon 22 Jahre lang als Ortsvorsteher. Am Donnerstagabend wird Koger in einer Feierstunde in der Waldschenke verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Gabriele Kaiser-Bühler an. Mit Hans-Georg Koger hat unser Redakteur Harald Pflüger im Vorfeld der Verabschiedung gesprochen.

Letzte Sprechstunde: Am Montagvormittag hielt Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Goerg Koger seine letzte Sprechstunde ab. Unser Bild zeigt Koger mit seiner Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler (links) und Sekretärin Petra Otto.  
Fotos: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Die Kommunalwahlen im Mai zogen auch Veränderungen an der Spitze der Ortsverwaltungen mit sich. Einzig in Hüsingen geht Holger Sutter in seine zweite Amtszeit und ist somit dienstältester Ortsvorsteher Steinen. In Endenburg löst Daniela Trefzer Benjamin Leonhardt ab, in Schlächtenhaus Heinrich Stiefvater Werner Roßkopf, in Weitenau Freya Bachmann Horst Roser und in Hägelberg Gabriele Kaiser-Bühler Hans-Goerg Koger.

Herr Koger, seit 1. Oktober liegt die Verantwortung für den Ortsteil Hägelberg in den Händen Ihrer Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler. Wie fühlen Sie sich als Kommunalpolitiker im Ruhestand?

Einerseits erleichtert, wenn man so lange wie ich im Amt war. Andererseits war es für mich 22 Jahre lang selbstverständlich, aufs Rathaus zu gehen. Das Rathaus war sozusagen mein zweites Zuhause. So gesehen ist der Abschied aus der Kommunalpolitik schon ein Einschnitt. Im Großen und Ganzen ist es aber gut, dass nach so vielen Jahren jemand anders die Verantwortung übernimmt und ich mich anderen Dingen widmen kann. Die Euphorie der Anfangszeit ist verflogen und der Realität gewichen.

Liege ich falsch in der Annahme, dass Sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von der Kommunalpolitik nehmen?

So ist es natürlich.

Was überwiegt? Die Freude, mehr Zeit für sich zu haben, oder das Bedauern darüber, nicht mehr mitgestalten zu können?

Es ist schon so, dass ich künftig mehr Zeit für mich und meine eigenen Interessen habe. Man war als Kommunalpolitiker in gewisser Hinsicht doch fremdbestimmt. Manche Dinge sind einem leicht von der Hand gegangen, weniger angenehme Dinge sind mir da schon schwerer gefallen. Insofern ist es schön, wirklich Zeit für mich zu haben.

Aber Sie werden  Ihrer Nachfolgerin mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn dies gewünscht wird?

Es ist so, dass ich mit meiner Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler seit ein paar Wochen zusammenarbeite und sie während der Sprechstunden anwesend war, um sich zu informieren. Seit ihrer Wahl zur Ortsvorsteherin durch den Gemeinderat in der vergangenen Woche wurde diese Zusammenarbeit intensiviert. Selbstverständlich stehe ich für Fragen weiterhin zur Verfügung, wenn dies gewünscht wird. Ich werde mich in das kommunalpolitische Geschehen allerdings nicht einmischen

Wenn Sie zurückblicken, worüber haben Sie sich am meisten gefreut?

Es war schön, etwas bewirken und mitgestalten zu können. Gerne erinnere ich mich auch an die Besuche bei Altersjubilaren und die Gespräche, die sich dabei entwickelt haben. Die Herzlichkeit, die mir bei diesen Besuchen entgegengebracht wurde, hat mich sehr gefreut. Dabei habe ich oft gehört, wie wohl sich Neubürger, darunter viele aus Norddeutschland, „In den Bergen“ fühlen. Sie fühlten sich glücklich, hier wohnen zu können.

Und was hat Sie besonders geärgert?

Weniger schön waren die Anfeindungen. Ich kann Kritik vertragen, wenn sie sachlich und nicht persönlich ist. Belastend waren auch Nachbarschaftsstreitigkeiten, bei denen ich zu vermitteln versuchte und am Ende doch machtlos war. Es ist schade, wenn man im Ort nicht in Frieden leben kann. Gut fand ich, wenn man sich nach sachlichen Auseinandersetzungen hinterher wieder zusammensetzen konnte.

Sie waren immer auch Ausgleich bemüht...

...klar.

Welches Projekt hätten Sie als Ortsvorsteher gerne noch abgeschlossen?

Bald nach Beginn meiner Amtszeit kam im Ortschaftsrat das Hallenprojekt zur Sprache; damals war in Schlächtenhaus die Steinenberghalle errichtet worden. Wie üblich haben sich damals die anderen Ortsteile zurückgehalten, wenn ein Großprojekt anstand. Danach haben wir unseren Wunsch nach einer neuen Halle vorgebracht und einen Förderverein gegründet. Gerne hätte ich das Projekt Dorfgemeinschaftshaus zum Abschluss gebracht. Aber es freut mich ungemein, dass der Gemeinderat vergangene Woche die überarbeitete Planung für das Dorfgemeinschaftshaus genehmigt hat.

Es gibt noch ein paar kleinere Sachen, die ich gerne erledigt hätte, die man aber nicht übers Knie brechen sollte, wie etwa die Panoramatafel an der „Schönen Aussicht“. Da fehlt uns noch eine gute Fotografie als Vorlage. Meine Nachfolgerin Gabriele Kaiser-Bühler wird dieses Projekt nun weiterverfolgen. Sie war es auch, die diese Panoramatafel angeregt hatte.

Dafür konnte aber der Orteingang aufgewertet werden.

Auf die Stelen sind wir im Naturparkprogamm gestoßen. Normalerweise stehen solche Stelen am Ortsein- und am Ortsausgang. Weil wir nur einen Ortseingang- und ausgang haben, habe ich die Idee gehabt, aus zwei Stelen ein Ensemble zu machen, auf denen Vereine und Ortschaftsrat auf Veranstaltungen hinweisen können. Was noch fehlt, ist eine schöne Bepflanzung. Ich denke, dass die durch die Gemeindegärtnerei im Herbst oder Frühjahr erfolgen wird.

Zu den langwierigen Projekten gehört sicher auch die Wasserversorgung.

Die brannte schon meinem Vorgänger Ernst Lang auf den Nägeln und sie hat während meiner ganzen 22-jährigen Amtszeit wie ein Damoklesschwert über dem Wohngebiet geschwebt, weil für einen Teilbereich „In den Bergen“ als Provisorium eine über 100 Jahre alte Quellzuleitung verwendet wurde. Die Folge war, dass Schäden nur sehr schwer zu reparieren waren. Zum Teil waren sie überbaut, zum Teil lagen sie so tief, dass man nicht mehr rankam. Kurioserweise war es in meinem letzten Amtsjahr möglich, das Problem durch das Verlegen einer neuen Wasserleitung „In den Bergen“ zu lösen.

Und dann gab es noch die umstrittene Friedhofserweiterung.

Begonnen wurde in meiner Amtszeit auch mit der Friedhofserweiterung. Damals war strittig, in welcher Richtung erweitert werden soll. Die vom Ortschaftsrat gewünschte Ost-Erweiterung wurde allerdings abgelehnt. Dieser Streit war für meinen Vorgänger Ernst Lang einer der Gründe, als Ortsvorsteher aufzuhören. In meine Amtszeit fiel aber auch die Rathaussanierung und der Feuerwehranbau ans Rathaus, mit dem wir auch dessen Bestand gesichert haben.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Ortschaftsratssitzung, die Sie als Nachfolger von Ernst Lang geleitet haben? Wie haben Sie sich gefühlt?

So genau erinnere ich mich gar nicht an die erste Sitzung. Ich war sicher aufgeregt, weil ich in große Fußstapfen getreten bin. Ernst Lang war eine Persönlichkeit im Amt. Aber es war schon spannend.

Meinen Sie, dass Sie die Kommunalpolitik vermissen werden?

Ich werde das kommunalpolitische Geschehen aufmerksam verfolgen, ich werde mich aber nicht über Sachen aufregen, wenn ich sie anders sehe. Für mich ist jetzt einfach der Zeitpunkt zum Aufhören gekommen.

Wird man Sie, wie Ihren Vorgänger Ernst Lang, ab und zu im Ortschaftsrat sehen?

Denkbar ist, dass ich im Zusammenhang mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses die eine oder andere Sitzung besuchen werde, ohne mich aber groß einzumischen. Überdies werde ich Ende Oktober aus Hägelberg wegziehen und wieder nach Ötlingen ziehen. So bekomme ich auch etwas Abstand.

Wie werden Sie die gewonnene Freizeit nun nutzen?

Ich bin ja noch kein Rentner. Ich habe in Ötlingen ja noch den Weinbau. Wenn ich doch Freizeit habe, möchte ich sie für schöne Bergwanderungen nutzen und dazu, ab und zu ans Meer zu fahren. Das sind Dinge, die mir wichtig sind.

u Die feierliche Verabschiedung von Hans-Georg Koger findet am heutigen Donnerstag, 2. Oktober, um 19 Uhr in der Waldschenke „Schöne Aussicht“ statt.

 
 
 

Grünes Licht für Hägelberger Halle

Markgräfler Tagblatt, 24.09.2014 23:01 Uhr
Dicht gedrängt, bis auf den Flur, saßen die Zuhörer vor allem aus Hägelberg bei der jüngsten Steinener Gemeinderatssitzung: Sie hofften auf Bewilligung „ihres“ Dorfgemeinschaftshauses und wurden nicht enttäuscht.  Foto: Anja Bertsch Foto: Markgräfler Tagblatt
Dicht gedrängt, bis auf den Flur, saßen die Zuhörer vor allem aus Hägelberg bei der jüngsten Steinener Gemeinderatssitzung: Sie hofften auf Bewilligung „ihres“ Dorfgemeinschaftshauses und wurden nicht enttäuscht. Foto: Anja Bertsch

Von Anja Bertsch

Steinen-Hägelberg. Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich die jüngste Sitzung des Steinener Gemeinderats: Der Sitzungssaal im Haus der Sicherheit platzte aus allen Nähten, die Zuschauer drängten sich auf eilends herangeschafften Bierbänken bis ins Foyer.

 

Die meisten Besucher waren gekommen, um die Entscheidung in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Hägelberg zu verfolgen, und sie gingen in guter Stimmung nach Hause: Geschlossen stimmte der Gemeinderat den vorgestellten Plänen zu und brachte damit den lang ersehnten Hallenbau auf den Weg.

Nachdem das Projekt bis hierhin eine zähe Geschichte war – die ersten Pläne gab es vor über 20 Jahren -, geht es nun ganz schnell: Der Spatenstich muss bis Ende November erfolgen, um die bewilligten Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR) abzugreifen. Die Halle wird insgesamt knapp 1,7 Millionen kosten.

Bevor es zur Entscheidung kam, hatten Sabine Braun und Ingo Herzog vom Lörracher Architekturbüro Herzog das geplante Dorfgemeinschaftshaus nochmals kurz vorgestellt. Gegenüber dem bisherigen Entwurf gibt es einige Änderungen, fällig waren diese aus Kostengründen. Die Fördermittel fallen niedriger aus als erhofft.

Den neuen Pläne zufolge wird die Halle auf die Mindestgröße von 24 mal 15 Meter gestutzt; sie ist damit in der Länge drei Meter kürzer als bisher geplant. Bislang war der Neubau als Kombination aus drei eingeschossigen Riegeln vorgesehen: Die Halle selbst im Zentrum, nördlich die Funktionsräume wie WC, Umkleide und Duschen, südlich davon die Geräteräume. Der „Geräteraumriegel“ werde nun quasi unter die Funktionsräume geschoben, so dass der Gebäuderiegel im Norden zweigeschossig wird und die Funktionsräume dabei im Oberstübchen landen. Sinn des ganzen: „Teure Dachfläche wird verringert“, erklärte Sabine Braun. „Und es macht die Aussicht frei“, brachte Bürgermeister König eine positive Nebenwirkung ins Spiel. Als dritte Sparmaßnahme schließlich wird auf die Komplettvergasung der Südfassade verzichtet – statt dessen gibt es große Fenster- und Türöffnungen. Kostenersparnis insgesamt: 80 000 Euro.

Für den Hallenneubau erhält die Gemeinde 385000 Euro ELR-Förderung. Einen immensen Beitrag bringen die Hägelberger selbst: Die Vereine haben insgesamt 143 000 Euro zugesagt. 134 000 Euro sollen als „unbare Eigenleistungen“, wie es in der Vorlage heißt, erbracht werden. Daneben gibt es Sachspenden für bislang 15 000 Euro, unter anderem von der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“. Für die Gemeinde bleiben damit Kosten von etwa 995 000 Euro - beileibe kein Pappenstiel, wie die Sprecher aller Fraktionen betonten. Tatsächlich habe man ja mit größeren Zuschüssen gerechnet, erklärten die Sprecher einmütig – die nun anstehenden Kosten bereiteten durchaus Magengrimmen.

Angesichts des großen Einsatzes der Hägelberger jedoch kam eine Ablehnung für niemanden in Frage: „Unter Würdigung der enormen Finanzmittel der Hägelberger Vereine sowie des großen bürgerschaftlichen Engagements“ hatte bereits der Bürgermeister die Freigabe der Pläne empfohlen, die Fraktionssprecher schlossen sich dem an: „Wir sehen, dass der ganze Ort hinter dem Projekt steht – die CDU hält es ebenso“, verkündete Marc Sutterer für seine Fraktion. Stephan Mohr (Gemeinschaft) zeigte sich „fasziniert, wie das Dorf proaktiv an die Sache herangeht“, Rudolf Steck (SPD) fand „großes Lob und Anerkennung für den gemeinschaftlichen Einsatz“ der Hägelberger. Das einstimmige Abstimmungsergebnis wurde vom Publikum mit Applaus quittiert. Besonders bewegt zeigte sich der scheidende Ortsvorsteher Hans-Georg Koger, der am Dienstag ein letztes Mal als Ortsvorsteher im Gremium saß: „Es war ein langer Weg von der Idee bis zur nun anstehenden Realisierung - das ist ein großartiges Abschiedsgeschenk.“

 
 

Frauen übernehmen Verantwortung

Markgräfler Tagblatt, 24.09.2014 23:02 Uhr
Ortsvorsteher mit Bürgermeister: Daniela Trefzer, Heinrich Stiefvater, Freya Bachmann, Holger Sutter, Gabriele Kaiser-Bühler, Rainer König (von links).  Foto: Anja Bertsch Foto: Markgräfler Tagblatt
Ortsvorsteher mit Bürgermeister: Daniela Trefzer, Heinrich Stiefvater, Freya Bachmann, Holger Sutter, Gabriele Kaiser-Bühler, Rainer König (von links). Foto: Anja Bertsch

Steinen (jab). Die Riege der Steinener Ortsvorsteher und ihrer Stellvertreter ist wieder in Amt und Würden: Nachdem die Ortschaftsräte ihre jeweiligen Dorfoberen im Laufe der letzten Wochen bereits gekürt hatten, war es nun am Gemeinderat der Gesamtgemeinde, die Kandidaten zu bestätigen.

Nicht alle Ortsvorsteher wurden ganz ohne Gegenstimme gewählt, durchweg jedoch mit großer Mehrheit. Eine Mehrheit gab es dabei übrigens auch für das weibliche Geschlecht: Drei der fünf Dorfoberen sind Frauen.

Das Wahlprozedere brachte gleich zu Beginn der Sitzung ordentlich Bewegung ins Ratsgremium: Fünf Ortsteile – das bedeutete fünf geheime Wahlgänge im zur „Wahlkabine“ umfunktionierten Foyer des Hauses der Sicherheit und jede Menge Stimmen zählen. Schließlich stand das Ergebnis fest, und Bürgermeister Rainer König konnte die Ernennungsurkunden überreichen.

Endenburg: Ortsvorsteherin: Daniela Trefzer; Stellvertreter: Benjamin Leonhardt und Benno Weißenberger.

Hägelberg: Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler; Stellvertreter: Gunther Braun und Dieter Trinler.

Hüsingen: Ortsvorsteher Holger Sutter; Stellvertreter Christian Ott.

Schlächtenhaus: Ortsvorsteher Heinrich Stiefvater; Stellvertreter Stefan Baumgartner.

Weitenau: Ortsvorsteherin Freya Bachmann; Stellvertreter Ulrike Mölbert und Ralf Fockers.

 
 
Do, 25. September 2014

Hallenbau Hägelberg ist beschlossen

Gemeinderat stimmt den Plänen eines Neubaus für 1,7 Millionen Euro zu / Spatenstich muss bis Ende November erfolgen.

Dicht gedrängt saßen die Zuhörer vor allem aus Hägelberg bei der jüngsten Steinener Gemeinderatssitzung: Sie hofften auf Bewilligung ihres Dorfgemeinschaftshauses und wurden nicht enttäuscht. Foto: Anja Bertsch

STEINEN. Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich die jüngste Sitzung des Steinener Gemeinderats: Der Sitzungssaal im Haus der Sicherheit platzte aus allen Nähten, die Zuschauer drängten sich auf eilends herangeschafften Bierbänken bis ins Foyer. Die allermeisten waren gekommen, um die Entscheidung in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Hägelberg zu verfolgen, und sie gingen in guter Stimmung nach Hause.

Geschlossen stimmte der Gemeinderat den vorgestellten Plänen zu und brachte damit den lang ersehnten Hallenbau auf den Weg. Nachdem das Projekt bis hierhin zähe Geschichte war – die ersten Pläne gab es vor über 20 Jahren – geht es nun ganz schnell: Der Spatenstich muss bis Ende November erfolgen, um die bewilligten Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) abzugreifen. Die Halle wird insgesamt knapp 1,7 Millionen Euro kosten.

Bevor es zur Entscheidung kam, hatten Sabine Braun und Ingo Herzog vom Lörracher Architekturbüro Herzog das geplante Dorfgemeinschaftshaus nochmals kurz vorgestellt. Gegenüber dem bisherigen Entwurf gibt es einige Änderungen, fällig waren diese aus Kostengründen Die Fördermittel fallen niedriger aus als erhofft. Den neuen Pläne zufolge wird die Halle auf die Mindestgröße von 24 mal 15 Meter gestutzt; sie ist damit in der Länge drei Meter kürzer als bisher geplant. Bislang war der Neubau als Kombination aus drei eingeschossigen Riegeln vorgesehen: Die Halle selbst im Zentrum, nördlich die Funktionsräume wie WC, Umkleide und Duschen, südlich davon die Geräteräume. Der "Geräteraumriegel" werde nun quasi unter die Funktionsräume geschoben, so dass der Gebäuderiegel im Norden zweigeschossig wird, und die Funktionsräume dabei im Oberstübchen landen. Sinn des ganzen: "Teure Dachfläche wird verringert", erklärte Sabine Braun. "Und es macht die Aussicht frei", brachte Bürgermeister Rainer König eine positive Nebenwirkung ins Spiel. Als dritte Sparmaßnahme schließlich wird auf die Komplettvergasung der Südfassade verzichtet – statt dessen gibt es große Fenster- und Türöffnungen. Kostenersparnis insgesamt: 80 000 Euro.

Für den Hallenneubau erhält die Gemeinde 385 000 Euro ELR-Förderung. Einen immensen Beitrag bringen die Hägelberger selbst: Die Vereine haben insgesamt 143 000 Euro zugesagt. 134 000 Euro sollen als "unbare Eigenleistungen", wie es in der Vorlage heißt, erbracht werden. Daneben gibt es Sachspenden für bislang 15 000 Euro, unter anderem von der Genossenschaft "Energie aus Bürgerhand". Für die Gemeinde bleiben damit Kosten von etwa 995 000 Euro – beileibe kein Pappenstiel, wie die Sprecher aller Fraktionen betonten.

Tatsächlich habe man ja mit größeren Zuschüssen gerechnet, erklärten die Sprecher einmütig – die nun anstehenden Kosten bereiteten durchaus Magengrimmen. Angesichts des großen Einsatzes der Hägelberger jedoch kam eine Ablehnung für niemanden in Frage: "Unter Würdigung der enormen Finanzmittel der Hägelberger Vereine sowie des großen bürgerschaftlichen Engagement" hatte bereits der Bürgermeister die Freigabe der Pläne empfohlen, die Fraktionssprecher schlossen sich dem an: "Wir sehen, dass der ganze Ort hinter dem Projekt steht – die CDU hält es ebenso", verkündete Marc Sutterer für seine Fraktion. Stephan Mohr (Gemeinschaft) zeigte sich "fasziniert, wie das Dorf proaktiv an die Sache herangeht", Rudolf Steck (SPD) fand "großes Lob und Anerkennung für den gemeinschaftlichen Einsatz" der Hägelberger. Das einstimmige Abstimmungsergebnis wurde vom Publikum mit Applaus quittiert. Besonders bewegt zeigte sich der scheidende Ortsvorsteher Hans-Georg Koger, der am Dienstag ein letztes Mal als Ortsvorsteher im Gremium saß: "Es war ein langer Weg von der Idee bis zur nun anstehenden Realisierung – das ist ein großartiges Abschiedsgeschenk"

 
 
Do, 25. September 2014

Ortsvorsteher jetzt offiziell im Amt

In geheimer Wahl stimmt der Gemeinderat den Vorschlägen aus den Teilorten Steinens zu.

Die Ortsvorsteher mit Bürgermeister: Daniela Trefzer, Heinrich Stiefvater, Freya Bachmann, Holger Sutter, Gabriele Kaiser-Bühler und Bürgermeister Rainer König (von links). Foto: Anja Bertsch

STEINEN (jabe). Die Riege der Steinener Ortsvorsteher und ihrer Stellvertreter ist wieder in Amt und Würden: Nachdem die Ortschaftsräte ihre jeweiligen Dorfoberen im Laufe der letzten Wochen bereits gekürt hatten, war es nun am Gemeinderat der Gesamtgemeinde, die Kandidaten zu bestätigen. Nicht alle wurden ganz ohne Gegenstimme gewählt, durchweg jedoch mit großer Mehrheit. Eine Mehrheit gab es dabei übrigens auch für das weibliche Geschlecht: Drei der fünf Dorfoberinnen sind Frauen. Das Wahlprozedere brachte gleich zu Beginn der Sitzung ordentlich Bewegung ins Ratsgremium: Fünf Ortsteile – das bedeutete fünf geheime Wahlgänge – im zur "Wahlkabine" umfunktionierten Foyer des Hauses der Sicherheit, und jede Menge Stimmen zählen. Schließlich stand das Ergebnis fest und Bürgermeister Rainer König konnte die Ernennungsurkunden überreichen.

Endenburg: Ortsvorsteherin: Daniela Trefzer; Stellvertreter: Benjamin Leonhardt und Benno Weißenberger.

Hägelberg: Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler; Stellvertreter: Gunther Braun und Dieter Trinler

Hüsingen: Holger Sutter/Christian Ott

Schlächtenhaus: Heinrich Stiefvater/Stefan Baumgartner

Weitenau: Freya Bachmann, Ulrike Mölbert, Ralf Fockers

 
 
Di, 23. September 2014

"Es geht ja um die Halle"

Erster Dorfflohmarkt "Hägelberg ruumt uff" zur Finanzierung des Hallenbaus / Schnäppchen an fast 40 Ständen im Ortskern.

Foto: Stephanie Senn

HÄGELBERG. "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert" – ein Sprichwort, das sich nicht nur im Flohmarktjargon, sondern durchaus auch bei der Finanzierung des geplanten Hägelberger Dorfgemeinschaftshauses bewahrheitet. Denn auch das diesjährige Bergfest des Hallenbaufördervereins diente einmal mehr dem Sammeln von Geld für die Realisierung des Großprojektes im Steinener Ortsteil.

Ein im Dorfleben etabliertes Fest, diesmal allerdings im neuen Gewand: Zum ersten Mal wurde rund ums Rathaus ein Flohmarkt unter dem Motto "Hägelberg ruumt uff" veranstaltet, und das Bergfest schlicht und einfach ins Dorf umgesiedelt. Eine gewagte Idee – doch die Resonanz und die Teilnahmebereitschaft der Hägelberger gab den Veranstaltern rund um den ersten Vorsitzenden Frank Passenheim recht.

Fast 40 Stände schlängelten sich durch den Ortskern, und die ambitionierten Flohmarktverkäufer hatten wirklich alles aus dem Keller und vom Speicher geholt, was das Schnäppchenjägerherz begehrt – vom antiken Globus über eine beeindruckende Stereoanlage, Omis Kristallvase oder das gut erhaltene Mountainbike. Viele Besucher fanden das passende Stück, auch wenn sie "eigentlich gar nichts kaufen" wollten. Die Atmosphäre machte es aus – kulinarische Angebote und Erfrischungen luden so manchen zum längeren Verweilen ein.

Doch was so spontan aussah, bedurfte in der Realität einer umfassenden Planung. Bereits vor zwei Jahren war die Idee, anlässlich des Bergfestes einen Flohmarkt zu veranstalten, von Edgar Fischer in den Raum gestellt worden, allerdings konnte man diese dann kurzfristig nicht umsetzen. Nach einem halben Jahr intensiver Planung war man diesmal gut vorbereitet, und auch das Wetter war den Hägelbergern zum Glück gewogen.

Ursprünglich hatte man den Flohmarkt zusammen mit dem Fest an einem Sonntag veranstalten wollen, doch dafür gab es keine Genehmigung vom Landratsamt. Noch eine Tradition, mit der diesmal gebrochen wurde.

Ob es einen zweiten Dorfflohmarkt in Hägelberg geben wird, hängt auch mit der Realisierung des Hallenprojektes zusammen. "Wenn die Halle kommt, ist eigentlich der Zweck des 1997 gegründeten Fördervereins erfüllt", erklärte Frank Passenheim. Dann liege die Realisierung des Flohmarktes in den Händen der Vereinsgemeinschaft. Und natürlich auch an der Teilnahmebereitschaft der Bürger.

Bei den Standinhabern konnte man teils zufriedene, teils eher enttäuschte Gesichter beobachten – nur wenige hatten so richtig Umsatz gemacht, und die davon abgehenden zehn Prozent als Teilnahmegebühr waren dementsprechend auch keine Großbeträge. "Aber es geht ja um die Halle, auf die wir schon seit langem warten", bekräftigte eine Dame, die den Großteil ihrer mitgebrachten Flohmarktartikel wieder in Kartons verstaute. Wie gesagt, wer den Pfennig nicht ehrt – durch das große Engagement der Hägelberger ist nun doch so mancher Pfennig zusammengekommen. Inwieweit das ausreicht, wird die Gemeinderatsentscheidung heute am Dienstag zeigen.

 
 

Hägelberg ruumt uff - und wie

Markgräfler Tagblatt, 21.09.2014 23:01 Uhr
Breit gefächert war das Angebot beim Hägelberger Dorfflohmarkt am Samstag. Fotos: Stephanie Senn Foto: Markgräfler Tagblatt
Breit gefächert war das Angebot beim Hägelberger Dorfflohmarkt am Samstag. Fotos: Stephanie SennFoto: Markgräfler Tagblattteinen-Hägelberg (sn) . „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ – ein Sprichwort, das sich nicht nur im Flohmarktjargon, sondern durchaus auch bei der Finanzierung des geplanten Hägelberger Dorfgemeinschaftshauses bewahrheitet. Denn das Bergfest des Hallenbaufördervereins diente einmal mehr dem Sammeln von Geld für die Realisierung des Großprojektes im Steinener Ortsteil.Breit gefächert war das Angebot beim Hägelberger Dorfflohmarkt am Samstag. Fotos: Stephanie Senn Foto: Markgräfler Tagblatt

Das Bergfest ist ein im Dorfleben etabliertes Fest, diesmal allerdings im neuen Gewand: Zum ersten Mal wurde rund ums Rathaus ein Flohmarkt unter dem Motto „Hägelberg ruumt uff“ veranstaltet und das Bergfest einfach ins Dorf umgesiedelt. Eine gewagte Idee – doch die Resonanz und die Teilnahmebereitschaft der Hägelberger gab den Veranstaltern rund um den Vorsitzenden Frank Passenheim recht. Fast 40 Stände schlängelten sich durch den Ortskern, und die ambitionierten Flohmarktverkäufer hatten wirklich alles aus dem Keller und vom Speicher geholt, was das Gebrauchtschnäppchenjägerherz begehrt – vom antiken Globus über die beeindruckende Stereoanlage, Omis Kristallvase oder das gut erhaltene Mountainbike. Viele Besucher fanden das passende Stück, auch wenn sie „eigentlich gar nichts kaufen“ wollten. Die Atmosphäre machte es aus – kulinarische Angebote und Erfrischungen luden so manchen zum längeren Verweilen ein.

Doch was so spontan aussah, bedurfte einer umfassenden Planung. Bereits vor zwei Jahren war die Idee, anlässlich des Bergfestes einen Flohmarkt zu veranstalten, von Edgar Fischer in den Raum gestellt worden, allerdings konnte man diese dann kurzfristig nicht umsetzen. Nach einem halben Jahr intensiver Planung war man diesmal gut vorbereitet, und auch das Wetter war den Hägelbergern zum Glück gewogen. Ursprünglich hatte man den Flohmarkt zusammen mit dem Fest an einem Sonntag veranstalten wollen, doch dafür gab es keine Genehmigung vom Landratsamt. Noch eine Tradition, mit der diesmal gebrochen wurde.

Ob es einen zweiten Dorfflohmarkt in Hägelberg geben wird, das hängt auch mit der Realisierung des Hallenprojektes zusammen. „Wenn die Halle kommt, ist eigentlich der Zweck des 1997 gegründeten Fördervereins erfüllt“, erklärte Frank Passenheim. Dann liege die Realisierung des Flohmarktes in den Händen der Vereinsgemeinschaft. Und natürlich auch an der Teilnahmebereitschaft der Bürger.

Bei den Standinhabern konnte man teils zufriedene, teils eher enttäuschte Gesichter beobachten – nur wenige hatten so richtig Umsatz gemacht, und die davon abgehenden zehn Prozent als Teilnahmegebühr waren dementsprechend auch keine Großbeträge. „Aber es geht ja um die Halle, auf die wir schon seit langem warten“, bekräftigte eine Dame, die den Großteil ihrer mitgebrachten Flohmarktartikel wieder in Kartons verstaute. Wie gesagt, wer den Pfennig nicht ehrt - durch das große Engagement der Hägelberger ist nun doch so mancher Cent zusammengekommen – inwieweit das ausreicht, wird die Gemeinderatsentscheidung am Dienstag zeigen.

 
 
Sa, 20. September 2014

"Dort, wo ich lebe, mache ich mit"

Nach 22 Jahren endet für Hans-Georg Koger die Zeit als Ortsvorsteher in Hägelberg / Im Dorf gab es nie einen Stillstand.

Nach 22 Jahren hört Ortsvorsteher Hans-Georg Koger (64) am 1. Oktober auf.Foto: Jung-Knoblich

STEINEN-HÄGELBERG. Für Hans-Georg Koger, von Beruf Landwirt, stand von vornherein fest: "Dort, wo ich lebe und arbeite, wo meine Kinder groß werden, möchte ich mitmachen und mitgestalten". Und das tat er auch. Er war nicht nur Mitglied in Hägelberger Vereinen, sondern mischte auch in der Kommunalpolitik mit. Seit 1980 als Ortschaftsrat und Stellvertreter des damaligen Ortsvorstehers, seit Mai 1992 dann als Ortsvorsteher. Nach 22 Jahren endet am 1. Oktober seine Amtszeit.

"Ortsvorsteher zu werden war eigentlich nie meine Ambition", erinnert sich Hans-Georg Koger rückblickend. Als Stellvertreter des damaligen Ortsvorstehers sprang er für drei Jahre ein, als sein Vorgänger aus gesundheitlichen Gründen das Amt abgab. Bei den Neuwahlen habe er es von seinem Wahlergebnis abhängig gemacht, ob er nochmals für den Posten kandidiert. "Das Ergebnis war sehr respektabel, ich habe das Amt dann übernommen".

Das Vorzeige-Dorf
Hägelberg ist weit über Steinens Grenzen als Dorf mit einem beispielhaften Energiekonzept bekannt geworden. "Energie aus Bürgerhand ist ein Vorzeigeprojekt und hat eine Vorreiterrolle", freut sich Ortsvorsteher Hans-Georg Koger. Dass es möglich gewesen sei, das Projekt auf den Weg zu bringen, liege an den Menschen, die Visionen hatten, "allen voran Dieter Hann". Der Ortschaftsrat habe in der Anfangsphase mit begrenzten Mitteln geholfen, denn zunächst sei das Projekt noch keine Genossenschaft gewesen. Heute sind etwa 140 Haushalte, was 60 bis 70 Prozent der Einwohner Hägelbergs seien, ans Nahwärmenetz (Hackschnitzelanlage) angeschlossen. Die Bauphase sei fast abgeschlossen, die letzten Hausanschlüsse werden gelegt, sagte Hans-Georg Koger. Man müsse wissen, dass im Dorf mit Öl und Holz geheizt worden sei, da es kein Gasnetz gab.

Baugebiet Ziegelacker
Schon bei seinem Amtsantritt spielte das geplante Baugebiet "Ziegelacker" eine Rolle, denn im Dorf habe es Bauwillige gegeben. "Doch es gab kein Bebauungskonzept", erklärte Hans-Georg Koger. Der Bebauungsplan sei dann erstellt worden, die Erschließung und Umlegung sei aber nicht mehr zustande gekommen. "Erst jetzt, zum Schluss meiner Amtszeit, ist es gelungen, das Baugebiet teilweise zu erschließen". Leider seien viele junge Leute, die nicht bauen konnten, aus dem Dorf weggezogen. Baulücken zu füllen sei auf Dauer nicht genug. In den 22 Jahren als Ortsvorsteher in Hägelberg habe sich die Einwohnerzahl nicht wesentlich verändert. Vor 22 Jahren seien es etwa 700 gewesen, heute um die 750. Baumöglichkeiten seien nötig, um mehr Einwohner ins Dorf zu holen. Hägelberg sei als Wohnort sehr beliebt.

Infrastruktur
Vor 22 Jahren habe es eine Spielstube gegeben, die im Dorf sehr angenommen wurde, erzählt Koger. "Wir mussten kämpfen, um sie zu erhalten, denn Spielstuben erhielten keine Zuschüsse mehr". Die Spielstube war eine Möglichkeit für junge Familien, Kontakte zu knüpfen. 1998 dann wurde aus der Spielstube ein Kindergarten, der schon bald zweizügig geführt wurde, "da es viele Kinder im Dorf gab". Der Rechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren auf einen Kindergartenplatz habe die Situation im positiven Sinn beeinflusst.

Beim Amtsantritt vor 22 Jahren sei die Friedhofserweiterung in Hägelberg Thema mit Konfliktpotenzial gewesen, denn das Dorf wollte eine Erweiterung in östliche Richtung, die Gemeinde Steinen eine in westliche. Weil im Osten ein Waldgebiet lag, was sich nicht mit der Friedhofserweiterung vereinbaren lasse – so habe es geheißen – erfolgte die Erweiterung nach Westen. "Kurios war dann, dass ein Sturm einige Jahre später den Wald vernichtet hat", schmunzelte Koger.

Wasserversorgung
Die Wasserversorgung sei seit seinem Amtsantritt ein zentrales Thema gewesen. "In den Bergen" sei eines der ersten Neubaugebiete gewesen, wobei für die obersten Häuser das Quellwasser des Dorfes als Übergangslösung verwendet worden sei. Das sei von jeher riskant gewesen, denn beim Ausfall einer Leitung, bei einem Wasserrohrbruch zum Beispiel, sei es schwierig mit der Reparatur. In diesem Jahr nun seien die Leitungen erneuert worden. Die 15 Hägelberger Quellen garantierten mit bestem Wasser die Grundversorgung, erzählte Koger. Aber auch um sie habe das Dorf gekämpft, denn es habe zwischenzeitlich ein Anschluss an die Wasserversorgung in Lörrach zur Debatte gestanden.

Im Dorf ging immer was
Ob Rathaussanierung mit angeschlossenem Feuerwehranbau, einem rege genutzten Jugendraum, der Spielplatz im Dorf beim Sportplatz seit Anfang der 90er Jahre bis hin zur neuen Saatschulhütte, die rege als Treffpunkt genutzt wird – "im Dorf herrschte nie Stillstand", sagt Hans-Georg Koger. Für ihn sei die Zeit als Ortschaftsrat und Ortsvorsteher interessant und lehrreich gewesen. Es sei aber an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen, sagt der 64-Jährige. Um Hägelberg sei es ihm nicht bang, denn es habe eine super Lage, sei beliebt bei Zuzüglern und habe Wachstumspotenzial. Er habe stets versucht, unbürokratisch zu helfen und sich selbst treu zu bleiben. Die Bevölkerung und der Ortschaftsrat haben ihm Rückhalt gegeben, sagt Hans-Georg Koger. Vor dem "Ruhestand" ist es ihm nicht bange: Er werde Nebenerwerbslandwirt bleiben, werde sich dem Hobby-Weinanbau widmen "und es warten noch private Projekte auf mich". Das Amt übernimmt Gabriele Kaiser-Bühler.

 
 

Ein Dorf mit Durchhaltevermögen

Markgräfler Tagblatt, 17.09.2014 23:04 Uhr

Große wie kleine Mitglieder des TV Hägelberg waren im September vergangenen Jahres in den Gemeinderat gekommen, um für die Halle zu kämpfen. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt
Große wie kleine Mitglieder des TV Hägelberg waren im September vergangenen Jahres in den Gemeinderat gekommen, um für die Halle zu kämpfen. Foto: Harald Pflüger

Von Sarah Trinler

Steinen-Hägelberg. Ganz oben auf der Wunschliste der Hägelberger steht noch immer ein Dorfgemeinschaftshaus. Am kommenden Dienstag, 23. September, wird der Gemeinderat über den möglichen Bau entscheiden. Der eigens dafür gegründete Hallenbauförderverein veranstaltet indes am Samstag einen Flohmarkt, um die restlichen nötigen finanziellen Mittel zu erwirtschaften.

Der Verein hat der Gemeinde nämlich eine Eigenleistung zugesichert. „Wir haben schon weit über 100 000 Euro zusammen“, so Schriftführer Edgar Fischer gegenüber unserer Zeitung. Die Weichen stehen gut, dass das Projekt Dorfgemeinschaftshaus in den nächste Monaten in Angriff genommen werden kann - sofern der Gemeinderat seine endgültige Zustimmung gibt.

Einstimmig hatte der Steinener Gemeinderat im September vergangenen Jahres den Vorentwurf für das 1, 7 Millionen Euro teure Projekt gebilligt und Fördermittel von über 700 000 Euro beantragt. Zahlreiche Mitglieder des Hallenbaufördervereins und des Turnvereins hatten der öffentlichen Sitzung beigewohnt und die Entscheidung mit einem kräftigen Applaus quittiert.

Im März hat die Gemeinde Steinen für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg 385 000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zugesprochen bekommen.

Um die Lücke zu Füllen, ist der Förderverein selbst aktiv geworden und hat verschiedene Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Die nächste erfolgt am kommenden Samstag, 20. September: In Verbindung mit dem traditionellen Bergfest findet ein Dorfflohmarkt statt. Unter dem Motto „Hägelberg ruumt uff“ beginnt der erste Hägelberger Flohmarkt rund ums Rathaus um 14 Uhr. Gemäß der Bergfesttradition gibt es auch Bewirtung und gemütliches Beisammensein.

Den Hägelbergern liegt das Projekt Dorfgemeinschaftshaus sehr am Herzen - gerade weil es eine unendliche Geschichte zu sein scheint. 1962 beschloss der Gemeinderat der damaligen Gemeinde Hägelberg, den heutigen „Holzplatz“ zu kaufen und als Standort für eine neue Mehrzweckhalle zu nutzen. Dies wurde aus Sicht der Verwaltung und der Räte erforderlich, da sich die Einwohnerzahl von Hägelberg durch das Baugebiet „In den Bergen“ nahezu verdoppelt hatte. 1975 wurde Hägelberg Teil der Gemeinde Steinen, und alle Planungen kamen zum Erliegen.

1995 wurde das Thema „Bau einer neuen Turnhalle“ zum Dauerbrenner in Hägelberg, 1997 wurde dann der Hallenbauförderverein Hägelberg gegründet. Einen ersten Lichtblick gab es 1999, als der Gemeinderat von Steinen drei Millionen DM in die mittelfristige Finanzplanung für eine Halle in Hägelberg einstellte. Als Standort wurde der Bereich um den Sportplatz beschlossen. Der ursprünglich für den Hallenbau erworbene „Holzplatz“ sollte als Baugebiet überplant und die Grundstückserlöse für den Hallenbau verwendet werden.

Doch die Hägelberger wurden erneut enttäuscht: 2001 stellte man fest, dass der Mittelbau des Schulzentrums Steinen nicht erdbebensicher ist; die Schule wurde von einen Tag auf den anderen geschlossen und musste umziehen. Somit musste die Gemeinde für die Schulsanierung kurzfristig rund fünf Millionen DM aufwenden. Die für den Bau der Halle in Hägelberg vorgesehenen Gelder wurden somit gestrichen.

In den folgenden Jahren wurde von den Gemeinderatsmitgliedern aller Fraktionen zwar immer wieder Bewegung beim Thema Hallenbau in Hägelberg gefordert, doch wurde stets deutlich, dass der Gemeinde nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Fortan ließ der Hallenbauförderverein nicht locker und signalisierte mit verschiedenen Aktionen die Bereitschaft der Hägelberger, alles mögliche für eine Halle zu tun. 2010 wurde das für den Hallenbau vorgesehene Grundstück auf Vermittlung des Hallenbaufördervereins der Gemeinde Steinen als Schenkung übertragen.

Die bestehende Halle wurde für einen Ort mit weniger als 300 Einwohnern gebaut. Heute hat Hägelberg rund 800 Einwohner und soll weiter wachsen. „Wir sind nach Höllstein der zweitgrößte Teilort Steinens“, so Fischer. „Zudem haben wir einen Turnverein mit 300 Mitgliedern, Hägelberg braucht einfach eine neue Halle.“

Im Vorentwurf der Architektin Sabine Braun ist das Dorfgemeinschaftshaus geplant als Haus, das von Hägelberger Vereinen genutzt werden kann, aber auch als Einfeldhalle für Mannschaftssport. Mit dem geplanten Küchenbereich soll eine Bewirtung sowohl in der Halle als auch im Freien möglich sein. Auch ist die Halle als Holzbau konzipiert und soll an das bestehende Nahwärmenetz angeschlossen werden.

Die „Alte Halle“ in Hägelberg ist mit weniger als 80 Quadratmetern Hallenfläche für einen geregelten Sportbetrieb zu klein. Eine Erweiterung der Halle ist nicht möglich, da sie auf drei Seiten bereits auf der Grundstücksgrenze steht. Zudem ist die bestehende Halle baulich wie technisch in einem desolaten Zustand. Die Sanitäranlagen müssten dringend renoviert und die Fenster erneuert werden, so der Hallenbauförderverein. Duschen und Umkleideräume sind nicht vorhanden.

In den Reihen des Vereins befinden sich Handwerker wie Sanitärmonteure und Maler. Einige der Arbeiten müssten jedoch auch extern vergeben werden. „Wenn der Gemeinderat positiv stimmt, können und müssen wir ganz schnell mit dem Bau anfangen, dann hätte Hägelberg 2015 eine neue Halle“, so Fischer erfreut. Auch Gabriele Kaiser-Bühler, Gemeinderätin und Ortschaftsrätin, glaubt fest daran, dass die Hägelberger kurz vor ihrem Ziel sind: „Wenn es so weit ist, freuen wir uns nochmals über viele fleißige Hände. Packen wir es gemeinsam an.“

Weitere Infos, auch zum Flohmarkt am Samstag, unter www.hägelberg.de.

 

 
Mi, 10. September 2014

ENERGIE IN BÜRGERHAND

ENERGIEWENDE

Das kleine Bioenergie-Dorf Hägelberg macht vor, wie es funktioniert. Hier ist die Energiewende schon Realität. Der Schopfheimer Filmemacher Jochen Loebbert (rechts) dreht gerade einen Kurzfilm über das vorbildliche Leuchtturm-Projekt. (FOTO: ZVG)
 
 
 

Blick auf fünf gute Jahre

Markgräfler Tagblatt, 05.09.2014 23:01 Uhr
Die Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“ lud kürzlich ein zum Sommerfest. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Die Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“ lud kürzlich ein zum Sommerfest. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. Über für diesen Sommer ungewöhnlich strahlenden Sonnenschein konnten sich die Aktiven, Freunde und Förderer der „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“ bei ihrem Sommerfest am vergangenen Wochenende freuen. Fünf Jahre nach der Gründung schreibt die Genossenschaft schwarze Zahlen, und die Bauarbeiten am Nahwärmenetz sollen demnächst abgeschlossen sein.

Grund genug für die Verantwortlichen, allen Beteiligten mit einem geselligen Abend zu danken. Bei Musik und Tanz, gutem Essen und einem gemütlichen Feuer wurden so einige Anekdoten aus der Geschichte der Genossenschaft erzählt und auf die vergangenen Jahre des Engagements zurückgeschaut. In Zukunft wollen sich die Genossen neben dem Tagesgeschäft verstärkt mit der Beratung interessierter Kommunen und Projekte beschäftigen, die dem Beispiel der Hägelberger in Sachen Nahwärmenetz folgen wollen.

 

Sa, 23. August 2014

Junge "Werwölfe" morden im Hägelberger Wald

 

UNHEIMLICHE ORTE: An der Gemarkungsgrenze zu Schlächtenhaus werden im April 1945 drei Zwangsarbeiter von Hitlerjungen erschossen.

Ein würdiger Ort, ein schlimmes Kriegsverbrechen: Mitten im Hägelberger Wald steht der Gedenkstein, der an die Ermordung von drei Zwangsarbeitern am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert.Foto: Robert Bergmann

Vom Gefechtsunterstand, den die Zwangsarbeiter gemeinsam mit Hitlerjungen errichten sollten, ist nur noch wenig zu erkennen-Foto: Robert Bergmann

Farn überwuchert die Grube, in der die jungen Opfer verscharrt wurden.Foto: Robert Bergmann

STEINEN. Manche Orte verströmen etwas Unheimliches, wenn es dunkel wird. Andere verursachen eine Gänsehaut dann, wenn man weiß, was dort passiert ist. Und dann gibt es jene Orte, die sind irgendwie immer gruselig. In einer Serie stellt die Badische Zeitung unheimliche Orte im Wiesental vor. Heute: Die Ermordung von drei jungen osteuropäischen Zwangsarbeitern im Hägelberger Wald.

Farn überwuchert die schmale Grube, hochgewachsene Buchen säumen den kleinen Platz mitten im Wald. Ein einfacher Gedenkstein mit Bronzetafel – der ausschaut, als sei er von Kugeln durchsiebt – weist auf das Verbrechen hin, was hier kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs geschehen ist: Hitlerjungen erschossen an dieser Stelle drei fast gleichaltrige Zwangsarbeiter, mit denen sie kurz zuvor noch einen Unterstand ausgehoben, gegessen, getrunken und übernachtet hatten. Das Verbrechen lässt einen, auch fast 70 Jahre danach, noch immer erschauern. Es lässt erahnen, wie die Nationalsozialisten – den militärischen Untergang bereits vor Augen – vom Kampf nicht lassen wollten und wie sich die Jugend im letzten Aufzucken des Faschismus noch schuldig machte.

Anfang 1945 ist der Zweite Weltkrieg aus deutscher Sicht längst verloren, die Alliierten haben bereits das Reichsgebiet erreicht und rücken von allen Seiten auf Berlin vor. Doch die Nazis geben nichts verloren, kämpfen wie besessen um jeden Millimeter Boden – Adolf Hitler und seine Gesinnungsgenossen wollen alle Deutschen mit in den totalen Untergang ziehen, nachdem sich das "Herrenvolk" aus ihrer Sicht als unfähig erwiesen hat, die Welteroberung zu meistern. Und der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, befiehlt kurz vor der Kapitulation den Aufbau sogenannter Werwolf-Einheiten, die hinter den feindlichen Linien einen Partisanenkrieg entfalten sollen.

So machen sich im März/April 1945 an die 20 Hitlerjungen – rekrutiert aus dem Wehrertüchtigungslager Brombach – im Hägelberger Forst daran, auf einer Anhöhe an der Gemarkungsgrenze nach Schlächtenhaus einen Bunker-Unterstand auszuheben. Ihr Essen bekommen sie aus Heuberg, einem Weiler oberhalb von Schlächtenhaus. Weitere Unterstände entstehen unterhalb des Zeller Blauen. Von dort ist geplant, Partisanenangriffe auf die heranmarschierenden Einheiten der Franzosen zu unternehmen.

Befehlshaber der Gruppe ist Kurt Rahäuser, ein nach einer Kriegsverletzung ausgemusterter, hoch dekorierter Leutnant. Als erwachsene Aufsichtsperson dabei ist außerdem SS-Unterscharführer Eugen Walz. Als klar wird, dass die Unterstände nicht mehr rechtzeitig fertig werden, bekommen die 15- bis 17-jährigen Deutschen zehn Zwangsarbeiter aus Polen, Russland und Litauen zur Seite gestellt. "Sie alle sind gleich jung, spielen Karten miteinander, rauchen und singen Lieder", schreibt Hansjörg Noe in seinem Buch "Hingeschaut. Steinen im Nationalsozialismus." Man mag sich und lernt einander bei der harten gemeinsamen Erdarbeit mitten im Wald auch menschlich zu schätzen.

Irgendwann aber wird den jungen Deutschen klar, dass die Zwangsarbeiter den Bunkerbau nicht überleben sollen. Sie könnten ja – so die Mutmaßung bei der Kreisstabführung des Volkssturms in Lörrach – die Anlage dem heranrückenden Feind verraten. Einer der Hitlerjungen, Heinz Schmidt, rät den Zwangsarbeitern daraufhin zur Flucht – zwei von ihnen machen sich dann auch wirklich vom Acker. Als Leutnant Rahäuser von der Flucht erfährt, ist er außer sich. Er beschimpft die jungen "Werwölfe" als einen Haufen unreifer Jungs. Und er befiehlt, die verbliebenen acht Zwangsarbeiter auf der Stelle zu erschießen. Wahrscheinlich werden in Hägelberg vier Hitlerjungen als Erschießungskommando abgeordnet. Drei junge Osteuropäer – ihre Nationalität ist nicht bekannt – werden wenige hundert Meter vom Unterstand entfernt erschossen, einem wird der Schädel eingeschlagen. Zuvor haben sie die Grube, in der sie schließlich oberflächlich verscharrt werden, noch selbst ausgraben müssen. Fünf Zwangsarbeiter finden den Tod an einem weiteren Werwolf-Unterstand bei Elbenschwand. "Wer genau geschossen hat, ist nicht bekannt", betont Lokalhistoriker Hansjörg Noe. Genauso wenig ist bekannt, welcher der Zwangsarbeiter an welchem Ort zu Tode kam. Die Namen aller beteiligten Täter hat der Spiegel bereits im Jahr 1950 veröffentlicht, als es zum Prozess vor einem französischen Militärgericht in Freiburg kam.

"Ihr Todeskampf ist längst vorbei, ihre Angst nicht zu ermessen. Aus uns heraus ein leiser Schrei zuckt – gegen das Vergessen" ist auf der Bronzetafel des 1996 auf Initiative von Ortsvorsteher Hans-Georg Koger und von Steinener Realschülern errichteten Gedenksteins zu lesen. Die Schüler des Schulzentrums haben den Text entworfen, nachdem sie im Rahmen von Projekttagen von den mörderischen Vorgängen vor ihrer Haustür erfahren hatten. "Da stand immer ein einfaches Holzkreuz", erzählt Hans-Georg Koger, seit 22 Jahren Hägelbergs Ortsvorsteher. "Und dann war es eines Tages verschwunden." Koger hat sich auch vom einstigen Jagdpächter erzählen lassen, wie an den jungen – längst verschwundenen – Buchen deutlich die Einschusslöcher zu erkennen waren. Es habe Überlegungen für ein Denkmal im Ortskern gegeben, erzählt Koger. "Aber ich habe gesagt, dass der Stein dort stehen muss, wo das Verbrechen stattgefunden hat."

Die Leichen der ermordeten Zwangsarbeiter entdeckte ein Pilzsammler im September 1945: Eine Hand ragte aus der Erde, der Mann glaubte zunächst eine Kinderleiche entdeckt zu haben. Im Jahr 1950 verurteilte ein französisches Militärgericht in Freiburg sieben ehemalige Hitlerjungen wegen der Erschießungen zu Gefängnisstrafen zwischen drei Monaten und sieben Jahren. Eugen Walz bekam lebenslänglich. Karl Rahäuser, der in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war, entzog sich der Vollstreckung durch Flucht. Erst 40 Jahre später, im April 1985, sollte er vor dem Amtsgericht Waldshut-Tiengen wegen Beihilfe zum Totschlag zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte die ursprünglich auf Mord lautende Anklage fallen gelassen. Es fehlten ihm "ausreichende Beweise". Der Angeklagte gab zu Protokoll, niemals einen Erschießungsbefehl erteilt zu haben. Die Gerichtsakten werden bis heute unter Verschluss gehalten.

Am Hägelberger Bunker-Unterstand – den auch der ortskundige Ortsvorsteher nur nach einigem Suchen im weitläufigen Buchenwald wieder entdeckt – wachsen golden-leuchtend drei große Pfifferlinge aus der felsigen Erde, eine Schnecke zieht ruhig ihre Bahn über das Wurzelwerk am Rande des Erdlochs. Es herrscht friedliche Stille. Der Werwolf-Bau wurde nie fertig gestellt.

Literatur: Hansjörg Noe: Hingeschaut, Steinen im Nationalsozialismus. Verlag Waldemar Lutz 2014.
Volker Koop: Himmlers letztes Aufgebot, Die NS-Organisation Werwolf, Böhlau Verlag 2008


Zuwachs fürs „Berghüsli“

Markgräfler Tagblatt, 13.08.2014 23:00 Uhr

Der Kindergarten „Berghüsli“ in Hägelberg wird um eine Gruppe erweitert. 
Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
Der Kindergarten „Berghüsli“ in Hägelberg wird um eine Gruppe erweitert. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. Um eine Sache muss sich der Hägelberger Kindergarten „Berghüsli“ wirklich nicht sorgen: um seinen Nachwuchs. Denn nachdem es im „Berghüsli“ in den vergangenen Jahrzehnten neben Hochzeiten auch sehr klamme Jahre gab, in denen die Notwendigkeit des Kindergartens in Frage gestellt wurde, wird es nun ziemlich eng in den Räumlichkeiten im ehemaligen Schulgebäude.

21 Kinder tummeln sich zurzeit in dem bisher eingruppigen Kindergarten, Tendenz steigend. Viele Hägelberger Eltern hegten den Wunsch, auch ihre zweijährigen Kinder in die Einrichtung zu geben, und mit den Neubaugebieten steigt die Anfrage natürlich kontinuierlich weiter. Um allen Hägelberger Kindern die Möglichkeit zu geben, vor Ort den Kindergarten besuchen zu können, setzten sich die Kindergartenleitung und die betroffenen Eltern dafür ein, den Kindergarten um eine Kleinkindgruppe zu erweitern.

Bei der Gemeindeverwaltung stießen sie dabei auf offene Ohren, und nach der Einstellung einer zusätzlichen Erzieherin wurde es möglich, dass die neue Gruppe nach den Sommerferien in das ausgeräumte Büro des Kindergartens ziehen kann. Das Büro wird in das Obergeschoss des Gebäudes verlegt. Mit Begeisterung machten sich die Erzieherinnen, Kinder und Eltern an das Aus- und Äufräumen von Schränken und Regalen, wobei so mancher „Schatz“ zum Vorschein kam, viel aber auch im großen Müllcontainer vor der Tür landete.

„Wir sind sehr froh, dass die Gemeinde so kooperativ war und alles nahezu reibungslos geklappt hat“, freut sich Kindergartenleiterin Corinne Biggs. Gemeinsam mit den drei Kolleginnen will sie sich nun ein Konzept für die neue „Kleinkindgruppe“ überlegen. Neben gemeinsam verbrachter Zeit sollen die Kleinen und die Großen auch Zeit für sich bekommen, in der sie mit auf sie zugeschnittenen Angeboten beschäftigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Kindergartens.

 

Reichlich Lebensweisheiten fürs Publikum

Markgräfler Tagblatt, 04.08.2014 23:03 Uhr
Flitterwochen zu siebt: Ernie (rechts) überrascht seine Heidi (Mitte) mit Jugendfreundin Traudi im denkbar ungünstigsten Moment.  Foto: Ines Bode Foto: Markgräfler Tagblatt
Flitterwochen zu siebt: Ernie (rechts) überrascht seine Heidi (Mitte) mit Jugendfreundin Traudi im denkbar ungünstigsten Moment. Foto: Ines Bode

Steinen-Hägelberg (ib). Vergnügliche Stimmung, unterhaltsames Programm und ein sozialer Aspekt waren die Begleiter des Sommerfestes des Kranken- und Altenpflegevereins Hägelberg. Hinzu kam die schöne Aussicht vom Waldfestplatz, der anlässlich des Termins mit herrlichem Panoramablick aufwartete.

Viele Jahre verlief das Fest ohne programmatischen Höhepunkt, bereits zum zweiten Mal wurde eine Theatervorstellung organisiert, berichtete die Vorsitzende Gabriele Kaiser-Bühler. Die neue Ausrichtung diene dazu, Publikum über die eigenen Reihen hinaus anzulocken. Steigern wolle man auf diesem Wege die Einnahmen, deren Gewinn dem Hallenbauförderverein zugunsten des neuen Dorfgemeisnchaftshauses zukomme. Wünschenswert wäre laut Kaiser-Bühler, wenn das erneuerte Konzept als Anreiz für die Hägelberger Vereine diene, es dem Kranken- und Altenpflegeverein gleich zu tun. Seitdem die Fördergelder, im Frühjahr bewilligt, nicht wie erwartet ausfallen, setze man wiederum auf Eigeninitiative.

Das Publikum lohnte den Einfall der Aufführung mit erwartungsvoller Geste. Lange vor Beginn sicherte man sich die besten Plätze. Zu Gast war erneut der „Schwesternverein“ Frauenverein Schlächtenhaus-Hofen mit seiner Laienspielgruppe. Spannungsreich gestaltete sich der Titel des diesjährigen Stücks „Flitterwochen zu siebt“. Die alemannische Version stammt aus der Feder von Sabine Kuttler, erklärte Waldtraut Leonhardt. Gemeinschaftlich erarbeitete sich das bewährte Team den Stoff und dessen Umsetzung. Bezüglich der Regie brachte sich laut Kaiser-Bühler Verena Roßkopf ein.

Die Handlung führte ein Hochzeitspaar auf den Hof des Onkels des Frischvermählten. Dort war man natürlich nicht allein. Als Störenfried erwies sich Hilde, eine verwandte Quasselstrippe. Jugendfreundin Traudi tauchte auf sowie deren Freund Sepp, und ständig ins Gemach der Brautleute zog es auch Onkel Alois. Jeder hatte eigene Absichten, allesamt völlig harmlos, versteht sich. Alois etwa suchte nach signalroter Reizwäsche, die nicht von seiner Burgi stammte. Fügen sollte es sich, dass die Betten nacheinander belegt wurden, worüber nicht jeder im Bilde war. Sich im Schrank und Nebenzimmer zu verstecken, gehörte ebenso zum Verlauf wie überraschende Momente. Stand doch Göttergatte Ernie plötzlich samt Jugendliebe Traudi vor der wenig erbauten Heidi, als diese eine Gesichtsmaske auflegte. Bereits zuvor quäkte sie nach ihrer „Muddi“, was ihr Lacher einbrachte.

Viel Humor, teils saftiger Natur, spickte die Vorführung, belohnt mit hörbarem Gelächter. „Mini Alti het mi büglet“ (Alois). Die Würze lieferten markige Sprüche („alles, was nicht alemannisch spricht, und sei es ein Japaner, ist ein Preuß“). Reichlich versorgt wurden die Zuschauer mit Lebensweisheiten, „erst stehe man vor dem Altar, dann an der Front“. Nach Verwicklungen und Missverständnissen samt der Prise dramaturgischer Raffinesse endete der Schwank schlussendlich zu aller Wohlgefallen. Neu belebte die vierte Vorstellung dieser Saison ein Mann. Alex Ratsch sprang kurzfristig als Traudi ein, was die Akteure sowie Gabriele Kaiser-Bühler mit einem besonderen Dank quittierten.

 

 

Mo, 04. August 2014

Acht Frauen lassen die Masken fallen

Die Laienspielgruppe aus Schlächtenhaus-Hofen führte "Flitterwochen zu Siebt" in Hägelberg auf / Engagierte Truppe besteht seit fünf Jahren.

Flitterwochen zu Siebt: Auftritt der Laienspielgruppe vom Frauenverein Schlächtenhaus-Hofen beim Hägelberger Kranken- und Altenpflegeverein an der Waldschänke „Zur Schönen Aussicht“. Foto: Anja Bertsch

STEINEN. Auf der Bühne herrscht lebhaftes Hin und Her, Tür-ein, Tür-aus, es wird herzhaft geschimpft, nach Herzenslust gestritten und geschäkert auf Teufel komm raus – auf alemannisch, versteht sich. Im Publikum kichert und lacht es derweil, und das immer mehr: Auf der Schönen Aussicht in Hägelberg führten die Laienschauspielerinnen vom Frauenverein Schlächtenhaus-Hofen das Lustspiel "Flitterwochen zu Siebt" auf.

Das Stück, aufgeführt beim Fest des Hägelberger Kranken- und Altenpflegevereins, nähert sich nach eineinhalb Stunden seinem Höhepunkt, die Irrungen und Wirrungen galoppieren zusehends – und lösen sich schließlich in allseitigen Umarmungen und einem selig ins Bett plumpsenden Flitterpärchen auf: Vorhang, Abgang, begeisterter Applaus.

Seit fünf Jahren gibt es die Laien-Theatergruppe des Schlächtenhaus-Hofer Frauenvereins, und jedes Jahr proben Verena Roßkopf, Beate Brändlin, Waltraud Leonhard, Agnes Kuttler, Susanne Brutschin, Martina Müller, Diana Strohmayer und Ruth Strohmayer ein neues Stück. Die Premiere geht stets am Dorffest in Schlächtenhaus über die Bühne, danach wird das Publikum noch an zwei, drei andren Orten aufs Beste unterhalten.

Ein Schnäpsle geht immer. Foto: Anja Bertsch
Truppe leidet im Vorfeld unter allerlei Problemen


Der Auftritt in Hägelberg war nach Zwischenstopps in Schlächtenhaus, Langenau und Tegernau der vierte der kleinen "Tournee" , und für alle Beteiligten eine rundum runde Sache.

Dabei war bis zur Mittagszeit noch gar nicht klar gewesen, ob die achtköpfige Truppe ihren Auftritt überhaupt absolvieren kann: Die ganze Woche über waren die Mitglieder schön der Reihe nach von unterschiedlichen Malaisen geplagt, am Mittag des Auftrittstages endlich gab es Entwarnung – mit einem kleinen Kompromiss: Ausnahmsweise durfte ein Mann mit auf die Bühne. Alexander Ratsch hatte als Freund der erkrankten Diana Strohmayer deren Rolle durchs häufige Helfen beim Textlernen selbst parat, schlüpfte nun kurzerhand in die Frauenkleider, und meisterte die Herausforderung mit Bravour, wie die Schauspielkolleginnen zufrieden feststellen. "Spontaneität gehört bei uns immer irgendwie dazu", lautet der gelassene Kommentar nach überstandener Herausforderung.

Die Idee zur Schauspiel-Truppe entstand vor fünf Jahre aus einer Weihnachtslaune heraus: Zum Programm des Seniorennachmittags, den der Schlächtenhauser Frauenverein jedes Jahr am 1. Advent veranstaltet, gehörte immer schon ein kleiner Sketch. Irgendwann kam die Lust, da etwas mehr draus zu machen. Die Schauspieldinge kamen ins Rollen. Mittlerweile sind die acht Freizeit-Schauspielerinnen im Alter zwischen 28 und 66 Jahren ein eingespieltes Team, und sie sind auch abseits der Bühne ein nettes Gespann. Das wird im locker-lachend hin und her springenden Gespräch nach der Vorstellung klar. Das heißt: In der Gruppe gibt es viel Spaß, und viel Spaß gibt es auch fürs Publikum. Gleichwohl steckt harte Arbeit darin: Mit den Proben beginnen die Frauen bereits im Januar, zunächst einmal in der Woche, bald dann zwei Mal. "Es ist nicht immer einfach, alle unter einen Hut zu bringen", räumt die Gruppe ein, "irgendwie klappt es aber immer." Ein intensives Probenwochenende dann bringt den letzten Schliff.

Mit den Proberäumen hatte die Gruppe diesmal Glück: Eine gerade leer stehe Wohnung stand zur Verfügung, so dass das Bühnenbild die ganze Zeit über einfach stehen bleiben konnte. Im Schlächtenhauser Rathaussaal, wo die Proben bisher stattfanden, mussten die Kulissen immer wieder verräumt werden – "das war komplizierter".

Einen Regisseur oder einen Leiter der Gruppe gibt es nicht. "Wir bringen uns gegenseitig drauf, wo es anders vielleicht besser wäre", erklärt die Truppe das Proben- und Regiekonzept. "Das funktioniert gut, und beleidigt war noch keine von uns." Da es sich bei der Laientruppe um eine reine Frauenmannschaft handelt, in den Stücken aber durchaus auch einmal Männer vorkommen, kommt es eben öfter zum Rollentausch. "Waltraud (Leonhard) weiß immer, was auf wen passt", sind sich die Frauen einig – auch über die Geschlechtergrenzen hinweg. Und ein paar echte Männer kommen bei der Laiengruppe ja durchaus vor: "Unser Anhang ist sehr engagiert", so das einstimmige Lob der Schauspielerfrauen: Bühnenbild (auf-)bauen, Requisiten transportieren, Zeit und Rücken freihalten oder eben auch mal wie heute kurzfristig selbst zur Schauspielerin mutieren – "das ist kein Problem." Nach absolvierter Tournee geht’s für die Hobbyschauspielerinnen erst mal in die Sommerpause. Und dann sollte der Zufall bald das nächste Lustspiel über den Weg schicken...

 

Was ist wichtig?

Markgräfler Tagblatt, 01.08.2014 23:01 Uhr

Pastor Arnold Burklin und seine Frau Angelika. Foto: Georg Diehl Foto: Markgräfler Tagblatt
Pastor Arnold Burklin und seine Frau Angelika. Foto: Georg Diehl
Steinen-Hägelberg (gd). Mit Chor- und mit Gemeindegesang erlebten die Besucher den „Haus-Frieden-Tag“ in dem vor 35 Jahren erbauten Gebäude. Der vom Haus Betberg der Bad Liebenzeller Mission gekommene Pfarrer Hans­peter Wolfsberger hielt die Predigt unter dem Thema „Was ist wirklich wichtig im Leben?“ Unter Auslegung mehrerer Bibelstellen verdeutlichte er das, worauf es im Leben ankommt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen unter den Zeltdächern im Freien ließ man den Tag ausklingen, wobei manche persönlichen Glaubenserlebnisse zur Sprache kamen. Der neue Haus-Frieden-Leiter Arnold Burklin, der schon vor wenigen Wochen beim AB-Gottesdienst auf dem Cornimont-Platz die Predigt hielt, hatte seine Ausbildung zum Pastor während mehrerer Jahre in Frankreich nördlich von Paris absolviert. Nachdem seine Kinder inzwischen selbstständig geworden sind, konnte das Ehepaar Burklin von Schwäbisch-Gmünd nach Hägelberg wechseln.

 

Konstruktionsspiel fürs „Farbdüpfli“

Markgräfler Tagblatt, 01.08.2014 07:36 Uhr
Im Weitenauer  Kindergarten freute man sich über die Spende dreier  Fasnachtscliquen. Unser Bild zeigt    Danny Berardinucci, Vorsitzender der Wittnauer Hummelbuckwaggis, mit Kindergartenkindern.  Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
Im Weitenauer Kindergarten freute man sich über die Spende dreier Fasnachtscliquen. Unser Bild zeigt Danny Berardinucci, Vorsitzender der Wittnauer Hummelbuckwaggis, mit Kindergartenkindern. Foto: zVg

Steinen-Weitenau. Groß war dieser Tage die Freude bei den Kindern und Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens „Farbdüpfli“ in Weitenau, als einer ihrer lang gehegten Wünsche in Erfüllung ging – ein teures Konstruktions-Magnetspiel konnte angeschafft und natürlich sofort ausprobiert werden.

Möglich machte dies die großzügige Spende dreier Fasnachtscliquen aus Steinen. Die Hägelberger Düchelstumbe, die Hüsiger Kuckucke und die Wittnauer Hummelbuckwaggis wollten ihr beim Fastnachtsumzug in Höllstein gewonnenes Preisgeld in Höhe von 160 Euro nicht selbst behalten, sondern für einen guten Zweck ausgeben,heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Wahl fiel auf den Weitenauer Kindergarten. Danny Berardinucci, Vorsitzender der Hummelbuckwaggis, überwies die Spende der Fasnächtler und konnte sich bei seinem Besuch im Kindergarten mit eigenen Augen überzeugen, wie sinnvoll diese Spende umgesetzt wurde. Wie Kindergartenleiterin Barbara Schmidhofer erzählte, ist dieses Magnetspiel mit den leuchtend bunten, geometrischen Grundformen seit seinem Einsatz im Kindergarten der „Renner“ bei Groß und Klein. Eine große Vielfalt an Formen könne auf einfache Weise konstruiert werden und schule, im Zusammenklang mit den verwendeten Grundfarben, das räumlich-mathematische Verständnis der Kinder in hohem Maße.

Kinder und Erzieherinnen bedankten sich herzlich bei Danny Berardinucci, der diesen Dank stellvertretend für alle drei Fastnachtscliquen entgegennahm. Und natürlich durften zum Schluss die Kinder auch noch unter fröhlichem Gelächter die mitgebrachte Waggismaske aufsetzen.

 

 

Schattenplätze waren heiß begehrt

Markgräfler Tagblatt, 21.07.2014 23:03 Uhr

Dichtes Geränge herrschte beim Brunnenfest in Hägelberg. Foto: Erika Dietrich

Von Erika Dietrich

Steinen-Hägelberg. Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Nachdem das Brunnenfest am vorangegangenen Freitag abgesagt werden musste, herrschte nun herrliches Sommerwetter.

Im Jahr 2002 wurde das Brunnenfest von Ortsvorsteher Hans-Georg Koger ins Leben gerufen, seitdem ist daraus ein beliebter Festtermin vor Beginn der Sommerferien geworden. Ein einziges Mal konnte das Fest an beiden vorgesehenen Terminen wegen schlechten Wetters nicht stattfinden.

Auch dieses Jahr musste das Brunnenfest wegen Regens um eine Woche verschoben werden, am 18. Juli meinte es der Wettergott jedoch wieder richtig gut mit den Hägelbergern. Das Thermometer zeigte abends noch 30 Grad, und die Schattenplätze am Oberdorfbrunnen waren heiß begehrt. Nach kurzer Zeit waren alle Plätze besetzt, so dass noch Tische und Bänke aufgestellt werden mussten. Der alte und neue Ortschaftsrat hatte vor allem bei der Getränkeausgabe alle Hände voll zu tun und kam nicht nur wegen der hohen Temperaturen richtig ins Schwitzen. Auch die Nachfrage nach Steaks, Grillwürsten, später Kaffee und Kuchen war sehr groß, dank der guten Planung kam es allerdings nie zu einem Engpass.

Unterstützt wurde der Ortschaftsrat auch dieses Jahr von der Jugendfeuerwehr, der auch ein Teil des Erlöses zugehen wird. Über die Verwendung des Resterlöses wird der neue Ortschaftsrat noch befinden. Das Brunnenfest wurde auch dieses Jahr wieder ein Treffpunkt für Alt- und Neu-Hägelberger; es wird auch bei auswärtigen Besuchern immer beliebter.

Zwanglos trifft man sich am geschmückten Dorfbrunnen mit Freunden zum Gedankenaustausch, es ist ein Fest ohne Ansprachen, ohne offiziellen Rahmen und das wird von den Besuchern gern angenommen. Wie kann man eine Arbeitswoche besser ausklingen lassen als mit guten Gesprächen unter Nachbarn und Freunden mit einem Glas Wein, einem kalten Bier, guten Speisen? Bei diesen fantastischen Bedingungen gingen viele Besucher erst spät nach Hause.

 

Di, 22. Juli 2014

Erfrischende Gespräche am Oberdorfbrunnen

Beim Brunnenfest in Hägelberg gab es am Freitag heiße Temperaturen und kühle Getränke.

Das seit 2002 veranstaltete Hägelberger Brunnenfest erfreut sich wachsender Beliebtheit. Foto: Erika Dietrich

STEINEN-HÄGELBERG. Das Brunnenfest war am Freitag wieder Treffpunkt für Alt- und Neuhägelberger. Im Jahr 2002 wurde das Fest von Ortsvorsteher Hans-Georg Koger ins Leben gerufen, seitdem ist daraus ein beliebter Festtermin vor Beginn der Sommerferien geworden. Es wird auch bei auswärtigen Besuchern immer beliebter.

Zwanglos trifft man sich am geschmückten Dorfbrunnen mit Freunden zum Gedankenaustausch, ein Fest ohne Ansprachen, ohne offiziellen Rahmen, und das wird von den Besuchern gern angenommen. Nur ein einziges Mal konnte das Fest an beiden vorgesehenen Terminen wegen schlechten Wetters nicht durchgeführt werden.

Auch dieses Jahr musste das Brunnenfest wegen Regens um eine Woche verschoben werden, am 18. Juli meinte es der Wettergott jedoch wieder richtig gut mit den Hägelbergern. Das Thermometer zeigte abends noch 30 Grad, und die Schattenplätze am Oberdorfbrunnen waren heiß begehrt. Nach kurzer Zeit waren alle Plätze besetzt, so dass noch Tische und Bänke aufgestellt werden mussten.

Der alte und neue Ortschaftsrat hatte vor allem bei den Getränken alle Hände voll zu tun und kam nicht nur wegen der hohen Temperaturen richtig ins Schwitzen. Auch die Nachfrage nach Steaks, Grillwürsten, später Kaffee und Kuchen, war sehr groß, dank der guten Planung kam es allerdings nie zu einem Engpass. Bei diesen phantastischen Bedingungen gingen viele Besucher erst spät nach Hause.

Unterstützt wurde der Ortschaftsrat dieses Jahr wieder von der Jugendfeuerwehr, der auch ein Teil des Erlöses zugehen wird. Über die Verwendung des Resterlöses wird der neue Ortschaftsrat noch befinden.

 

Bekommt Hägelberg Ortsvorsteherin?

Markgräfler Tagblatt, 17.07.2014 23:02 Uhr

Der neu zusammengesetzte Ortschaftsrat Hägelberg mit dem scheidenden Ortsvorsteher Hans-Georg Koger: (von links)  Gunther Braun, Marcel Grüterich, Anja Ott, Uwe Bühler, Gabriele Kaiser-Bühler, Wolfgang Ganter und Dieter Trinler.  Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt
Der neu zusammengesetzte Ortschaftsrat Hägelberg mit dem scheidenden Ortsvorsteher Hans-Georg Koger: (von links) Gunther Braun, Marcel Grüterich, Anja Ott, Uwe Bühler, Gabriele Kaiser-Bühler, Wolfgang Ganter und Dieter Trinler. Foto: Hans-Jürgen Hege

Steinen-Hägelberg (hjh). Die „Alten“ haben Bewegung hinein gebracht in das Projekt „Dorfgemeinschaftshaus“, die „Neuen“ hoffen aufs schnelle Happy End fürs Dorf und für die Bürger.

Bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums gab es nach der Verabschiedung von Hubert Dietrich und Klaus Asal nach fünf beziehungsweise zehn ehrenamtlichen Jahren im Dienste der Allgemeinheit gleich „Heimarbeit“ für die aktuellen Ortschaftsräte. Noch-Ortsvorsteher Hans-Georg Koger konfrontierte die sieben Ratsmitglieder mit den Haushaltswünschen, die nach Steinen gemeldet werden sollen und bat darum, zuhause das Zahlenwerk zu studieren, um bei der nächsten Sitzung nach den Sommerferien Nägel mit Köpfen machen zu können. Bis dahin bleibt Koger, der zur Wahl im Mai nicht mehr angetreten war, „ohne Stimmrecht“ im Amt. Dann wird seine Nachfolgerin in spe, Gabriele Kaiser-Bühler, das Ruder übernehmen. Sie wurde bei einer Enthaltung zur neuen Ortsvorsteherin vorgeschlagen, die Zustimmung des Gemeinderates in Steinen setzt man in Hägelberg als reine Formsache voraus. Vertreten wird die Stimmenkönigin, die mit ihren über 530 Wählerstimmen laut Dieter Trinler „das ganze Dorf im Nacken hat“, von Gunther Braun, für den im Bedarfsfall „Stubenältester“ Dieter Trinler als zweiter Stellvertreter in die Bresche springen wird.

Ausführlich wies Hans-Georg Koger die alt- und neugewählten Mandatsträger auf ihre Rechte und Pflichten hin, die ihre fünfjährige Amtszeit prägen werden. Und er nutzte die Gelegenheit im voll besetzten Rathaussaal, die wichtigsten Projekte aufzuzählen, die in der vergangenen Legislaturperiode initiiert und teilweise abgeschlossen wurden. In Eigenleistung habe man den Parkplatz bei der „Schönen Aussicht“ saniert. Das Projekt Bürgerheizung wurde gestartet, zahlreiche Bebauungspläne erstellt oder abgeändert. „In den Bergen“ wurde die Wasserleitung erneuert, die Windenergie habe man thematisiert und schließlich das Dorfgemeinschaftshaus geplant, mit dessen Bau schleunigst begonnen werden soll. Und zwar nicht nur, weil es bereits Zuschusszusagen gebe, sondern weil - so vermutete Gunther Braun – derzeit die Einnahmen der Gemeinde Steinen „sprudeln“. Zugunsten der Einrichtung will Gabriele Kaiser-Bühler kleinere anstehende Aufgaben zurückstellen, „obwohl die genauso wichtig sind“. Aber auch sie glaubt, dass die Chancen, das Projekt realisieren zu können, mehr als nur gut sind. Sie weiß: „Wenn jetzt nicht gebaut wird, dann wird’s in absehbarer Zukunft nichts mehr“ mit dem kulturellen Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft. Also müsse aufs Tempo gedrückt werden, betonen die Hägelberger, die auf das positive Ergebnis einer Besprechung am 5. August hoffen, bei der die Weichen hoffentlich zukunftsorientiert gestellt werden.

Dieter Trinler allerdings wies am Ende darauf hin, dass man die Verwaltung in Steinen auf ein paar anstehende und kaum aufschiebbare Sanierungsmaßnahmen aufmerksam machen müsse. Marode Fenster im Kindergarten müssten ersetzt werden. Und den Eingamgsbereich des Rathauses dürfe man ebenso wenig aus den Augen verlieren. Denn dort, so Trinler, „heizen wir zur Türe hinaus“. Und auch das kostet schließlich Geld.

 

 

Fr, 18. Juli 2014

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ortschaftsrat Hägelberg startet in die neue Sitzungsperiode / Gemeinschaftshaus wichtigstes Ziel.

Der neu zusammengesetzte Ortschaftsrat Hägelbergs (von links): Hans-Georg Koger, Gunther Braun, Marcel Grüterich, Anja Ott, Uwe Bühler, Gabriele Kaiser-Bühler, Wolfgang Ganter und Dieter Trinler. Foto: Hans-Jürgen Hege

HÄGELBERG (hjh). Die "Alten" haben Bewegung hineingebracht in das Projekt "Dorfgemeinschaftshaus", die "Neuen" hoffen aufs schnelle Happy End fürs Dorf und für die Bürger. Bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums gab es nach der Verabschiedung von Hubert Dietrich und Klaus Asal nach fünf beziehungsweise zehn ehrenamtlichen Jahren im Dienste der Allgemeinheit gleich Heim-"Arbeit" für die aktuellen Ortschaftsräte. Noch-Ortsvorsteher Hans-Georg Koger konfrontierte die sieben Ratsmitglieder mit den Haushaltswünschen, die nach Steinen gemeldet werden sollen, und bat darum, daheim das Zahlenwerk zu studieren, um bei der nächsten Sitzung nach den Sommerferien Nägel mit Köpfen machen zu können.

Bis dahin bleibt Koger, der zur Wahl im Mai nicht mehr angetreten war, "ohne Stimmrecht" im Amt. Dann wird wohl seine Nachfolgerin in spe Gabriele Kaiser-Bühler das Ruder übernehmen. Sie wurde bei einer Enthaltung zur neuen Ortsvorsteherin vorgeschlagen, die Zustimmung des Gemeinderates in Steinen setzt man in Hägelberg als reine Formsache voraus. Vertreten wird die Stimmenkönigin, die mit ihren über 530 Wählerstimmen laut Dieter Trinler "das ganze Dorf im Nacken hat", von Gunther Braun, für den im Bedarfsfall "Stubenältester" Dieter Trinler als zweiter Stellvertreter in die Bresche springen wird.

Ausführlich wies Hans-Georg Koger alt- und neugewählten Mandatsträger auf ihre Rechte und Pflichten hin, die ihre fünfjährige Amtszeit prägen werden. Und er nutzte die Gelegenheit im voll besetzten Rathaussaal, die wichtigsten Projekte aufzuzählen, die in der vergangenen Legislaturperiode initiiert und teilweise abgeschlossen wurden. In Eigenleistung habe man den Parkplatz bei der "Schönen Aussicht" saniert. Das Projekt Bürgerheizung wurde gestartet, zahlreiche Bebauungspläne erstellt oder abgeändert. "In den Bergen 2 wurde die Wasserleitung erneuert, die Windenergie habe man thematisiert und schließlich das Dorfgemeinschaftshaus geplant, mit dessen Bau schleunigst begonnen werden soll. Und zwar nicht nur, weil es bereits Zuschusszusagen gebe, sondern weil – so vermutete Gunther Braun – derzeit die Einnahmen der Gemeinde Steinen "sprudeln". Zugunsten der Einrichtung will Gabriele Kaiser-Bühler kleinere anstehende Aufgaben zurückstellen, "obwohl die genauso wichtig sind". Sie weiß: "Wenn jetzt nicht gebaut wird, dann wird’s in absehbarer Zukunft nichts mehr" mit dem kulturellen Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft. Also müsse aufs Tempo gedrückt werden, betonen die Hägelberger, die auf das positive Ergebnis einer Besprechung am 5. August hoffen.

Dieter Trinler wies am Ende darauf hin, dass man die Verwaltung auf ein paar kaum aufschiebbare Sanierungsmaßnahmen aufmerksam machen müsse. Marode Fenster im Kindergarten müssten ersetzt werden. Und den Eingangsbereich des Rathauses dürfe man ebenso wenig aus den Augen verlieren. Denn dort, so Trinler, "heizen wir zur Türe hinaus". Und auch das kostet schließlich Geld.

Termine: Das am vergangenen Freitag abgesagte Brunnenfest findet nun am heutigen Freitag, 18. Juni, ab 18 Uhr am Oberdorfbrunnen statt. Außerdem steht Anfang August das Sommerfest auf dem Programm, dessen Erlös dem Dorfgemeinschaftshaus zugutekommen wird.

 

 

SteinenSchönes Brauchtum gepflegt

Markgräfler Tagblatt, 02.07.2014 23:02 Uhr

Alte Tradition: Klaus Holzträger erklomm auf dem Kronenfest den festlich geschmückten Baum.  
Fotos: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt
Alte Tradition: Klaus Holzträger erklomm auf dem Kronenfest den festlich geschmückten Baum. Fotos: Erika Dietrich

Steinen-Hägelberg (os). Der Hägelberger Waldfestplatz - zu Recht „Schöne Aussicht“ genannt ob seiner Lage am Hang oberhalb des Dorfes mit herrlichem Blick ins Tal und hinüber auf den Dinkelberg - ist nicht nur für Vereine aus dem Dorf ein gern genutztes Veranstaltungsareal. Auch die Kreisgruppe Lörrach-Müllheim der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen kommt gerne her und richtete am Wochenende ihr 14 „Kronenfest“ aus.

Alte Tradition: Klaus Holzträger erklomm auf dem Kronenfest den festlich geschmückten Baum.  Fotos: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt

Nicht nur Mitglieder der Landsmannschaft, sondern auch viele Menschen aus dem Dorf waren auf den Waldfestplatz gekommen. Darüber freute sich Kreisvorsitzender Dieter Hann, der seit fast 40 Jahren in Hägelberg lebt, besonders. Er erzählte, dass man als Landsmannschaft vor 13 Jahren und beim damals ersten „Kronenfest“ seitens der Hägelberger Dorfgemeinschaft gerne aufgenommen und gleich akzeptiert gewesen sei.

Das Kronenfest hatte am vergangenen, teilweise verregneten Samstag sogar noch so etwas wie Wetterglück. Denn zum kurzen offiziellen Teil, dem Besteigen der am Vortag von Landsmannschafts-Mitgliedern aufgestellten und mit Blumen- und Grünzeug-Kranz versehenen Tanne, regnete es nicht. Und so konnte Klaus Holzträger nach entsprechender Sicherung den Baumstamm hochklettern und die in der Krone versteckten Flaschen Wein und Wasser leeren.

Klaus Holzträger berichtete zudem noch einiges über die Tradition des „Kronenfestes“: Die mit einem Kranz geschmückte Tanne wurde einst in der heute nordrumänischen Heimat der Siebenbürger Sachsen als Symbol für die Hoffnung auf einen fruchtbaren Sommer mit guter Ernte immer um den Tag „Peter und Paul“ Ende Juni herum aufgestellt. Die Lörrach-Müllheimer Landsmannschaft pflegt diesen Brauch nun schon im 14. Jahr in Hägelberg und wolle dies auch weiter tun, fügte Dieter Hann an.

Zumal auch deshalb, weil mit dem Kronenfest eine weitere, eher hiesige Tradition wieder belebt wurde, wie Hann schmunzelnd erzählte. „Wir haben damals eine Verankerungsmöglichkeit für unseren Baumstamm betoniert. Darin stellte dann schon im folgenden Jahr die Hägelberger Feuerwehr wieder einen Maibaum - diese regionale Tradition war zuvor eingeschlafen“, so Hann. Ihren Baum hatten die Siebenbürger Sachsen am Samstagvormittag aufgestellt; der Kranz wurde bereits am Vorabend in Handarbeit und in heiterer Stimmung bei schönstem Wetter gebunden, so Dieter Hann.

Er erzählte auch, dass die Siebenbürger Sachsen Nachfahren jener Deutschen sind, die ab dem 12. Jahrhundert von Rhein, Mosel und Mitteldeutschland durch ungarische Könige zur Kolonialisierung und Grenzsicherung in den Karpaten angesiedelt wurden, dort aber ihre kulturelle Eigenständigkeit (und ihre deutschen Dialekte) bewahrten, ehe sie gegen Ende des zweiten Weltkriegs vertrieben wurden oder aber spätestens nach dem Zusammenbrechen des „Ostblocks“ 1989/90 nach Deutschland kamen.

Zur Identifikation mit der Landsmannschaft, der früheren Heimat und den historischen Bräuchen trage auch die Tracht bei, so Dieter Hann. Dementsprechend bot die eigene Trachtengruppe mehrere Auftritte. Bewusst hatte man zur zusätzlichen Unterhaltung die „Erste Markgräfler Dilettantenmusik“ aus Kanderns Teilort Wollbach und den Gesangverein „Frohsinn“ aus Schlächtenhaus-Hofen eingeladen. Denn, so Dieter Hann, wolle man natürlich auch die Kontakte zu den hiesigen Vereinen und Gemeinschaften pflegen.

Später am Abend konnte das Tanzbein geschwungen werden zu den Klängen des siebenbürgischen Duos „Ernst & Michael“. Das Verköstigungsangebot war selbstverständlich „landsmannschaftlich“ ausgelegt, mit Kuttelsuppe, einer Fleischklößchen-Spezialität sowie Baumstritzel, aber auch Gegrilltem und Salaten und vor allem Kuchen und Torten. Und so konnten die immer wieder niedergehenden Regenschauer die gute Stimmung nicht trüben.

 

Di, 01. Juli 2014

Die Krone der Heimat

Siebenbürger Sachsen feierten am Wochenende wieder das Kronenfest in Hägelberg.

Die Tanzgruppe Lörrach zeigte den Besuchern des Kronenfestes, wie einst in Siebenbürgen getanzt wurde. Foto: Hubert Dietrich

STEINEN-HÄGELBERG. Am Wochenende fand auf der Schönen Aussicht in Hägelberg zum 14. Mal das traditionelle Kronenfest der Siebenbürger Sachsen statt. Das traditionsreiche Fest, das in Siebenbürgen um Peter und Paul als letztes Fest der Jugend vor der Ernte gefeiert wurde, ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders in Hägelberg.

In alter Tradition wurde bereits am Freitag von den Frauen der Kreisgruppe Lörrach-Müllheim der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen die zwei Meter hohe Krone mit Blumen und Buchenlaub gebunden (siehe Artikel unten). Aufgerichtet wurde der Kronenbaum am Samstag morgen direkt vor dem Fest mit einem Kran, der eigens auf die "Schöne Aussicht" geschafft wird. Den Baum in Handarbeit aufzurichten, wie es etwa mit so manchem Mai- und Narrenbaum in der Umgebung geschieht, würde doch zu lange dauern, zumal es am männlichen Nachwuchs ein wenig mangelt im Kreisverband.

Auch wenn zu Beginn des Festes am Samstag noch etwas Regen fiel, füllte sich der Platz sehr schnell und in der Waldschänke selbst war mancher Tisch schnell besetzt. Es waren Gäste vom Kaiserstuhl, aus der Gegend um Waldshut und sogar vom Bodensee da. Eine Familie hatte angesichts des Festes in Hägelberg gar ein Cousintreffen organisiert.

Dieter Hann, der in Hägelberg lebende Kreisvorsitzende der Siebenbürger Sachsen, eröffnete das Fest. Dieses Jahr wurde die Krone traditionsgemäß wieder von einem Mann, Klaus Holzträger, Fotograf aus Bonn, erklommen. Mangels männlicher Vertreter hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Mädchen aushelfen müssen. Ein schmerzhafter Traditions-Kompromiss, denn das Ersteigen des Kronenbaumes war ursprünglich für die jungen Burschen im Dorf eine Art Ritual hin zum Erwachsenwerden. "Das sollte ein junger Mann mindestens einmal gemacht haben, bevor er heiraten durfte", erinnert sich Helmut Untch, Vorsitzender der Tanzgruppe Lörrach, die auf dem Fest wieder mit traditionellen Volkstänzen aus der Heimat erfreute. Nachdem es sich Holzträger in der Krone auf den mit Laub gepolsterten Zwischenstreben bequem gemacht hatte, "erfrischte" er von oben mit Wasser die fünf Tanzpaare, die in jungsächsischer Tracht den Bändertanz um den Kronenbaum tanzten. Unter Beifall verschlangen sich die Bänder immer wieder zu neuen Mustern, am Schluss jedoch mussten sich die Bänder problemlos wieder entwirren.

Musikalisch war beim Fest wieder einiges geboten. Wie im letzten Jahr spielte die "Erste Markgräfler Dilettantenmusik" aus Kandern-Wollbach. Auch der Gesangverein "Frohsinn" aus Schlächtenhaus-Hofen erfreute mit einigen Liedern. Ab 18 Uhr bis spät nachts konnte das Tanzbein geschwungen werden; dafür sorgte das beliebte siebenbürgische Tanzbandduo "Ernst & Michael".

Kulinarisch wurden die Gäste mit Speisen aus der Heimat verwöhnt: die Siebenbürger Spezialitäten wie "Mici" mit Salaten und abends die "Ciorba de burta", die rumänische Kuttelnsuppe, waren sehr begehrt.

Vor dem krönenden Fest fließen die Schweißtropfen

 

 

Am Vortag des Kronenfestes i wird hart gearbeitet / Einst waren nur Kornblumen und Buchenblätter als Kronenschmuck erlaubt.

Für das aufwändige Schmücken der Blütenkrone wurden einst ausschließlich Kornblumen gewählt. Heute wird genommen, was Feld und Wiesen so hergeben. Das Flechten besorgen die Frauen, den Transport übernehmen die Herren der Schöpfung. Foto: Anja Bertsch

STEINEN-HÄGEBERG. Es dämmert an der Waldschänke zur "Schönen Aussicht", allmählich geht es an diesem Freitag vor dem Kronenfest auf den Feierabend zu. Gleich werden sich gut zwei Dutzend Leute zum geselligen Schmaus niederlassen, die hier in den vergangenen vier, fünf Stunden ordentlich geschafft haben. In wenigen Stunden feiern die Siebenbürger Sachsen ihr Kronenfest. Bis aber fröhlich gefeiert werden kann, gibt es einiges zu tun.

Im Zentrum der Vorbereitungen steht das Binden der gut zwei Meter hohen Krone, die auf der Spitze des zwölf Meter hohen Stammes thronen wird. Zunächst gilt es, das nötige Blattgrün und Blumenbunt zu sammeln. Und das wiederum war am frühen Freitag Mittag noch Anlass für ein wenig Krisenstimmung: Dieter Hann, in Hägelberg wohnender Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen im Landkreis, war im Wald, um die Zweige für die Krone zu schneiden. Dabei musste er feststellen, dass ein großer Teil der Buchen, die dafür eigentlich verwendet werden, offenbar krank sind oder zu arg unter der Trockenheit zu leiden hatten; die Blätter jedenfalls sind verdorrt und braun.

"Das ist nicht gut", grämte sich Hann "Die Krone soll doch ordentlich aussehen." Bis zum Nachmittag ist eine einigermaßen passable Lösung gefunden: Die satt-grünen Blätter, die die Krone nun schmücken, stammen nicht allein von der Buche, sondern von vier oder fünf verschieden Baumarten.

Die zur Krone gehörenden Blumen hat Helmut Untch in freier Wildbahn gepflückt. Untch ist Vorsitzender der Tanzgruppe, und heute extra aus Müllheim auf die "Schöne Aussicht" gekommen. "Zu Hause kamen nur Feld- und Kornblumen in die Krone, die blauen und die roten", erinnert sich Untch. Da diese hierzulande aber nicht (mehr) so üppig sprießen "nehmen wir, was wir auf dem Feld finden." In diesem Jahr allerdings war auch das etwas schwierig: "Es war fast nichts mehr da – alles war schon abgemäht."

Schlussendlich ist genügend Material zusammengesucht, so dass es am frühen Abend für ein gutes Dutzend Frauen ans Schmücken der Krone ging: Gut zwei Stunden benötigten sie, um Streben und Querstreben des zwei Meter hohen Metallgerüstes über und über mit Blumen und Blattgrün zu bedecken. Ist die Krone schließlich fertig, wuchten die Männer den zwölf Meter langen Stamm des Kronenbaums hinter der Festhütte hervor. Dort lagert er seit seinem letzten Einsatz im vorangegangenen Jahr: So muss nicht für jedes Kronenfest aufs neue ein stattlicher Baum gefällt werden. Mit vereinter Kraft, unter einigem Ächzen und Gelächter wird schließlich die frisch gearbeitete Krone an das Kopfende des Stammes gehievt und befestigt.

Das Kronenfest ist ein althergebrachter Brauch aus der alten Heimat der Siebenbürger Sachsen im heutigen Rumänien: "In unserem Dorf war das ein sehr schönes Fest. Man konnte noch einmal richtig feiern, bevor es an die Arbeit ging: Nach dem Fest stand die Ernte an", erzählt Helmut Untch. Im Jahr 2000 wurde der Brauch von der hiesigen Gruppe der Siebenbürger Sachen wiederbelebt. Dass das Fest genau auf der Schönen Aussicht seinen Platz fand, ist ebenfalls eine Reminiszenz an die alte Heimat: "In unserem Dorf hatten wir ebenfalls einen schönen Platz im Wald, an dem sich das ganze Dorf mitsamt Picknickkorb und Blaskapelle traf, um das Kronenfest zu feiern", erinnert sich Untch. Mit der Siebenbürgischen Tradition hielt im übrigen auch eine heimische Tradition wieder Einzug in Hägelberg: Um den Kronenbaum sicher in der Erde zu verankern, betonierten die Siebenbürger Sachsen an der Waldschänke nämlich ein Loch. "Bald schon wurden wir angefragt, ob auch der Maibaum hier aufgestellt werden darf", erinnert sich Helmut Untch schmunzelnd.

 

 

DIE SIEBENBÜRGER SACHSEN

 

sind eine deutschsprachige Minderheit im heutigen Rumänien, die sich dort vermutlich zu Zeiten der Kreuzzüge seit dem 12. Jahrhundert ansiedelten, und ihre Mundart und Traditionen als weitgehend abgeschlossene Gemeinschaft kultivierten. In Zeiten des Kommunismus seit den 1970er Jahren und in einer großen Welle seit 1990 wanderte die Mehrheit der Siebenbürger Sachsen aus Rumänien in die Bundesrepublik aus. Um Traditionen und Tänze und aus der alten Heimat zu pflegen, sind die Ausgewanderten im "Verband der Siebenbürger Sachsen" organisiert. Die hiesige Kreisgruppe zählt etwa 120 Familien als Mitglieder. Vorsitzender ist Dieter Hann aus Hägelberg. Kontakt: Telefon (Hann): 07627/8985, Fax: 07627-971039.  

 

Do, 26. Juni 2014

Krippenkinder kosten richtig Geld

Ausbau der Kinderbetreuung in Steinen bringt höhere Personalkosten / Eltern haben vermehrt Bedarf an Ganztagsbetreuung.

Mit Fertigstellung des Neubaus in der Köchlinstraße gibt es viele neue Kindergartenplätze. Die Kinder der Rumpelkiste freuen sich schon auf den Umzug im Herbst. Foto: Robert Bergmann

STEINEN. Trotz der bisher guten Ausstattung mit Kindergartenplätzen – gerade für unter dreijährige Kinder – geht die Gemeinde Steinen von einem steigenden Bedarf in den kommenden Jahren aus. Der Gemeinderat entschied daher am Dienstag einstimmig, den Bedarf im Kernort für das Kindergartenjahr 2014 / 15 auf neun Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen festzusetzen.Derzeit gibt es in der Gemeinde 86 Plätze für unter dreijährige Kinder. Das entspricht in Steinen einer Versorgungsquote für die U3-Kinder von 49 Prozent, wie Stefanie Hofer vom Hauptamt ausführte. Per Gesetz haben Kinder vom ersten bis einschließlich des dritten Lebensjahres einen Anspruch auf frühkindliche Förderung.

Die Gemeinde geht davon aus, dass mit der neuen Krippengruppe im Neubau an der Köchlinstraße – die Eröffnung ist für Oktober geplant – zunächst der Bedarf für das kommende Kindergartenjahr gedeckt werden kann. Knapper sieht es hingegen in der Ganztagsbetreuung der Kinder aus. Die Nachfrage nach längeren Öffnungszeiten in Kindergärten von rund sieben Stunden pro Tag steigt ständig an. Hier liegt Steinen mit 20 Plätzen im Fröbelkindergarten bei einer im Landesvergleich unterdurchschnittlichen Versorgung von sieben Prozent (Baden-Württemberg 14 Prozent). Durch die Schaffung weiterer 20 Plätze im Neubau wird eine Versorgung von 14 Prozent, zusammen mit den Ganztagsplätzen in Höllstein 23 Prozent erreicht. Das Landesjugendamt geht von einem mittelfristigen Bedarf von 20 bis 30 Prozent aus.

Für das kommende Kindergartenjahr gibt es für alle von den Eltern bislang angemeldeten Kinder entsprechende Plätze. Im Hauptort Steinen gilt das spätestens ab Inbetriebnahme des Neubaus. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Vorschlag des Finanz- und Verwaltungsausschusses und setzte für das Jahr 2014/ 15 den Bedarf im Kernort auf insgesamt neun Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen fest.
Für den Neubau der Kindertagesstätte Steinen ergab die Bedarfserhebung, dass eine Anpassung des Angebots vorgenommen wird. Nach Auswertung der nun angemeldeten Kinder schlug die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Kindergartenleiterin Gabriele Hein eine Einteilung in vier Kategorien (siehe Infobox) mit insgesamt 80 Plätzen vor.
Unter Berücksichtigung der bisherigen Anmeldungen stehen damit bis Ende des Kindergartenjahres noch neun frei Plätze im Kindergarten und drei bis vier frei Plätze in der Krippe zur Verfügung. Für den Neubau werden sechs weitere Stellen beim Betreuungspersonal notwendig, was Mehraufwendungen von rund 270 000 Euro entspricht. Um dem Wunsch der Eltern nach längeren Betreuungszeiten Rechnung tragen zu können, schlug die Verwaltung vor, ab Vollbelegung der Ganztagsgruppe die jetzt bestehende Regelgruppe in eine gemischte Regelgruppe /Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit umzuwandeln. Hierdurch entstehende Mehraufwendungen im Personalbereich würden im Bereich von 2.300 Euro liegen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.
Für den Kindergarten "Berghüsli" in Hägelberg liegen mehr Anmeldungen vor als nach der Betriebserlaubnis zur Verfügung stehen. Zu den 22 möglichen Plätzen müsste die Gruppe um weitere sechs bis acht Plätze überbelegt werden. Um allen angemeldeten Kindern eine Betreuung in Hägelberg zu ermöglichen, wurde in Absprache mit der Fachberaterin vom Landratsamt entschieden, 2014/2015 eine so genannte Kleingruppe mit elf Plätzen befristet einzurichten. Zu deren Einrichtung bedarf es jedoch einer Aufstockung des Personals um 0,8 Stellen, was einem Mehraufwand von jährlich 36 000 Euro entspricht. Vom Gemeinderat gab es für dieses Vorgehen ein einstimmiges Ja.

BETREUUNGSANGEBOTE: Neuer Kindergarten

 

Krippe mit verlängerten Öffnungszeiten bei 35 Stunden pro Woche, Beitrag 1. Kind 232 Euro, 2. Kind 139 Euro

Ganztagsgruppe mit verlängerten Öffnungszeiten bei 49,5 Stunden pro Woche. Über Dreijährige. 1. Kind 234 Euro, 2. Kind 140 Euro.Unter Dreijährige 1. Kind 390 Euro, 2. Kind 234 Euro
Verlängerte Öffnungszeit mit optionalem Mittagstisch, 35 Stunden pro Woche 1. Kind 95 Euro, 2. Kind 57 Euro.
Regelöffnungszeit 35 Stunden / Woche: 1. Kind 95 Euro, 2. Kind 57 Euro
Verlängerte Öffnungszeit und Regelöffnungszeit für unter Dreijährige 1. Kind 190 Euro, 2. Kind 114 Euro  

 

Mi, 25. Juni 2014

Wasser, Feuer und surreale Vogelwesen

Der Bildhauer Tilo Tscheulin und Figurenmacher Johannn verzaubern mit Herzblut und finanziellem Einsatz das einstige Hägelberger Wasserreservoir.

Marmor für Frauen, Sandstein für Männer: Tilo Tscheulin (links) und Johannn (mit Vogelmaske) haben das ehemalige Wasserhüsli in Hägelberg in einen fantastischen Kunst-Ort verwandelt Foto: Roswitha Frey

STEINEN-HÄGELBERG. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Draußen herrliche Natur, Vogelgezwitscher, Waldidylle. Wer dann in das zum Kunstkabinett umgewandelte Wasserhüsli in Hägelberg hinabsteigt, den erwartet eine geheimnisvolle Welt der fantastisch-bizarren Figuren, Objekte und Skulpturen, effektvoll beleuchtet in den dunklen Räumen.

Was der Bildhauer Tilo Tscheulin und der Figurenmacher Johannn – die drei "n" in seinem Vornamen sind Programm – im einstigen Wasserreservoir in Hägelberg geschaffen haben, ist ein Kunst-Ort von spezieller Atmosphäre. Davon konnten sich am Samstagabend die vielen Besucher der neuen Dauerausstellung überzeugen. Wasser, Feuer, Licht, Klänge von DJ Gabriel, alles war bei der Eröffnung der Schau geboten. Die Zahl der Arbeitsstunden, die Tscheulin und Johannn investiert haben, geht in den vierstelligen Bereich. Und sehr viel Geld aus dem eigenen Portemonnaie haben die beiden Künstler auch noch in das Projekt gesteckt. Für zehn Jahre hat ihnen die Gemeinde das Wasserhüsli überlassen. Im Oktober 2012 haben Tscheulin und Johannn angefangen, das Häuschen in einen Kunst-Ort zu verwandeln. Zuerst mussten sie es begehbar machen, sich durchbohren und durchhämmern, bis sie vier Räume auf drei Ebenen gestaltet haben. Zudem wurden 400 Quadratmeter Außenanlage terrassenförmig angelegt, mit Sitzgelegenheiten und sogar einem Tisch mit Bänken auf dem Dach des Häuschens. Überall verteilt auf dem Gelände sind Skulpturen, Konstruktionen, Objekte und Figuren der beiden engagierten Kunstmacher, die sich mit Herzblut, Ideenreichtum und Einsatz in dieses Projekt einbringen.

Empfangen wird der Besucher von dem monumentalen hoch aufragenden Brunnen "Equilibrium" von Tilo Tscheulin, einem beeindruckenden Werk mit konstruktiven und kreisförmigen Elementen. Wie Tscheulin erzählt, haben sich die drei Künstler der Gruppe "Trioptikon" zu einer Arbeitsteilung entschlossen: Er und Johannn kümmern sich um das Projekt Wasserhüsli, während Wernt Hann die Kunsthalle Brombach betreut. Eine Anspielung auf diese Situation ist Tscheulins Aktionskunst-Objekt "Zerreißprobe": ein Fahrrad, zwischen Bäume gespannt, mit Gurten befestigt. Ansonsten sind Stein und Stahl die bevorzugten Materialien von Tilo Tscheulin. So sieht man einen Quellstein, in dem ringsum Gesichter erscheinen. Im Eingang zum Wasserhüsli hängen eindrucksvolle Sandsteinreliefs wie der "Wassermann", der mit einem Krug Wasser ausschüttet, sowie das Porträt von Vidar, dem Sohn von Odin. Mythologisches, Kraftvolles, Archaisches setzt Tscheulin gern in Sandstein um. Zum edlen Marmor greift er, wenn er anmutige Frauenskulpturen gestaltet, wie die futuristische Büste "Amidala", ein fein modellierter Frauenkopf mit Kopfschmuck aus Draht und Glasstücken, für den eine Figur aus "Star Wars" die Anregung gab. Eher konstruktiv in der Formensprache, ist das schlangenförmig dynamisch gewundene Edelstahl-Objekt "Welle 109". Im Wasserhüsli zeigt Tscheulin auch Lichtobjekte und eine Wand mit Selbstbildnissen.

Für das Düstere ist Figurenmacher Johannn zuständig. Seine Figuren sind surreale, groteske, oft auch unheimlich und gespenstisch wirkende Kreationen aus Fundstücken, Metallmaterialien, ausrangierten Gegenständen, Maschinenteilen, alten Rohren oder Tierknochen. Aus diesen Materialien gestaltet, formt, schweißt Johannn eigenartige Wesen, halb Mensch, halb Tier, mit Vogelschnabel, Vogelkopf und krallenartigen Füßen. Johannn will gar keine große Interpretation geben, der Betrachter soll die aus der Fantasie entstandenen Fabelwesen und Figuren einfach auf sich wirken lassen. Eindrücklich sind die Baumfiguren mit Ästen aus alten Rohren.

Diese Baumobjekte wirken wie in der Erde hineingepflanzt. An einem Baumwesen schaukelt eine groteske puppenartige Gestalt. Im kellerartigen Dunkel des Wasserhüslis entfalten Johannns Objekte eine gespenstische Wirkung. Man entdeckt mechanisch bewegte Figuren aus Knochen, ein bewegliches Fabeltier mit Spieluhr, ein Objekt im Vogelkäfig oder die Installation "Für-Sorge", in der eine weiße Puppenfigur mit Spritze in einem durchsichtigen Kasten sitzt. Der Kreislauf von Leben und Tod spielt eine Rolle in Johannns rätselhaften Figurenobjekten. Um das Kunstprojekt Wasserhüsli zu unterstützen, soll ein Freundeskreis gebildet werden.

 

Öffnungszeiten: Bis Dezember ist das Wasserhüsli jeden ersten und letzten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

SteinenEin Kunstprojekt der ganz besonderen Art

Markgräfler Tagblatt, 24.06.2014 23:03 Uhr

Die Figur im Baum von Johannn. Foto: Markgräfler Tagblatt
Die Figur im Baum von Johannn.

Von Jürgen Scharf

Steinen-Hägelberg. Wer Kunst im Freien sehen will, muss 510 Meter hoch auf den Hägelberg. Dort hat er nicht nur eine „schöne Aussicht“, einen wunderbaren Alpenblick, dort gibt es seit dem Wochenende auch eine Galerie in der Natur rund um das von zwei Künstlern umgebaute Wasserhüsli.

Die Figur im Baum von Johannn. Foto: Markgräfler Tagblatt

Wenn ein Figurenmacher und ein Objektgestalter zusammenspannen, dann wird auch aus einem ehemaligen Wasserreservoir eine einzigartige Sache. Das Projekt Wasserhüsli ist eine Mischung aus Aktionskunst, „work in progress“ und Kunstgalerie. Der Bildhauer Tilo Tscheulin und Johannn (ein Pseudonym), der sich selbst Figurenmacher nennt, haben nicht nur den ehemaligen Pumpenraum begehbar gemacht, sondern auch die Umgebung mit Wegen terrassiert und mit Sitzgelegenheiten aufgewertet.

„Wenn alles wieder grün ist, ist der Platz ein Traum“, sagt Tscheulin am Tag der Vernissage. Viel Arbeit, Zeit und Geld haben die beiden Künstler in dieses uneigennützige Kunstprojekt investiert, Durchbrüche geschaffen, eine Treppe, die 400 Quadratmeter große Außenanlage, alles in Eigenarbeit. Die Gemeinde hat ihnen für zehn Jahre das Hüsli überlassen. Ein Teil vom Ursprungs-Wasserhäuschen blieb erhalten, alte Rohre wurden mit eingemauert, ein Geräteschuppen angebaut, ein Lagerplatz erstellt.

Zuerst musste noch das Wasser abgelassen werden, bevor man anfangen konnte und der Wasserbehälter zu einem reinen Ausstellungsraum wurde. Jetzt lädt schon von weither die große stattliche, aus Schwarzwaldgranit und Edelstahl bestehende konstruktive Brunnenskulptur „Equilibrium“ von Tscheulin ein – versehen mit Symbolen, Ornamenten und dem Logo des Bildhauers. Auf verschiedenen Ebenen und einem Plateau mit Bänken kann man unter einem falschen Plastikbaum, der fest mit dem Tisch verwurzelt ist, die Skulpturen auf sich wirken lassen. Bei Dunkelheit wird die Anlage beleuchtet.

Einige der Arbeiten kennt man schon von der Trioptikon-Ausstellung in Kandern, sie haben bei der Dauerausstellung in Hägelberg einen schönen neuen Platz gefunden. Johannn arbeitet gern mit Metall, Fundstücken, Vierkantrohren (wie bei seinem „Adam“) und geschweißten Gesichtern; auch Ketten werden mit eingebracht oder Schweißstäbe bemalt (Figur „Ludwig“). Manche der skurrilen, fantastischen Figuren sehen aus wie Vogelmenschen mit Schnäbeln und Krallen.

Neben solchen Krallenwesen entdeckt man Baumgestalten mit Ästen aus Metallrohren wie den „Ohneapfelbaum“. Neben Metall sind Knochen Johanns bevorzugtes Material; daraus gestaltet er kleine bewegliche Figuren, die oft gespenstisch-düster aussehen und in den dunklen, kellerähnlichen Räumen die richtige esoterische Umgebung finden.

Wenn man das Wasserhüsli betritt, steht man erst mal vor dem 900 Kilo schweren Sandsteinrelief „Wikinger“ von Tscheulin, das in vierstündiger Arbeit mit sechs Helfern – wie im alten Ägypten – von Hand angebracht wurde. Diese Plastik über die germanische Mythologie zeigt Vidar, den Sohn Odins und Bruder von Thor.

Über allem thront „Amidala“, eine spacige Dame aus Star Wars mit Draht und Glas im Haar. Eine Gemeinschaftsarbeit ist die „Zerreißprobe“ - wieder mehr Aktionskunst: Ein zwischen Bäumen mit Gurten festgezurrtes Fahrrad soll die Zerreißprobe verdeutlichen, die die Künstler nach ihrem Ausscheiden aus der Kunsthalle Brombach hinter sich haben.

Nun konzentrieren sich Tscheulin und Johannn voll auf das gemeinsame Kunstprojekt Wasserhüsli und hoffen, dass auch Resonanz von Seiten der Gemeinde folgt. Wer diesen Idealismus unterstützen will, kann Mitglied im Freundeskreis werden. Die Kunstgalerie im Wasserhüsli ist bis Dezember jeden ersten und letzten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet, die Künstler sind anwesend.

 

Mo, 02. Juni 2014

Bauarbeiten "In den Bergen"

Am 4./5. Juni geht es los.

STEINEN-HÄGELBERG (BZ). Die Sanierung und Teilerschließung "In den Bergen" Hägelberg beginnt. Asphaltarbeiten sind für den 4. und 5. Juni vorgesehen. Am Mittwoch, 4. Juni, wird die Asphalttragschicht im Bereich "In den Bergen" Haus-Nr. 56 bis Nr. 61 hergestellt. Im Zeitraum von 7 Uhr bis etwa 14 Uhr ist eine Zufahrt zu den Privatgrundstücken Haus-Nr. 53 bis 61 nicht möglich, teilt die Bauleitung mit. Die Anwohner werden gebeten, bereits am Dienstag 3. Juni, ihre Autos außerhalb des genannten Bereichs zu parken. Die Herstellung der Asphalttragschicht ist im Einmündungsbereich zur mittleren Straße "In den Bergen" zwischen Haus-Nr. 28 und 29 vorgesehen; die Umleitungsstrecke für die Anwohner "In den Bergen" Haus-Nr. 53 bis 66 und Haus-Nr. 29 führt über "Rebgarten". Am Donnerstag, 5. Juni, ist die Herstellung der Asphaltdeckschicht im Bereich "In den Bergen" Haus-Nr. 56 bis Haus-Nr. 61 an der Reihe. Von 7 Uhr bis gegen 15 Uhr ist eine Zufahrt zu den Privatgrundstücken Haus-Nr. 53 bis 61 nicht möglich. Die Anwohner werden gebeten, bereits am Mittwoch, 4. Juni, ihre Autos außerhalb des genannten Bereichs zu parken. Für die Herstellung der Asphaltdeckschicht im Bereich Rechbergstraße Haus-Nr. 1-3 und Untere Dorfstraße Haus-Nr. 1-6 ist eine ganztägige Vollsperrung nötig. Die Umleitungsstrecke für die Anwohner "In den Bergen" Haus-Nr. 28-66, Rechbergstraße Haus-Nr. 1-28 sowie Im Ziegelacker führt über Rebgarten. Die Anwohner der Privatgrundstücke Rechbergstraße Haus-Nr. 1-3 und Untere Dorfstraße Haus-Nr. 1 bis 6 werden gebeten, bereits am Mittwoch, 4. Juni, ihre Fahrzeuge außerhalb des genannten Bereichs zu parken. Die Bauleitung bittet um Verständnis dafür, dass es bei ungünstigen Witterungsverhältnissen noch Terminverschiebungen geben könnte.
Hinweis: Ansprechpartner ist Bauleiter Thomas Strübe:  0171-4905 364. Verantwortliche Firma: Vogel Bau; Ansprechpartner: H. Burger,  0157-82893 223.

 

 

Mi, 28. Mai 2014

Hägelberger stimmen am eifrigsten ab

Wahlen zu den Ortschaftsräten.

STEINEN (rbr). Im Rahmen der Kommunalwahlen fanden am Sonntag in fünf Steinener Teilorten (mit Ausnahme von Höllstein) auch die Wahlen zu den jeweils siebensitzigen Ortschaftsräten statt. Bemerkenswert ist die Wahlbeteiligung in Hägelberg, die mit über 66 Prozent auf ein reges Bürgerinteresse an den Dorfangelegenheiten schließen lässt. Im Höhendorf findet sich mit Gabriele Kaiser-Bühler auch die Stimmenkönigin der Ortschaftsratswahlen. Interessant ist außerdem, dass zahlreiche bisherige Ortsvorsteher nicht mehr antraten. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Weitenau

Wahlberechtigt für das siebenköpfige Gremium waren 472 Bürger, drei Listen standen zur Wahl. Gewählt haben 275, was einer Wahlbeteiligung von 58, 26 Prozent entspricht. Fünf Stimmzettel sind ungültig. In den Ortschaftsrat gewählt wurden: 

Unabhängige Wählergruppe Weitenau: Danny Berardinucci (124 Stimmen) und Simon Dürr (136 Stimmen)

Wählergemeinschaft Weitenau: Freya Bachmann(210) Ulrike Mölbert (150) Hans-Jörg Meier (211 Stimmen)

Freie Wählergruppe Weitenau: Ralf Fockers (148 Stimmen) und Rainer Dürr (211 Stimmen).

 

Endenburg

Wahlberechtigt waren 337 Bürger. Gewählt haben 172, was einer Wahlbeteiligung von 51,01 Prozent entspricht. Fünf Stimmzettel sind ungültig. In den Rat gewählt wurden: Markus Dreher (123 Stimmen), Benjamin Leonhardt (117 Stimmen), Ralf Herzog (107) Mark Oßwald (106), Benno Weißenberger (102), Thomas Forsthuber (97) und Heinz Bauer (90).

 

Schlächtenhaus

Wahlberechtigt waren in Schlächtenhaus 426 Bürger. Gewählt haben 222, was einer Wahlbeteiligung von 52,11 Prozent entspricht. Vier Stimmzettel sind ungültig. In den Ortschaftsrat gewählt wurden: Felix Frey (183 Stimmen), Stephan Müller (180), Heinrich Stiefvater (134) Max Niefentaler (109), Stefan Baumgartner (108) und Jochen Pfefferle. Zwischen Beate Brendle und Thorsten Kleine-Kappenberg, die beide 78 Stimmen erhielten, wird das Los entscheiden.

 

Hägelberg

Wahlberechtigt waren in Hägelberg 556 Bürger, zwei Listen standen zur Wahl. Gewählt haben 371 Bürger, was einer Wahlbeteiligung von 66,7 Prozent entspricht. 14 Stimmzettel sind ungültig. Gewählt wurden: 

Freie Bürgerliste: Wolfgang Ganter (252), Anja Ott (200), Dieter Trinler (205). 

Aktiv für's Dorf: Gabriele Kaiser-Bühler(530), Gunther Braun (377), Marcel Grüterich (252) und Uwe Bühler (211).

 

Hüsingen

Wahlberechtigt waren 450 Bürger. Gewählt haben 238 Bürger, was einer Wahlbeteiligung von 52,89 Prozent entspricht. 20 Stimmzettel sind ungültig. Gewählt wurden: Holger Sutter (153 Stimmen), Stefan Wellinger (150), Thomas Bauer (129) Vera Winter (126), Christian Ott (121), Tilo Sturm (85) und Jürgen Schäfer (80).

 

 

Di, 27. Mai 2014

Die CDU hat weiterhin die Nase vorn

Eine gleichbleibend starke CDU, Verluste für die Gemeinschaft und ein leichter Zugewinn bei der SPD kennzeichnen den Ausgang der Kommunalwahl in Steinen.

STEINEN. Eine starke CDU, Verluste für die Gemeinschaft und ein leichter Zugewinn bei der SPD kennzeichnen den Ausgang der Kommunalwahl in Steinen. Der künftige Gemeinderat wird nach Abschaffung der unechten Teilortswahl nur noch 22 Sitze haben, 25 waren es bisher. Mit knapp 52 Prozent war die Wahlbeteiligung auch in Steinen alles andere als berauschend.

Es mag Gemeinschaftrat Willibald Kerscher freuen, dass er bei der Steinener Kommunalwahl mit 4276 Stimmen erneut zum Stimmenkönig avancierte und seinen Vorsprung unter den neuen Bedingungen einer Wahl ohne festgelegte Sitze für die Teilorte sogar noch ausbauen konnte. Weniger erfreulich dürfte für den Hüsinger sein, dass die Gemeinschafts-Fraktion im Vergleich zu 2009 leichte Verluste hinnehmen musste: Ihr Stimmenanteil sank von 33,8 Prozent auf 31, 9 Prozent. Mit nur noch sieben (bislang elf) Sitzen ist die Gemeinschaft im künftigen, verkleinerten Gemeinderat vertreten. Gewählt wurde übrigens auch Willibald Kerschers Sohn Nicolas. Ob Vater und Sohn tatsächlich gemeinsam im Kommunalparlament sitzen dürfen, muss indes der Wahlausschuss klären. Ansonsten stünde mit Angela Wöhrle eine erfahrene Nachrückerin bereit.

Im neuen Gremium wird die CDU, die es genau wie vor fünf Jahren auf einen Stimmanteil von 42,4 Prozent brachte, mit neun Sitzen vertreten sein, zwei Räte müssen ihren Platz räumen. Die Christdemokraten sind damit nach wie vor die stärkste Fraktion im Steinener Gemeinderat. Mit fast 4000 Stimmen konnte bei der Kommunalwahl Fraktionssprecher Benjamin mächtig punkten, er schaffte damit den Stimmenkönig-Vizetitel. Mit Christof Gebhardt haben die Wähler einen alten Bekannten in den Gemeinderat gewählt. Der Schlachtermeister landete trotz eines eher ungünstigen 13. Listenplatzes nach fünf Jahren politischer Abstinenz erneut auf der Ratsbank der Schwarzen. Ein ganz neues Gesicht in der CDU-Fraktion ist der Lörracher Polizeisprecher Dietmar Ernst.

Leicht im Aufwind sehen sich Steinens Sozialdemokraten um Fraktionssprecher Rudolf Steck. Sie holten diesmal immerhin 25,7 Prozent der Stimmen (2009: 23,9). Im neuen Steinener Rat bedeutet dies, dass die Sozialdemokraten wie bisher mit sechs Sitzen rechnen können. Ihr politisches Gewicht hat sich damit relativ gesehen vergrößert. Auch die Genossen haben neue Köpfe in ihren Reihen: Das sind Erwin Sturm, der ehemalige Ortsvorsteher aus Hüsingen und Rainer Eiche.

DIE ERGEBNISSE:

Wahlberechtigte: 8005 Wähler: 4140 Wahlbeteiligung: 51,72 Prozent Ungültige Stimmzettel: 104 Gültige Stimmzettel: 4036 Gültige Stimmen: 81127 Gewählt:fettgedruckt
 
CDU
Benjamin Blum 3987 Bernd Vosskuhl 3503 Norbert Götz 2969 Marc Sutterer 2378 Christof Gebhardt 2342 Dietmar Ernst 1868 Gabriele Kaiser-Bühler 1797(Hägelberg) Eva Kuder-Herbrich 1677 Stefan Lenz 1597 Heinz Schuler 1468 Gudrun Roser 1368 Sabine Glaser 1232 Klaus Vollmer 1209 Wolfgang Vetter 1116 Walter Kolb 941 Gabriele Ebner 875 Claudia Sambale-Lebus 812 Bernhard Ebner 811 Daniela Trefzer 786 Stephanie Senn 702 Nicole Plattner-Großhans 514 Dietrich Eberhardt 443
 
SPD
Rudolf Steck 3523 Gisela Wilms 2165 Wolfgang Kropf 1784 Erwin Sturm 1714 Rainer Eiche 1247 Günter Senn 1065 Andrea Lang 972 Friederike Schweigler 963 Ticiano Di Domenico 733 Ahmed Attia 709 Benedetto Salvo 701 Christine Lenz 676 Gerd Beck 656 Benno Weißenberger 642 Michael Schmidt 571 Bernhard Seger 500 Stefan Matt 467 Ercan Zor 434 Daniel Beck 432 Monika Hesse 363 Uwe Robel 339 Jörg Gottschlich 210

GEMEINSCHAFT
Willibald Kerscher 4276 Ruth Noack 1969 Stephan Mohr 1741 Britta Schuler 1736 Ulrike Mölbert 1726 Roland Räuber 1714 Nicolas Kerscher 1660 Angela Wöhrle 1583 Catherine Pfeiffer 1311 Claudia Fischer 963 Amir Vahid Yousefnia 880 Jürgen Herrmann 820 Gritt Boczek 776 Joachim Freund 687 Dieter Köpnick 684 Nana Mittelmaier 672 Michael Schubert 602 Fabiola Hinz 475 Christian Heichel 445 Dieter Gersabeck 404 Thomas Wagner 377 Kevin Kammerer 365
 
 
 

Entscheidet Los über Ortschaftsratssitz?

Markgräfler Tagblatt, 26.05.2014 23:01 Uhr

Steinen (hp). 

Entscheidet in Schlächtenhaus das Los über die Besetzung des sieben Ort­­­schaftsratssitzes? Wenn der Gemeindewahlausschuss das Ergebnis vom Sonntag bestätigt, dann entscheidet das Los darüber, ob Beate Brendle oder Thorsten Kleine-Kappenberg in den Ortschaftsrat einziehen. Das vorläufige Endergebnis:

In Endenburg 

( 337 Wahlberechtigte) lag die Wahlbeteiligung bei 51 Prozent. Die meisten Stimmen entfielen hier auf Markus Dreher (123), Benjamin Leonhardt (178), Ralf Herzog (107), Mark Oßwald (106), Benno Weißenberger (102), Thomas Forsthuber (97) und Heinz Bauer (90). 

 

In Hägelberg

 (556 Wahlberechtigte) lag die Wahlbeteiligung bei 66,73 Prozent.

Von der Freien Bürgerliste erhielten 

Wolfgang Ganter (252 Stimmen), Dieter Trinler (205) und Anja Ott (200) 

die meisten Stimmen, sowie von der Liste Aktiv fürs Dorf 

Gabriele Kaiser-Bühler (530), Gunther Braun (377), Marcel Grüterich (252) und Uwe Bühler (211).

 

In Hüsingen 

(450 Wahlberechtigte) betrug die Wahlbeteiligung 52,9 Prozent. Die meisten Stimmen entfielen hier auf Holger Sutter (153), Stefan Wellinger (150), Thomas Bauer (129), Vera Winter (126), Christian Ott (121), Tilo Sturm (85) und Jürgen Schäfer (80).

In Schlächtenhaus 

(426 Wahlberechtigte) lag die Wahlbeteiligung bei 44,8 Prozent. Die meisten Stimmen erhielten Felix Frey (183), Stephan Müller (180), Heinrich Stiefvater (134), Max Niefen­thaler (109), Stefan Baumgartner (108), Jochen Pfefferle (94) sowie gleichauf Beate Brendle und Thorsten Kleine-Kappenberg (jeweils 78).

In Weitenau 

(472 Wahlberechtigte) lag die Wahlbeteiligung bei 58,3 Prozent. Auf der Liste der Unabhängigen Wählergruppe erhielten Simon Dürr (136), Danny Berardinucci (124), auf der Liste der Wählergemeinschaft bekamen Hans-Jörg Meier (211), Frey Bachmann (210) und Ulrike Mölbert (150) sowie auf der Liste der Freien Wählergruppe Rainer Dürr (211) und Ralf Fockers (148) die meisten Stimmen. Wegen eines Verwandtschaftsverhältnisses kann Simon Dürr vermutlich nicht in den Ortschaftsrat einziehen. An seiner Stelle würde dann Walter Kolb (65) einen Sitz erhalten.

 
 

 

 

„Wir schreiben schwarze Zahlen“

Die Oberbadische, 13.05.2014 23:03 Uhr

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Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft Energie aus Bürgerhand mit aktuellen und ausscheidenden Mitgliedern. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische
orstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft Energie aus Bürgerhand mit aktuellen und ausscheidenden Mitgliedern. Foto: zVg

Steinen-Hägelberg. Von der Vision bis hin zum erfolgreich abgeschlossenen Projekt ging es nur ein paar Jahre – das Hägelberger Nahwärmenetz der „Energie aus Bürgerhand Hägelberg eG“ (EABH) hat seit 2007 eine rasante Entwicklung gemacht.

2007 fand nämlich die erste Bürgerinformation zur Nahwärmeidee statt. Anfang 2011 war Baubeginn, im November des gleichen Jahres die erste Wärmelieferung, und bei der fünften Generalversammlung konnten die Genossen verkünden: „Wir schreiben schwarze Zahlen.“

Thilo Merkt ließ das Jahr 2013 aus Sicht des Vorstands Revue passieren. Mehr als 1200 Stunden Arbeit liegen hinter den Vorstandsmitgliedern, doch die Mühe hat sich gelohnt: Im Februar konnte der 111. Wärmelieferungsvertrag abgeschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung zur Versammlung.

Der letzte Bauabschnitt zögert sich dagegen noch etwas hin. Abstimmungsprobleme zwischen den Baufirmen und die Tatsache, dass die Genossenschaft sich den gemeindlichen Bauarbeiten angeschlossen und somit kaum Einfluss auf die Vorgänge hat, erschweren den Prozess. Merkt betonte allerdings, dass sich die betroffenen Kunden und Anwohner trotzdem jederzeit mit ihren Sorgen und Nöten an alle Verantwortlichen wenden können, heißt es in einer Pressemitteilung zur Generalversammlung.

Die Arbeit des Aufsichtsrats stellte Jürgen Rösch vor. „Wir sind hier, weil wir die Energiewende realisiert haben“, betonte er, und berichtete von zahlreichen Besuchergruppen, die sich sehr interessiert an dem Hägelberger „Leuchtturmprojekt“ zeigten: eine südkoreanische Delegation, Studenten der Uni Basel, die Staatssekretärin des Umweltministeriums, um nur einige zu nennen. Nach Abschluss des Projektes wollen sich die Mitglieder der Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ verstärkt mit dem Thema „Consulting“ beschäftigen, um interessierten Kommunen und Projekten mit dem erarbeiteten Know-how unter die Arme zu greifen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Claus Burger dankte besonders den vielen freiwilligen Helfern, ohne die das Hägelberger Projekt schwer zu realisieren gewesen wäre: Anita Wiese-Körner, Arjen Suvaal, Günther Körner, Florian Trinler, Detlef Hann, Marcel Grüterich, Wilfried Falkenberg, Florian Wiegand, Stephanie Senn und Willi Keim erhielten eine kleine Anerkennung für ihre engagierte Arbeit.

Personell gab es einige einschneidende Neuerungen: Die Vorstände Thilo Merkt und Markus Albiker, von Beginn an dabei, traten von ihren Ämtern zurück, werden der Genossenschaft aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Vorstand macht nun mit einem bewährten Trio weiter, mit Gunther Braun als neuem Vorstand sowie Manfred Ruf und Walter Müller.

Aufsichtsrat Hans-Georg Koger legte ebenfalls sein Amt nieder. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Stephanie Senn. Im Aufsichtsrat sitzen außerdem Claus Burger, Jürgen Rösch, Dieter Hann, Dieter Trinler und Bernd Bühler.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.eabh.de.

 

 

Mo, 12. Mai 2014

Energie-Genossen erstmals im Plus

EABH kommt fünf Jahre nach Gründung in ruhigeres Fahrwasser.

Der neue Vorstand für Energie aus Bürgerhand (von links): Walter Müller, Vorsitzender Gunther Braun und Manfred Ruf. Ausgeschieden sind Markus Albiker und Thilo Merkt (ehemals Vorsitzender). Foto: Maja Tolsdorf

STEINEN. Die Genossenschaft Energie aus Bürgerhand Hägelberg (EABH) hat es geschafft. Nicht nur, dass sie 111 Haushalte mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen kann. Das Projekt, das 2009 in Angriff genommen wurde, kommt nun im fünften Jahr in ruhigeres Fahrwasser und schreibt erstmals schwarze Zahlen. Bei der Hauptversammlung in der Waldschänke gab es Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat.

"Wir haben in Hägelberg erfolgreich die Energiewende herbeigeführt und das haben wir geschafft, weil Sie alle mitgemacht haben", sagte Vorsitzender Thilo Merkt zu den Mitgliedern. Die Begeisterung über den Erfolg zog sich auch durch die Berichte von Aufsichtsratsvorsitzendem Claus Burger und seinem Stellvertreter Jürgen Roesch (Öffentlichkeitsarbeit).

Interesse und Öffentlichkeit hat das Hägelberger Projekt im vergangenen Jahr in der Tat genossen. Im August besuchte eine Delegation aus Südkorea die Gemeinde, um sich über die Energie aus Bürgerhand zu informieren. Im November besichtigte eine Studentengruppe der Universität Basel die Heizzentrale und die Biogasanlage der Firma Glaser. Auch eine Besuchergruppe der Kreishandwerkerschaft informierte sich über das Projekt.

Doch die Genossen waren auch selbst aktiv. "Für uns ist der Austausch ebenso wichtig wie der Blick über den Tellerrand hinaus", erklärt Merkt. So besuchte die Genossenschaft die neu eingerichtete Heizzentrale in Steinen, eine Delegation der EABH nahm am Kongress des Fördervereins der Energie- und Solaragentur Regio Freiburg (Fesa) teil. "Unser Wissen ist sehr gefragt, in ganz Deutschland sind wir zu Workshops und Kongressen eingeladen, um dieses weiterzugeben", erklärt Jürgen Roesch. Daneben gehört die Genossenschaft zu den Preisträgern des Wettbewerbs "Ehrenamt in Baden-Württemberg – echt gut". Die Initiative zur Bewerbung ging im vergangenen Jahr von Bürgermeister Rainer König aus.

Doch auch Erfolge in Zahlen kann die EABH nachweisen. So konnte die erste Million Kilowattstunden Wärme erzeugt werden, was laut Merkt eine Einsparung von 100 000 Litern Heizöl ausmache. Erstmals konnte man einen Gewinn im Jahresabschluss verzeichnen. Willi Keim empfahl in seinem Bericht, ihn der gesetzlichen Rücklage zuzuweisen. Sie diene der Deckung von Bilanzverlusten. Zudem müsse die Genossenschaft künftig daran arbeiten, ihren Eigenkapitalanteil zu erhöhen, wie Dennis Zarba vom baden-württembergischen Genossenschaftsverband berichtete. Er trug das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung 2012 vor. Einstimmig sprach sich die Versammlung für die vorgeschlagene Verwendung des Jahresergebnisses 2013 aus.

Und weil das Projekt nun auf Erfolgskurs ist und in ruhigeres Fahrwasser kommt, lichtete man zur Hauptversammlung die Reihen im Vorstand. Thilo Merkt erklärte, dass er nun ins zweite Glied zurücktreten wolle. "Es fällt mir sehr schwer, ich habe es gern gemacht, aber ich habe auch eine Verantwortung meiner Familie gegenüber", sagt Merkt. Doch er wolle weiterhin für die Genossenschaft aktiv bleiben. Aus dem Aufsichtsrat verabschiedet wurde Hansjörg Koger, der als Ortsvorsteher Thilo Merkt und den engagierten Mitgliedern dankte. "Hägelberg ist vorangegangen gemeinsam mit anderen Projekten in der Region, darauf kann man stolz sein. Das Projekt war kein Abendspaziergang, ich hatte Bammel davor, doch wir sind auf einem guten Weg".

Wahlen: Gunther Braun (neuer Vorsitzender), Walter Müller, Manfred Ruf (beide Vorstand), Markus Albiker (ehemals Vorstand) und Thilo Merkt (ehemals Vorsitzender); Stephanie Senn (neu im Aufsichtsrat), Claus Burger (Aufsichtsratsvorsitzender), Hansjörg Koger (ehemals Aufsichtsrat), Jürgen Roesch, Dieter Trinler, Bernd Bühler, Dieter Hann, Claus Burger (alle Aufsichtsrat).

Mitglieder: 58

Kontakt: https://www.eabh.de

 

 

Fr, 09. Mai 2014

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Erde, ein Teich und ein Haufen Ärger

Hägelberger Landwirt will Erdaushub aus Baugebiet verfüllen", doch Bauausschuss lehnt ab.

STEINEN/HÄGELBERG (rbr). Einen ganzen Haufen Erde, genauer 2600 Kubikmeter, wollte ein Hägelberger Landwirt an Erdaushubmaterial aus dem Baugebiet "In den Bergen" auf dem eigenen Grundstück im Gewann Langmatt einbauen. Er brauche das Material, um auf dem abschüssigen Gelände eine "Bewirtschaftungserleichterung" zu erreichen, erklärte der Mann zur Begründung. Doch obwohl die zuständigen Fachbehörden im Landratsamt Zustimmung signalisiert haben, weil die Erde als nicht belastet gilt, wies der Bau- und Umweltausschuss das Erdbegehren des Landwirts jetzt zurück.

Vor allem Hägelbergs Ortsvorsteher Koger sprach sich vehement gegen eine Bewilligung aus. Auch im Ortschaftrat habe man sich ablehnend zu dem Vorhaben geäußert, so Koger, denn: "Die Hauptbegründung ist völlig abwegig". Die angeführte Bewirtschaftungserleichterung durch Einbringen zusätzlichen Erdmaterials sei für den Landwirt nämlich minimal_ "Das Feld kann schon jetzt mit Maschinen bewirtschaftet werden". Für Koger ist der angedachte Erdtransport ein "Riesenaufwand, der vor allem der Landschaftsverschandelung dient".

Im Laufe der Beratungen wurde deutlich, dass sich der Antragsteller einigen Unmut zugezogen hat, weil er vor einiger Zeit ein im Rahmen eines Schulprojektes eingerichtetes Teichbiotop auf seinem Grundstück zugeschüttet haben soll. Die Erinnerung an diesen Frevel trieb Ortsvorsteher Koger die Zornesröte ins Gesicht: "Das war ein 24-a-Biotop. Und niemand ist damals bestraft worden". Koger musste einräumen, dass die Aktion mit dem in der Sitzung vorliegenden Antrag zwar "nichts zu tun hat". Gleichwohl sieht er den Landwirt in der Pflicht, das Biotop wiederherzustellen. Dies war auch die einhellige Meinung bei den Fraktionen. Günter Senn (SPD) sprach von einem "kniffligen Fall". Der Mann solle den Teich in den ursprünglichen Zustand versetzen, dann könne auch der Antrag bewilligt werden. CDU-Ausschussmitglied Norbert Götz schlug vor, einen der nächsten Umwelttage der Gemeinde dafür zu nutzen, das vom Antragsteller mit Erde verfüllte Teichbiotop wiederherzustellen. Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Deschler indes verwies darauf, dass man nach den Buchstaben des Gesetzes keine Möglichkeit habe, den Antrag des Hägelberger Landwirts abzulehnen. Das Landratsamt habe sein Ok gegeben, dass – bei Erfüllung einiger Auflagen – wenigstens 1000 Kubikmeter verfüllt werden dürfen. Auch wollten die Lörracher die Umsetzung kontrollieren. Bei der Abstimmung indes hob er als einziger den Arm für den Antrag.

 

Geländeauffüllung wird abgelehnt

Markgräfler Tagblatt, 

07.05.2014 23:03 Uhr

 Foto: Markgräfler Tagblatt
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Steinen-Hägelberg (hp). Entgegen der Empfehlung der Verwaltung hat der Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend einem Grundstücksbesitzer die Auffüllung seines Geländes mit Bodenmaterial versagt. Nur Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Deschler, der die Sitzung leitete, hielt am Verwaltungsvorschlag fest.

Die Verwaltung wäre bereit gewesen, den Antrag unter gewissen Bedingungen zu genehmigen. Dazu gehört ein Gewässerabstand von zehn Metern und die Wiederherstellung eines vorhandenen Biotops auf einer angrenzenden Fläche.

Ortsvorsteher Hans-Georg Koger sagte im Bau- und Umweltausschuss, dass der Ortschaftsrat den Antrag abgelehnt hatte. Koger machte auch auf die Historie des zerstörten Biotops aufmerksam, das von einem Bürger mit Schülern angelegt wurde. Dieses Biotop sei vom Antragsteller zugeschüttet worden, ohne dass dies zu Konsequenzen geführt habe, sagte Koger. Und trotz Hinweisen des Ortschaftsrats sei es nicht mehr instandgesetzt worden. Dass das Auffüllen des Geländes dem Antragsteller eine Verbesserung in der Bewirtschaftung bringt, wie das Landratsamt meine, sehe der Ortschaftsrat nicht. Koger sprach vielmehr von einem enormen Eingriff in die Natur in einem sensiblen Bereich.

Für die CDU kündigte Norbert Götz an, dass seine Fraktion dem Antrag nicht zustimmen werde. Deschler sagte, dass es sich bei dem Auffüllmaterial nicht um Bauschutt handle, sondern um Material, das beim Leitungsbau „In den Bergen“ anfalle. Günter Senn (SPD) sprach von einem kniffligen Fall, meinte aber, dass die Chance bestehe, dass sich mit der Genehmigung des Antrags das zerstörte Biotop wieder hergestellt wird.

Das sei mal ein sehr schönes Biotop gewesen, sagte Ruth Noack (Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf), fürchtet aber, dass sich mit der Genehmigung am jetzigen Zustand des Biotops nichts ändern würde. „Dieses Biotop muss wieder hergestellt werden“, sagte Ortsvorsteher Koger. Norbert Götz regte dazu einen Umwelttag an.

 

 

Mi, 07. Mai 2014
 

DIES&DAS

Der Wald als Spielwiese:

Das selbst eingerichtete Waldzimmer im Hägelberger Wald ist der große Stolz der Kinder und der Erzieherinnen des Kindergartens "Berghüsli" in Hägelberg. Liebevoll wurden dort über die Jahre gemütliche Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten errichtet. Im März kamen durch Zufall zwei neue Baumstämme dazu. Die Erzieherinnen Carola Ott und Madeleine Lobers hatten auf dem Steinener Schwimmbadparkplatz zwei riesige, abgesägte Baumstämme entdeckt. Sofort dachten sie daran, dass die beiden doch wunderbar in das Waldzimmer des Kindergartens passen würden. Madeleine Lobers setzte alle Hebel in Bewegung und konnte die Mitarbeiter des Gemeinde-Werkhofs mobilisieren, die Stämme in den Hägelberger Wald zu transportieren. Dort liegen sie nun inmitten von anderen Bäumen und laden zum Spielen und Klettern ein.Gleich am nächsten "Waldtag" im Berghüsli konnten sich die Kindergartenkinder von den neuen Spielgeräten überzeugen – die Begeisterung war entsprechend groß.

 

Mo, 05. Mai 2014

Dienst am Menschen seit 120 Jahren

Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg feiert Jubiläum / Dank an die scheidendende Besitzerin Carmen Leonhardt.

Der neue Vorstand des Kranken- und Altenpflegevereins Hägelberg im Jubiläumsjahr: Petra Trinler, Renate Kunzer, Anita Wiese-Körner, Christine Putz, Gerda Rhein, Nicole Meier, Helga Bühler, Rosmarie Boos, Carmen Leonhard, Adelheid Huber und Gabriele Kaiser-Bühler

STEINEN-HÄGELBERG (BZ). Ein stolzes Jubiläum feiert der Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg in diesem Jahr. Der Verein wird 120 Jahre alt und leistet nach wie vor wertvolle soziale Dienste, auch wenn sich das Aufgabenspektrum seit den Anfängen sehr verändert hat.

Einige Jahre nach Ende des deutsch-französischen Krieges 1870/71, wurde der Militärverein zur Unterstützung von Hinterbliebenen und Kriegsversehrten gegründet. Er war damals einer der ersten Vereine dieser Art. Schon sehr früh, bereits 1920, wurde Frieda Schöni als 1. Krankenschwester, damals Landkrankenpflegerin, eingestellt. 1936 entstand der Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg e.V.. 1992 übernahm die Sozialstation Schopfheim die medizinische Versorgung. Das Aufgabenspektrum hat sich somit verändert, geblieben ist der Wunsch, mit sozialem Engagement, Gesprächen, Zuhören und Lachen mit den Senioren, sich weiter im Dorf zu engagieren. So werden Spielenachmittage im Winter, ein Kaffeekränzli, Ausflugsfahrten und eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier für die Senioren organisiert.

Passend zu diesem Jubiläum fand Mathias Grether beim Umbau seines Elternhauses eine Urkunde, die die Aufnahme des Hägelberger Militärvereins in den badischen Vereinsverband mit dem Datum 21.4.1894 dokumentiert. Diese wird neben der Fahne des Militärvereins im Rathaus einen Ehrenplatz erhalten.

Barbara Ittermann, Leiterin der Sozialstation Schopfheim, referierte zum letzten Mal über die Arbeit der Sozialstation. So wurden im im Jahr 2013 1050 Patienten gepflegt. Bei fast 120 000 Hausbesuchen führten sie an die 62000 Pflegemaßnahmen durch durch und fuhren dabei 231.658 km. Sehr wichtig ist in diesem Beruf die fachliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen, z.B. in der Hygiene, der optimalen Wundversorgung aber auch in der palliativen Pflege, also der Pflege von Sterbenden. Ein immer wichtigeres Thema wird die Pflege dementer Patienten. Schwester Barbara verabschiedete sich nach mehr als 30 Jahren Mitarbeit in der Sozialstation und stellte auch gleich ihre Nachfolgerin, Regina Spiering, vor, die bereits seit vielen Jahren bei der Sozialstation in Schopfheim arbeitet. Mit einem Dankeschön für die sehr gute Zusammenarbeit wurde Barbara Ittermann verabschiedet.

Auch Carmen Leonhardt, seit 2002 als Beisitzerin im Vorstand, wurde verabschiedet. Sie versprach allerdings, weiterhin im Hintergrund tätig zu sein, insbesondere bei den Spielenachmittagen.

Als neuer Heimleiter des Hauses Frieden stellte sich Pastor Arnold Burklin vor. Seit Anfang Oktober ist er mit seiner Familie in Hägelberg und wünscht sich mehr Verknüpfungspunkte mit dem Kranken- und Altenpflegeverein. Ebenso wie für Ute Fischer, Kirchenälteste in der Petruspfarrei Steinen, ist für ihn der Dienst am Nächsten sehr wichtig, auch wenn die Arbeit oft im Verborgenen stattfindet.

Nicole Meier, Kassiererin, konnte dank der Mitgliedsbeiträge (121 Mitglieder) und Spenden ein schönes Plus in der Vereinskasse vermelden. Dank zweckgebundener Spenden und guten Wirtschaftens in den letzten Jahren kann der KAV laut Gabriele Kaiser-Bühler, insgesamt 30 000 Euro zum Bau des geplanten Dorfgemeinschaftshauses beisteuern.

Das vergangene Jahr war nicht nur dank zahlreicher Spenden finanziell ein erfolgreiches Jahr, für die Senioren wurde auch sehr viel getan. Wie immer waren die Spielenachmittage im Feuerwehrheim, die in der kalten Jahreszeit immer 14tägig stattfanden sehr gut besucht. Neu in diesem Jahr war neben Kaffeefahrt und Weihnachtsfeier das Sommerfest im August auf der Schönen Aussicht. Die Schöne Aussicht war bis auf den letzten Platz besetzt bei dem Theaterstück "Klatsch und Tratsch im Stägehus".

Musikalisch umrahmt wurde diese Generalversammlung am Anfang vom Fanfarenzug Hägelberg. Den musikalischen Schluss bildete das "Duo Wunderfitz" mit Dieter Schwärzwälder vorwiegend am E-Bass und Rolf Rosendahl Gitarre und Gesang. Sie erklärten gleich am Anfang "Mir singe nur alemannisch" und begannen mit einem Klassiker zum Mitsingen "Mueters Stübeli" gefolgt vom "Sternli vum Stern" von Frank Dietsche. Natürlich durfte – wie jedes Jahr – zum Ausklang die Tombola nicht fehlen.

Termine: Am 1. August ist wieder ein Sommerfest mit der Theatergruppe des Frauenvereins Schlächtenhaus geplant. Der Erlös wird erneut an den Hallenbauförderverein Hägelberg gehen.

Wahlen: Helga Bühler wurde nach 32 Jahren im Vorstand als 2. Vorsitzende für weitere vier Jahre gewählt. Die Schriftführerin Anita Wiese-Körner wurde nach 2 Jahren jetzt für vier weitere Jahre einstimmig gewählt, ebenso Petra Trinler. Wiedergewählt wurde ebenso Christine Putz. Neu als Beisitzerin wurde Adelheid Huber als Nachfolgerin von Carmen Leonhardt für 4 Jahre gewählt.
 

 

Fr, 11. April 2014

Beim Vereinsziel mittlerweile auf der Zielgeraden

Hallenbauförderverein Hägelberg ist nach ELR-Zusage optimistisch dass das Dorfgemeinschaftshaus bald gebaut wird.

Einen Scheck über mehr als 700 Euro für Hägelbergs Hallenbauförderer: Vorsitzender Frank Passenheim, Gabriele Kaiser-Bühler (Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg) und Helga Bühler. Foto: Erika Dietrich

STEINEN-HÄGELBERG. Bei der 17. Generalversammlung des Hallenbaufördervereins war der näher rückende Bau des Dorfgemeinschaftshauses neben den Wahlen und der Verabschiedung Norbert Benders durch die Vereinsgemeinschaft Hägelberg das zentrale Thema.


Norbert Bender war seit der Eröffnung der Waldschänke im Mai 1982 für 31 Jahre als Kassierer im Amt. Für die Vereinsgemeinschaft Hägelberg würdigten Frank Passenheim und Gabriele Kaiser-Bühler sein großes ehrenamtliche Engagement. Als Nachfolger wurde Holger Meier gewählt.
Die Realisierung des Dorfgemeinschaftshauses ist nach der Zusage des Zuschusses von 385 800 Euro durch die Förderung aus dem ELR ein gutes Stück vorangekommen. Im vergangenen Jahr fanden zahlreiche Gespräche statt, unter anderem mit dem Regierungspräsidium Freiburg über Bedingungen für Förderungen aus unterschiedlichen Fördertöpfen. Es kristallisierte sich heraus, dass das ELR-Förderprogramm für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses die größten Aussichten auf Erfolg bieten würde und so konnte nach einem einstimmigen positiven Votum im Gemeinderat fristgerecht im Oktober 2013 der Förderantrag gestellt werden.

Bürgermeister Rainer König und Frank Passenheim bedankten sich bei den Hägelbergern für die phantastische Unterstützung. König versicherte, dass der Wille, das Projekt weiterzubringen, in der Verwaltung und im Gemeinderat besteht. Gabriele Kaiser-Bühler (CDU) und Waltraud Spauszus (SPD) bekräftigten diese Aussage auch für ihre Fraktionen. Laut Frank Passenheim werden der Hallenbauförderverein sowie alle Vereine in Hägelberg alles unternehmen, um die Verwaltung bei der Realisierung des Projektes zu unterstützen.
Der Hallenbauförderverein war jedoch auch sonst im vergangenen Jahr nicht untätig, wie Schriftführer Hubert Dietrichausführen konnte. So fand im September das traditionelle Bergfest statt. Gleichzeitig war die Tür des "Alten Hochdruckbehälters" geöffnet. Dort konnten die Besucher die Ausstellung der Künstlergruppe Trioptikon besuchen.Aus dem Erlös der Theateraufführung "Tratsch und Knatsch im Stägehus" der Theaterspielgruppe des Frauenvereins Schlächtenhaus-Hofen konnte Gabriele Kaiser-Bühler, Vorsitzende des Kranken- und Altenpflegevereins Hägelberg einen Scheck über 713,14 Euro überreichen. Ortsvorsteher Koger wies darauf hin, dass das Restkapital des Gesangvereins in Höhe von 5 000 Euro jetzt nach 5 Jahren an den Hallenbauförderverein überführt werden kann. Seiner Ansicht nach standen die Zeichen nie günstiger, das Dorfgemeinschaftshaus in absehbarer Zeit verwirklichen zu können.
Termine: Das Bergfest wird am 21.9. stattfinden, im Sommer ist ein Flohmarkt geplant.

Wahlen: Als Vorsitzender wurde Frank Passenheim für weitere zwei Jahre bestätigt, ebenso Jutta Oswald als Kassiererin. Hubert Dietrich und Edgar Fischer tauschten ihre Ämter, wobei Edgar Fischer jetzt als Schriftführer und Hubert Dietrich als Beisitzer einstimmig gewählt wurden. Klaus Asal wurde als Beisitzer einstimmig bestätigt, ebenso in Abwesenheit Guido Leyendecker. Als neuer Beisitzer wurde Dirk Otte einstimmig gewählt. Miriam Ebner scheidet als Kassenprüferin aus, als Nachfolgerin wurde Claudia Rapp einstimmig gewählt.

 

Kindergarten ist überfüllt

Hägelberger Einrichtung muss Kinder ablehnen.

STEINEN-HÄGELBERG (ed). Marcel Grüterich informierte in der jüngsten Ortschaftsratssitzung darüber, dass der Hägelberger Kindergarten derzeit überfüllt ist, so dass nicht alle Kinder aufgenommen werden können. Laut Gabriele Kaiser-Bühler ist das Problem bekannt, im Steinener Rathaus prüfe man die befristete Einrichtung einer 2. Gruppe oder die Möglichkeit einer Überbelegung. Da in Hägelberg jetzt zusätzliche Bauplätze geschaffen werden und voraussichtlich auch viele Familien mit Kindern zuziehen werden, werde das Problem wohl noch längere Zeit bestehen.

Im Ortschaftsrat kamen aus dem Publikum Fragen bezüglich der Beleuchtung der mittleren Straße In den Bergen nach Verlegung der Nahwärme. Die Laternenmaste sind noch nicht gesetzt, die Leitung wird aber noch weitergeführt. Der äußere Treppenweg ist mittlerweile beleuchtet. Auf Anfrage zum Zustand des Weges beim Sportplatz erläuterte Ortsvorsteher Hans-Georg Koger, dass dieser erst nach Abschluss der Bauphase des Nahwärmenetzes wiederhergestellt werden wird. Das Zwischenlager soll als Parkplatz umfunktioniert werden.
Koger informierte, dass es bei der Offenlegung Baugebiet "Im Hägstel" eine Eigentümeranfrage gibt, das Areal in nördlicher Richtung zu erweitern. Hierüber wird nach Beendigung der Offenlegung entschieden. Zum Problem der Nichteinhaltung der 30 km-Zonen wurde vorgeschlagen, in der Rechbergstraße weitere 30er-Schilder aufzustellen, als Alternative käme in Frage, die Zahl 30 auf den Straßen aufzumalen. Derzeit wird am Ortseingang eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt, dies kann anschließend auch beim Ortsausgang erfolgen.

 
 

Knackpunkt Firsthöhe

Markgräfler Tagblatt, 09.04.2014 23:02 Uhr

Steinen-Hägelberg (ed). Kon­trovers wurde im Ortschaftsrat der Bauantrag für ein Einfamilienhaus diskutiert. Der Bebauungsplan schreibt eine Firsthöhe von sechs Metern vor. Als vor einem Jahr für das Grundstück eine Bauvoranfrage eingereicht wurde, billigte der Ortschaftsrat eine geringfügige Abweichung von bis zu 30 Zentimetern, das Landratsamt hingegen genehmigte eine Überschreitung der zulässigen Firsthöhe um 70 Zentimeter. Der jetzt eingereichte Bauantrag sieht eine Überschreitung von einem Meter vor und eine leichte Überschreitung der Baugrenzen durch die Terrasse. Eine Firsthöhe von sieben Metern wurde vom Ortschaftsrat nicht befürwortet, eine vom Landrasamt genehmigte Firsthöhe von maximal 6,70 Meter war für das Gremium noch tragbar Diese soll durch eine geringere Dachneigung oder eine Absenkung des Gebäudes erreicht werden.

 
 

Temposünder ausbremsen

Markgräfler Tagblatt, 09.04.2014 23:02 Uhr

Steinen-Hägelberg (ed). Die Frage, wie Raser ausgebremst werden können, beschäftigte den Ortschaftsrat Hägelberg. Zum Problem, dass das Tempolimit von 30 Stundenkilometer nicht eingehalten wird, gab es eine schriftliche Anfrage. Hierin wurde vorgeschlagen, in der Rechbergstraße weitere Schilder aufzustellen, als Alternative könnte die Zahl 30 auf den Straßen aufgemalt werden. Ortsvorsteher Hans-Georg Koger sah keine Probleme. Derzeit wird am Ortseingang eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt, diese kann anschließend auch in Gegenrichtung erfolgen.

 
 

Fördermittel für Hägelberg

Markgräfler Tagblatt, 18.03.2014 23:02 Uhr
Steinen-Hägelberg (hp). Die Gemeinde Steinen darf für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg mit 385 000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) rechnen. Das teilten die Landtagsabgeordneten Frey, Lusche und Stickelberger gestern mit (siehe auch Seite Regio). Einstimmig hatte der Steinener Gemeinderat im September den Vorentwurf für das 1, 7 Millionen Euro teure Projekt gebilligt und Fördermittel von über 700 000 Euro beantragt. Die 385 000 Euro entsprechen laut Bürgermeister König nicht dem, was man sich erhofft hatte. Wie die Deckungslücke geschlossen werden könne , müsse man nun sehen, so König.
 
 

Energietag in Hägelberg

Markgräfler Tagblatt, 12.09.2013 23:04 Uhr
Steinen-Hägelberg. Im Rahmen der baden-württembergischen Energietage (21. bis 22. September) lädt die Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“ am Sonntag, 22. September, zu einem „Tag der offenen Tür“ in der Heizzentrale am Ortseingang von Hägelberg ein. Von 11 bis 18 Uhr können sich Interessierte bei Führungen durch das Gebäude über das Nahwärmeprojekt informieren. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Weitere Informationen unter www.eabh.de.
 
 
Mo, 17. März 2014

In die Wehr wird kräftig investiert

Bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr Steinen hebt Kommandant Schwald die Verbesserungen in der Infrastruktur hervor.

Ehrungen bei der Steinener Gesamtwehr (linkes Foto, von links): Stellvertretender Kreisbrandmeister Werner Schmid, Hanspeter Bühler, Martin Bognowski, Bernd Glaser, Franziska Seeger, Erhard Heitz, Jörg Stepanek, Gudrun Selinger, Rainer König

STEINEN. Mit 56 Einsätzen war das Jahr 2013 für die Steinener Gesamtwehr ein "unterdurchschnittliches und durchaus unspektakuläres Jahr", wie Gesamtkommandant Hildolf Schwald bei der Hauptversammlung am Samstag ausführte. Das ließ dem Kommandanten Raum, sich im Namen der Feuerwehrleute für die hervorragende Unterstützung durch Gemeinderäte und Verwaltung zu bedanken.

Der hohe Stellenwert, den die Steinener Feuerwehr im Ansehen der Gemeinde genießt, zeigte sich darin, dass neben Bürgermeister Rainer König und seinen Amtsleitern zahlreiche Gemeinderäte aller Fraktionen sowie fast alle Ortsvorsteher an der Hauptversammlung teilnahmen. Nach den Berichten des Schriftführers Pasqual Gottschalk und der Kassiererin Sina Schöni kreierte Hildolf Schwald beim Antrag zur Entlastung der Kassiererin einen neuen, originellen Abstimmungsmodus. "Wer für die Entlastung ist, darf sitzen bleiben, wer dagegen ist, soll bitte aufstehen", verkündete der Gesamtkommandant. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
90 der 218 Aktiven nahmen im vergangenen Jahr an Lehrgängen und Seminaren teil. Hildolf Schwald bedauerte, dass im laufenden Jahr kein Truppführer-Lehrgang angeboten wird, weil die Teilnehmer fehlen. Das liege daran, so der Kommandant, dass neu als Bestimmung festgesetzt wurde, dass die Teilnehmer als Voraussetzung das Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt haben müssen. Das sei "ein unverständliches, weil personalpolitisch kontraproduktives Regelwerk seitens des Innenministeriums und der Landesfeuerwehrschule", betonte der Gesamtkommandant.

Größeren Raum gab Hildolf Schwald in seinen Ausführungen dem Thema Haushalt. "Einmal mehr, und alles andere als selbstverständlich" hielt der Kommandant fest, dass auch in 2013 wieder alle im Haushalt für die Feuerwehr eingestellten Mittel komplett abgewickelt wurden. Das betraf im Jahr 2013 in erster Linie Ersatzbeschaffungen, aber auch das Feuerwehrgerätehaus in Endenburg mit einem Investitionsvolumen von knapp 400 000 Euro. Für den Haushalt 2014/15 wurden vom Gemeinderat Ersatzbeschaffungen in sehr beachtlichem Umfang bewilligt. Darin finden sich als größte Positionen ein neues Löschfahrzeug für Endenburg (rund 250 000 Euro), ein weiteres Löschfahrzeug für Weitenau (rund 220 000 Euro) sowie der Gerätehaus-Neubau für die Abteilung Höllstein (rund 590 000 Euro). Vor genau zehn Jahren habe Bürgermeister König ein "sehr visionäres und höchst ambitiöses Konzeptpapier" vorgestellt. "Heute können wir respektvoll bilanzieren, dass mit wenigen Abstrichen dieses Papier vollumfänglich umgesetzt wurde", hielt der Kommandant fest. Hierzu sprach er im Namen der Feuerwehr allen Mitgliedern des Gemeinderats sowie Bürgermeister König einen herzlichen Dank aus.

In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Rainer König für den großen Einsatz und das enorme Pflichtbewusstsein der Feuerwehrleute, das sich eben auch in den zum Teil erheblichen Eigenleistungen bei den Bauprojekten gezeigt habe. Die Beziehung zwischen Gemeinderat und Feuerwehr könne man mit einem Ausdruck des Kommandanten kennzeichnen: keine besonderen Vorkommnisse, so der Bürgermeister. Jugendfeuerwehrwart Kai-Uwe Krieg schilderte die Aktivitäten der Jugendwehr im vergangenen Jahr und hob besonders die guten Ergebnisse hervor, die die Jungfeuerwehrleute bei verschiedenen Wettbewerben erreichen konnten. Neben Ausbildungs- und Übungsstunden leistete die Jugendfeuerwehr wieder starke Hilfe bei der Gully-Reinigung. Sorge bereitete Kai-Uwe Krieg die Mitgliederentwicklung in der Jugendfeuerwehr. Durch Übernahmen in den aktiven Dienst reduzierte sich der Mitgliederbestand um ein Mitglied auf neu 57 Jungfeuerwehrleute. Hier müsse durch verstärkte Werbung dafür Sorge getragen werden, dass der Nachwuchs der Feuerwehr gesichert bleibt, betonte er. Uwe Krieg erfuhr nachdrückliche Unterstützung durch Hildolf Schwald, der eindringlich an die Kameraden appellierte, der Werbung für die Jugendfeuerwehr uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu widmen. Die Betreuer bat der Kommandant, sich über die Attraktivität und Übungs- und Angebotsgestaltung intensive Gedanken zu machen.

Zahlen: Mitglieder: Aktiv: 218. Jugend: 57. Altersmannschaft: 53. Ehrenmitglieder: 23

Kontakt: Gesamtkommandant Hildolf Schwald, 07627/8047 E-Mail:Schwald.feuerwehr@ff-Steinen.de. Vize- Kommandant: Walter Bachmann  07627 /7678

Termin: Die nächste Drehleiterübung der Abteilung Steinen findet am Montag, 24. März, und Dienstag, 25. März, statt.

Weitere Infos: Homepage der Gemeinde unter https://www.steinen.de

Dickes Lob für verdiente Kräfte

Ehrungen und Beförderungen.

STEINEN (bry) An der Hauptversammlung der Gesamtwehr (siehe Artikel links) wurden verdiente Feuerwehrleute für ihren langjährigen aktiven Diens geehrt. Die Ehrung nahm der stellvertretende Kreisbrandmeister Werner Schmid vor. Bürgermeister Rainer König bedankte sich im Namen der Gemeinde mit einem Präsent. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet Jörg Stepanek aus Höllstein, Martin Bognowski aus Weitenau und Franziska Seeger aus Weitenau. "Franziska Seeger ist die "Première Dame" der Feuerwehr Steinen, die mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet wird", hob Gesamtkommandant Hildolf Schwald hervor. Die Trägerin des Leistungsabzeichens in Gold gehört einer echten Feuerwehrfamilie an. Ehemann Stefan Seeger erhielt das Ehrenzeichen in Silber 2011, und seit 2011 gehört auch Tochter Anna Seeger der Jugendfeuerwehr an. Für 40 Jahre aktiven Einsatzdienst wurden vier Feuerwehrleute mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold geehrt: Bernd Glaser der langjährige Abteilungs-Kommandant in Hägelberg, Erhard Heitz, der in Hägelberg seit 2001 das Amt des Gerätewarts innehat sowie Hanspeter Bühler aus der Abteilung Hüsingen der seit 40 Jahren aktiv in der Feuerwehr ist. Gerhard Kropf aus Schlächtenhaus, langjähriger Abteilungskommandant, konnte an der Ehrung nicht persönlich teilnehmen.
Eine besondere persönliche Ehrung hatte sich die Feuerwehr für die langjährige Ortsvorsteherin von Endenburg, Gudrun Selinger, ausgedacht. Hildolf Schwald überreichte ihr die Wappentafel der Gesamtwehr und einen großen Blumenstrauß. "Gudrun Selinger war eine der Imitatoren, der Motor und die zuverlässige Mitstreiterin, wenn es um die Realisierung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Endenburg ging", sagte Hildolf Schwald.

Zusätzlich konnte Schwald wieder einige Beförderungen vornehmen. Kai-Uwe Krieg (Weitenau) und Dietmar Klande wurden zum Löschmeister befördert. Zum Oberlöschmeister befördert wurden Marco Rosskopf und Armin Schlozer (Schlächtenhaus), Markus Stiegler (Steinen) sowie Marcus Wienholz und Thomas Winter (Weitenau). Dirk Baier aus Weitenau wurde zum Hauptlöschmeister befördert.
 
 
 
Fr, 14. März 2014

In Hägelberg steht ein Generationswechsel an

Steinener Teilort ist mit zwei Listen gerüstet für die Kommunalwahl / Der langjährige Ortsvorsteher Hans-Georg Koger tritt nicht mehr an.

Hägelberger Kommunalwahlkandidaten: im Bild links die Liste „Aktiv fürs Dorf mit (von links) Uwe Bühler, Michael Glaser, Gunther Braun, Gabriele Kaiser-Bühler und Marcel Grüterich. 

Die Kandidaten der Freien Bürgerliste: Wolgang Ganter, Hubert Dietrich, Anja Ott, Dieter Trinler und Edgar Fischer

STEINEN-HÄGELBERG (ed). In einer Bürgerversammlung wurden am vergangenen Sonntag die Kandidaten zur Kommunalwahl für den Ortschaftsrat Hägelberg bestimmt. Neben den Kandidaten und Kandidatinnen nahmen auch einzelne Bürger aus dem Teilort an der Versammlung teil.

Der langjährige Ortsvorsteher Hans-Georg Koger und Klaus Asal hatten bereits zuvor erklärt, dass sie nicht mehr kandidieren werden.

Zur Kommunalwahl treten im Steinener Teilort zwei Listen mit je fünf Kandidatinnen beziehungsweise Kandidaten an: die "Freie Bürgerliste" und die Liste "Aktiv fürs Dorf". Aus diesen beiden Listen werden dann bei der Wahl am 25. Mai insgesamt sieben Vertreter in den Hägelberger Ortschaftsrat gewählt.

Die Kandidaten: Für die Freie Bürgerliste wurden in alphabetischer Reihenfolge Hubert Dietrich, Edgar Fischer, Wolfgang Ganter, Anja Ott und Dieter Trinler auf die Liste gewählt.

Für die Liste "Aktiv fürs Dorf" lautet die Reihenfolge Gabriele Kaiser-Bühler, Marcel Grüterich, Uwe Bühler, Michael Glaser und Gunther Braun.

 

 
 

Kandidatenliste komplettiert

Markgräfler Tagblatt, 11.03.2014 23:02 Uhr
Die Kandidaten der „Freien  Bürgerliste“:  (von links)  Wolfgang Ganter, Hubert Dietrich, Anja Ott, Dieter Trinler und Edgar Fischer. Fotos: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt
Die Kandidaten der „Freien Bürgerliste“: (von links) Wolfgang Ganter, Hubert Dietrich, Anja Ott, Dieter Trinler und Edgar Fischer. Fotos: Erika Dietrich
 
Steinen-Hägelberg (ed). In einer Versammlung im Rathaussaal wurden am Montagabend die Listen für die Ortschafsratswahl am 25. Mai komplettiert. Auf der „Freien Bürgerliste“ treten in alphabetischer Reihenfolge an: Hubert Dietrich, Edgar Fischer, Wolfgang Ganter, Anja Ott und Dieter Trinler. Auf der Liste „Aktiv fürs Dorf“ kandidieren Gabriele Kaiser-Bühler, Marcel Grüterich, Uwe Bühler, Michael Glaser und Gunther Braun.
 
Die Kandidaten der „Freien  Bürgerliste“:  (von links)  Wolfgang Ganter, Hubert Dietrich, Anja Ott, Dieter Trinler und Edgar Fischer. Fotos: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt
Auf der Liste „Aktiv fürs Dorf“ kandidieren Uwe Bühler, Michael Glaser, Gunther Braun, Gabriele Kaiser-Bühler und Marcel Grüterich.
 
 
 

Hägelbergs Ortsvorsteher verlässt politische Bühne

Markgräfler Tagblatt, 21.02.2014 23:03 Uhr
 
Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Georg Koger kandidiert nicht mehr.  Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Georg Koger kandidiert nicht mehr. Foto: Harald Pflüger
 

Steinen-Hägelberg (hp). Nach mehr als 30 Jahren in der Kommunalpolitik verlässt Hans-Georg Koger die kommunalpolitische Bühne. Koger, der seit 22 Jahren als Ortsvorsteher die Geschicke des über 700 Einwohner zählenden Ortsteils lenkt und davor bereits zwölf Jahre als Ortschaftsrat wirkte, kündigte dies am Donnerstagabend in einer Bürgerversammlung an. Ziel dieser Bürgerversammlung sollte es sein, eine oder zwei Listen für die Ortschaftsratswahl am 25. Mai dieses Jahres aufzustellen.

Gut 20 Besucher konnte Ortsvorsteher Hans-Georg Koger am Donnerstagabend im Rathaussaal begrüßen, darunter auch einen kommunalpolitisch sehr interessierten Bürger aus der Schweiz, der sich in Hägelberg niedergelassen hat. Allerdings hätte sich Koger noch mehr gefreut, wenn Jugendliche Interesse bekundet hätten, zumal das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre abgesenkt wurde.

Zunächst galt es die Frage zu klären, ob es eine oder mehrere Wahllisten geben soll. Davon abhängig ist auch das Wahlverfahren: Mehrheitswahl (hier hat jeder Wähler nur eine Stimme) oder Verhältniswahl (hier kann man pro Kandidat bis zu drei Stimmen geben).

In der Versammlung zeichnete sich recht schnell ab, dass man den Wählern eine „echte“ Wahl bieten und daher zwei Kandidatenlisten aufstellen möchte.

Gefüllt werden sollen sie zum einen mit den bisherigen Ortschaftsräten, wobei Ortsvorsteher Hans-Georg Koger und auch sein Stellvertreter Klaus Asal ankündigten, sich nicht mehr zur Wahl stellen zu wollen. Dafür signalisierten Besucher Bereitschaft, sich kommunalpolitisch engagieren zu wollen, so dass Koger am Ende eine Liste mit zehn Namen vorlag. Um einen der sieben Sitze im Ortschaftsrat werden sich Edgar Fischer, Anja Ott, Hubert Dietrich, Uwe Bühler, Michael Glaser, Marcel Grüterich, Wolfgang Ganter, Gabriele Kaiser-Bühler, Gunther Braun und Dieter Trinler bewerben. Komplettiert werden sollen die Listen in einer weiteren Bürgerversammlung am Montag, 10. März, um 19.30 Uhr im Rathaussaal. Weil Koger verhindert ist, wird sein Stellvertreter diese Versammlung leiten. Mut machte eine frühere Ortschafsrätin potenziellen Kandidaten mit dem Hinweis, dass sich der Aufwand mit acht bis neun Sitzungen im Jahr in Grenzen hält und in der Regel mit dem Beruf zu vereinbaren sei. Eingereicht werden muss die Kandidatenlisten bis zum 27. März.

Koger hinterlässt dem künftigen Ortschaftsrat ein sehr gut bestelltes Feld. Neue Baugebiete sind auf den Weg gebracht und die Weichen für ein Dorfgemeinschaftshaus gestellt. Laut Koger wird sich im kommenden Monat entscheiden, ob das Haus gebaut werden kann.

Für die Europa- und Kommunalwahl, die am 25. Mai stattfindet, werden in Hägelberg noch Wahlhelfer gesucht. Interessenten können sich bei der Ortsverwaltung 

(Tel. 07627/8023) melden.

 
 
Do, 20. Februar 2014
 

Hägelberg bekommt vier neue Bauplätze

Rat beschließt Bebauungsplan "Im Hägstel" / Eine Wiese beim Friedhof wird Ausgleichsfläche / Flächenverbrauch in der Diskussion.

STEINEN. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans "Im Hägstel", die jetzt im Gemeinderat Steinen beschlossen wurde, entstehen in Hägelberg an der Rechbergstraße vier Bauplätze für Einfamilienhäuser als Abrundung des westlichen Ortsrands. Die Gemeinschaft enthielt sich der Stimme wegen des Flächenverbrauchs. Zum Ausgleich für den Flächenverbrauch soll eine Wiese beim Friedhof weitgehend der Natur überlassen werden.

Solch extensive Mähwiesen gehen immer mehr verloren wegen Biogasgewinnung, sagte Landschaftsplaner Georg Kunz, der die Ausgleichsregelung erläuterte. Es erfolgt keine Düngung und es wird nur zweimal pro Jahr gemäht. Durch das kleine Baugebiet werden etwa 1500 Quadratmeter Ackerfläche versiegelt. Die Ausgleichsfläche gehört der Gemeinde und ist verpachtet an einen Landwirt.

Benjamin Blum (CDU) regte an, künftig nicht noch mehr landwirtschaftliche Fläche der Nutzung zu entziehen, sondern für den Ausgleich lieber eine schlecht zu bewirtschaftende Fläche "im Zirkel" zu verwenden. Dass der Lohn des Landwirts "halbiert" würde bei Extensivierung der Fläche beim Friedhof, gab Norbert Götz (CDU) zu bedenken. Ruth Noack (Gemeinschaft) beklagte, dass es "dauernd neuen Flächenverbrauch" gebe.

Zum Vorwurf, die Fläche sei im Flächennutzungsplan noch nicht enthalten gewesen, sagte Bürgermeister König, dass es sich um eine schon länger untersuchte Entwicklungsfläche handle und die Ausweisung mit den Behörden abgeklärt sei. Es mache Sinn, die Rechbergstraße für die Abrundung des Wohngebiets zu nutzen und den westlichen Gehweg zu ergänzen. Die Rechbergstraße wird derzeit erneuert und erhält neue Wasser- und Abwasserleitungen, sowie eine Nahwärmeleitung zum möglichen Anschluss an die örtliche Nahwärmeversorgung der Hägelberger "Energie aus Bürgerhand". Rudolf Steck (SPD) sieht als Wermutstropfen beim neuen Baugebiet, dass sich "nicht viele die Bebauung dort leisten können".

Planer Till Fleischer sprach von einer "maßvollen Ergänzung der Siedlung". Es entstehen vier Bauplätze mit jeweils etwa 570 Quadratmeter Fläche. Die zweigeschossigen Einzelhäuser sollen giebelseitig zur Straße stehen, zulässig sind maximal zwei Wohneinheiten pro Gebäude. Rund um die Bebauung werden acht Bäume gepflanzt und ein Grünstreifen (Hecke) wird zum freien Feld hin angelegt. Die Gemeinde hat die Option für die Grundstücksfläche und hat die Realisierung selbst in der Hand. Der beschlossene Vorentwurf des Bebauungsplans mit Begründung und Bauvorschriften wird jetzt im Rathaus öffentlich ausgelegt.

 
 

Grünes Licht für Baugebiet Hägstel

Markgräfler Tagblatt, 19.02.2014 23:02 Uhr
 
Mit vier Gebäuden „im Hägstel“ soll der westliche Ortsrand Hägelbergs eine Abrundung erfahren. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Mit vier Gebäuden „im Hägstel“ soll der westliche Ortsrand Hägelbergs eine Abrundung erfahren. Foto: Harald Pflüger
 

Steinen-Hägelberg (hp). Bei sieben Enthaltungen hat der Gemeinderat am Dienstagabend grünes Licht für den Bebauungsplan „Im Hägstel“ gegeben. Für Diskussionsstoff sorgte die für das kleine Baugebiet notwendige Ausgleichsfläche.

Bürgermeister Rainer König sprach im Gemeinderat von einer Arrondierung am Ortsrand, die planerisch auf den Weg zu bringen sei. Das Gebiet wurde bereits 2006 bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans als Wohnbauentwicklungsfläche berücksichtigt. Mit der Ergänzungsfläche könnte die erst kürzlich sanierte Rechbergstraße auch an der Westseite bebaut werden. Die zur Bebauung vorgesehenen Grundstücke sind der Gemeinde um Kauf angeboten worden.

Im Detail ging Stadtplaner Till O. Fleischer (Geoplan) auf den Bebauungsplan ein, der auf rund 2800 Quadratmetern Platz für vier Einzelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten bietet. Für Wohnungen über 50 Quadratmetern sind eineinhalb und für Wohnungen über 80 Quadratmeter zwei Stellplätze erforderlich. Die Erschließung erfolgt über die Rechbergstraße, die verbreitert wird und auf der Westseite einen eineinhalb Meter breiten Gehweg erhält.

Weil eine dezentrale Regenwasserversickerung aufgrund der Bodenverhältnisse und der Topographie nicht ohne Weiteres möglich ist, regte Till O. Fleischer den Einbau von Zisternen an. Das dort gesammelte Wasser könnte dann für die Gartenbewässerung genutzt werden.

Als Ausgleich für den Flächenverbrauch (durch die Bebauung gehen der Landwirtschaft rund 2300 Quadratmeter Ackerfläche verloren) soll laut Georg Kunz (Galaplan) unter anderem eine im Gemeindebesitz befindliche rund 1700 Quadratmeter große Fettwiese beim Friedhof in eine Magerwiese umgewandelt werden. „Sie halbieren damit den Lohn des Landwirts“, kritisierte Norbert Götz (CDU), dass ausgerechnet diese verpachtete Wiese als Ausgleich herhalten muss. Georg Kunz verteidigte dies als „sinnvolle Lösung“.

Ruth Noack (Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf) kritisierte, dass nach dem Quelle­areal und der Hutmatt der Flächenverbrauch im Hägstel weitergeht. Noacks weiterem Vorhalt, dass das Baugebiet nicht im Flächennutzungsplan ausgewiesen sei, entgegneten Bürgermeister König und Stadtplaner Fleischer, dass es bereits 2006 bei der Fortschreibung des Flächennutzungssplans als Wohnbauentwicklungsfläche dargestellt worden sei und das Regierungspräsidium dem zugestimmt habe.

„Wir wollen keine Grundsatzdebatte führen und uns nicht verweigern“, kündigte Stephan Mohr die Enthaltung der Gemeinschaft für ein lebenwertes Dorf bei der Abstimmung an. Mit der Gemeinschaft hat sich auch Waltraud Spauszus (SPD) der Stimme enthalten. Für die anderen Gemeinderäte machte es Sinn (Rudolf Steck, SPD), sich der Mehrheitsentscheidung des Ortschaftsrats anzuschließen und dem Bebauungsplan zuzustimmen. Ein Wermutstropfen blieb Steck dennoch: „Es wird nicht viele geben, die sich das Bauen dort leisten können“.

 
 

Wie entsteht ein Buch?

Markgräfler Tagblatt, 18.02.2014 23:01 Uhr
 
Der in Hägelberg wohnende Krimiautor Ralf H. Dorweiler gibt bei einem VHS-Seminar Tipps für angehende Autoren.  Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Der in Hägelberg wohnende Krimiautor Ralf H. Dorweiler gibt bei einem VHS-Seminar Tipps für angehende Autoren. Foto: zVg
 

Steinen. Wie wird aus einem Manuskript ein Buch? Um diese Frage geht es bei einem VHS-Kurs mit dem Krimiautor Ralf Dorweiler am Samstag, 8. März, von 14 bis 18 Uhr.

Der siebenfache Krimi-Autor Ralf Dorweiler öffnet seine Trickkiste und gibt Anregungen und Hinweise für Menschen, die ihr Geschriebenes veröffentlichen möchten.

Der Workshop richtet sich an diejenigen, die schon die ersten Seiten oder gar ein ganzes Manuskript in der Schublade haben.

Ob ein Roman, eine Kurzgeschichtensammlung oder Erinnerungen aus dem eigenen Leben, das Ziel der schreiberischen Arbeit ist klar: Auch andere sollen es lesen oder anschauen können. Aber wie findet man einen Verlag? Was sind dessen Aufgaben? Was tun, wenn ein Verlag das Buch drucken möchte, dafür aber Geld sehen will? Und was kann man tun, wenn sich die Ablehnungsschreiben häufen? Ralf H. Dorweiler gibt in diesem Kompaktkurs allen Schreibenden theoretisch und praktisch Tipps und Hinweise. Er vermittelt Einblicke in die Verlags- und Buchbranche und entwickelt mit den Teilnehmern gemeinsam Taktiken, das eigene Buch in Händen halten zu können. Eine Garantie, dass das klappt, kann allerdings nicht gegeben werden.

Anmeldungen: VHS Steinen, Tel. 07627/910086, oder www.vhs-steinen.de

 
 
 

Baubeginn für Dorfgemeinschaftshaus wird erwartet

Markgräfler Tagblatt, 07.02.2014 23:00 Uhr
 
Im Anschluss an die Sitzung lud der Ortschaftsrat Hägelberg zum gemütlichen Umtrunk ein. Foto: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Im Anschluss an die Sitzung lud der Ortschaftsrat Hägelberg zum gemütlichen Umtrunk ein. Foto: Erika Dietrich
 

Steinen-Hägelberg (ed). In Hägelberg soll im Zuge der Wärme- und Wasserversorgung im Gebiet „In den Bergen“ ein weiteres Baugebiet erschlossen werden. In der ersten Ortschaftsratssitzung in diesem Jahr wurde dem Ortschaftsrat von Till O. Fleischer, Stadtplaner, und Georg Kunz, Garten- und Landschaftsplanung, das vorgesehene Baugebiet „Im Hägstel“ vorgestellt - und kontrovers diskutiert.

Im aktuellen Flächennutzungsplan war dieses Gebiet als Ersatzfläche ausgewiesen (Ortsrandarrondierung) und wird im Zuge der Straßenerweiterung mit Gehweg erschlossen. Da die Grundstückseigentümer für den Gehweg Land an die Gemeinde abgeben sollen, zeigten sie großes Interesse an der Bebauung der betroffenen Grundstücke. Geplant sind vier Einfamilienhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten und zwei Geschossen mit Satteldach.

Vorgesehen sind eine Bepflanzung mit Sträuchern am westlichen Rand und entlang der Straße sowie zwei Bäume. Georg Kunz erläuterte, dass als Ausgleichsfläche lediglich eine landwirtschaftlich genutzte Wiese der Gemeinde beim Friedhof vorgesehen ist, die dann nicht mehr gedüngt werden darf. Fleischer erörterte das geplante zweistufige Verfahren, mit dem ab Herbst die Bebauung stattfinden könnte. Der Ortschaftsrat gab mehrheitlich seine Zustimmung zum Vorentwurf des Bebauungsplanes.

Im Anschluss an die Sitzung ließ Koger in seinem mit Interesse erwarteten und mit zahlreichen Bildern umrahmten Jahresrückblick das vergangene Jahr Revue passieren. „Gut besucht und gut gesteigert“, war das Fazit der Holzversteigerung. Super Wetter, viele Gäste und einen guten Erlös konnte man für das Brunnenfest bilanzieren. Dieses wurde mit Hilfe der Jugendfeuerwehr durchgeführt, die für ihren Einsatz 500 Euro überreicht bekam.

Markttreiben, Besuch aus der Politik und die Besichtigung der Kunstausstellung im alten Wasserhaus, umrahmten das Bergfest des Hallenbaufördervereins. Hier konnten dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster Pläne für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg sowie der Stand und die Ziele der Nahwärmeversorgung durch die „Energie aus Bürgerhand“ dargelegt werden.

Ein einstimmiges Votum im Gemeinderat für das Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg gab den Anstoß für den rechtzeitig gestellten Zuschussantrag beim Regierungspräsidium in Freiburg. Die Entscheidung wird im März erwartet und mit den eingestellten Geldern dürfte dem Baubeginn in diesem Jahr nichts mehr im Wege stehen.

Nahwärme und Großbaustelle waren im vergangenen Jahr wichtige Themen und werden es auch in diesem Jahr bleiben. Die Straßen „In den Bergen“ und „Rechbergstraße“ sind noch eine Großbaustelle, der vordere Treppenweg wurde eingerissen, so dass die Anwohner einen großen Umweg laufen müssen, um an die Bushaltestelle zu gelangen. Alle hoffen nun auf zügiges Weiterarbeiten, nachdem die Arbeiten an den Straßen über den Winter eingestellt wurden.

Hägelberg ist für seine Quellen bekannt, die einen großen Teil der Wasserversorgung in Steinen sichern. Jetzt wurde auch der letzte Quellschacht nach 100 Jahren aus hygienischen Gründen durch einen Quellschacht aus Plastik ersetzt. Am Ortseingang konnten dank des Zuschusses des Naturparks zwei Stelen bestellt werden.

Hans-Georg Koger dankte der Feuerwehr und den Ortschaftsräten für das schöne Miteinander. Er dankte auch der Verwaltung, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit. „In unserem Dorf leben viele Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft zu engagieren“, sagte Koger.

 
 
Mi, 05. Februar 2014

Es wird weiter gebaut im Dorf

Hägelberg diskutiert über Baugebiet "Im Hägstel".

STEINEN-HÄGELBERG (ed). In Hägelberg soll im Zuge der Wärme- und Wasserversorgung im Gebiet "In den Bergen" ein weiteres Baugebiet erschlossen werden. In der ersten Ortschaftsratssitzung des neuen Jahres stellten die Planer Till O. Fleischer und Georg Kunz, das vorgesehene kleine Baugebiet "Im Hägstel" vor. Im aktuellen Flächennutzungsplan war dieses Gebiet als Ersatzfläche ausgewiesen (Ortsrandarrondierung) Es wird im Zuge der Straßenerweiterung mit einem Gehweg (1,50 m) erschlossen. Da die Grundstückseigentümer für den Gehweg Land an die Gemeinde abgeben sollen, zeigten sie großes Interesse an der Bebauung der betroffenen Grundstücke. Geplant sind vier Einfamilienhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten und zwei Geschossen mit Satteldach. Die Häuser sind nach Süden ausgerichtet und haben eine Grundstücksgröße zwischen 538 und 611 Quadratmetern. Vorgesehen sind eine Bepflanzung mit Sträuchern am westlichen Rand und entlang der Straße sowie zwei Bäume je Grundstück. Georg Kunz erläuterte, dass als Ausgleichsfläche lediglich die Extensivierung einer eine landwirtschaftlich genutzte Wiese der Gemeinde beim Friedhof vorgesehen sei, die dann nicht mehr gedüngt werden dürfe. Planer Fleischer erörterte das geplante zweistufige Verfahren, dann könnte ab Herbst die Bebauung stattfinden. Der Ortschaftsrat gab nach kontroverser Diskussion mehrheitlich seine Zustimmung zum Vorentwurf des Bebauungsplanes. Zur Kommunalwahl im Mai müssen die Listen bis zum 27. März bei der Gemeinde vorliegen. Es wurde beschlossen, eine Informationsveranstaltung durchzuführen, in der Hoffnung, so genügend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden und zwei Listen für die Hägelberger Ortschaftsratswahl aufstellen zu können.
Wie jedes Jahr ließ Ortsvorsteher Hans-Georg Koger in einem mit zahlreichen Bildern umrahmten Vortrag das Jahr 2013 nochmals Revue passieren. Froh ist Koger, dass die Realisierung des Dorfgemeinschaftshauses voran gekommen ist.
 
 

Hoffnung auf gute Voraussetzungen für den Sport

Markgräfler Tagblatt, 03.02.2014 23:02 Uhr
 
Die beiden Vorsitzenden Guido Leyendecker und Christian Ott (hintere Reihe links) mit den Jubilaren Arjen Suvaal, Cornelia Riechert, Ernst Lebus, Beate und Georg Michael, Oliver Knoblich und der verabschiedeten Übungsleiterin Sabine Brokatzki (von links).                                                                     Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Die beiden Vorsitzenden Guido Leyendecker und Christian Ott (hintere Reihe links) mit den Jubilaren Arjen Suvaal, Cornelia Riechert, Ernst Lebus, Beate und Georg Michael, Oliver Knoblich und der verabschiedeten Übungsleiterin Sabine Brokatzki (von links). Foto: zVg
 

Steinen-Hägelberg. In seiner Generalversammlung blickte der Turnverein Hägelberg der Zukunft hoffnungsvoll entgegen, zeichnen sich doch nun mit dem geplanten Neubau des Hägelberger Dorfgemeinschaftshauses auch gute Voraussetzungen für sportliche Betätigungen ab. Der Vorsitzende Guido Leyendecker bat die Mitglieder daher um Ideen für die Einführung neuer Sportgruppen, die in den neuen Örtlichkeiten auch realisiert werden können.

Der TV Hägelberg zählt derzeit 308 Mitglieder, wovon etwa die Hälfte aktiv ist. Die elf Übungsgruppen umfassten im vergangenen Jahr unter anderem vier Kinderturnkurse, Fußball, Aerobic, Tischtennis, Seniorenturnen und Volleyball.

Neben dem Sport kam die Geselligkeit nicht zu kurz, wie Schriftführerin Claudia Grüterich und der zweite Vorsitzende Christian Ott berichteten. Wie immer ausgebucht war das Skiwochenende in Miraniga im Januar. Das Fasnachtsfeuer und die Holzversteigerung konnten bei durchwachsenem Wetter nur wenige Gäste anlocken. Gut besucht waren dagegen die Waldschänken am Vatertag und zur Metzgete, die zusammen mit der Hägelberger Feuerwehr ausgerichtet wurden. Bei der Nikolausfeier zeigte der Nachwuchs des TV Hägelberg seine Freude an der Bewegung.

Die Kassiererin Petra Heitz konnte in ihrem letzten Amtsjahr von der Anschaffung mehrerer neuer Turngeräte berichten, die weitestgehend aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden konnten.

In der Versammlung wurde Hans-Peter Michel ein besonderer Dank ausgesprochen, der in mühevoller Arbeit das Vereinsarchiv des 1911 gegründeten Vereins erstellt hat.

In diesem Jahr stehen für den Turnverein Hägelberg noch folgende Termine auf dem Programm: 9. März Bewirtung beim Fasnachtsfeuer, 29. Mai Vatertagsschänke, 12. Oktober Metzgete in der Waldschänke und 5. Dezember Nikolausfeier.

Wiedergewählt wurden der zweite Vorsitzende Christian Ott und die Passivbeisitzerin Daniela Ganter. Die langjährige Kassiererin Petra Heitz wurde verabschiedet, ihre Nachfolgerin wurde Miriam Ebner. Neuer Kassenprüfer ist Edgar Fischer.

Die Bronzene Ehrennadel (zehn Jahre Mitgliedschaft) bekamen Gabriele Blum, Annette Crone, Ernst Lebus, Beate und Georg Michael, Cornelia und Andreas Riechert. Silberne Nadel (20 Jahre): Oliver Knoblich, Peter Schindler und Petra Trinler. Goldene Nadel (30 Jahre): Karin und Ulrich Beyersdorff, Helga Frommherz, Gretel und Rolf Gutmann, Irene Sänger und Arjen Suvaal. Ehrenmitgliedschaft (40 Jahre): Charlotte und Werner Hülsmann.

 
 

Treue zum Sägewerk

Markgräfler Tagblatt, 29.01.2014 23:01 Uhr

 
Die Jubilare mit Geschäftsführer Dieter Trinler: Petra Trinler, Kai Sautter und Bernd Häuptli (von rechts). Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt
 
Die Jubilare mit Geschäftsführer Dieter Trinler: Petra Trinler, Kai Sautter und Bernd Häuptli (von rechts). Foto: zVg
 

Steinen-Hägelberg. Bei der kürzlich abgehaltenen Jahresfeier im Sägewerk Trinler in Hägelberg konnte Geschäftsführer Dieter Trinler einige langjährige Mitarbeiter ehren. Seit über 30 Jahren ist Bernd Häuptli aus Schopfheim-Wiechs im Hägelberger Unternehmen tätig. Als 17-Jähriger trat er als Sägewerker- Auszubildender ins Unternehmen ein. Häuptli hat in der Firma alle Bereiche erlernt, bevor er lange Zeit als Gatterführer, später als Rundholzeinteiler tätig war und seit über zehn Jahren mit dem Lkw die gefertigten Waren ausfährt. Geschäftsführer Trinler bedanke sich bei Häuptli für seine Betriebstreue und sein umsichtiges, unfallfreies Fahren mit einem Präsent und einer Urkunde.

Für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit konnte die Frau des Geschäftsführers, Petra Trinler, geehrt werden. Sie ist zuständig für die Buchhaltung und Lohnabrechnung und für alle Dinge, „die der Chef nicht kann“, so der Geschäftsführer. Die Jubilarin erhielt ebenfalls ein Präsent, einen Blumenstrauß und eine Urkunde. Kai Sautter aus Brombach arbeitet seit zehn Jahren im Sägewerk Trinler und konnte somit ebenfalls eine Urkunde und ein Präsent entgegennehmen.

Im Rahmen der Jahresfeier konnten alle Betriebsangehörigen und ehemaligen Mitarbeiter das neue Bürogebäude besichtigen. Das alte Büro wurde in den Sommerferien abgerissen und an derselben Stelle, etwas größer, wieder aufgebaut. Wie Trinler erklärte, handelt es sich um eine Holzständerbauweise mit offenem Dachstuhl. Das Gebäude wurde nach neuestem Energiestandard errichtet.

Geplant, gebaut und aufgerichtet wurde das Gebäude von Zimmerermeister Florian Trinler, der seit 1. Februar im elterlichen Betrieb tätig ist. Florian Trinler erlernte den Beruf des Zimmerers in einem Wiesentäler Betrieb, sammelte Berufserfahrung und konnte im März 2013 seinen Meisterbrief von der Handwerkskammer in Freiburg in Empfang nehmen.

 
 
 

Gute Erlöse bei Hägelberger Holzauktion

Markgräfler Tagblatt, 15.01.2014 23:02 Uhr
Eine rege Nachfrage herrschte bei der Holzversteigerung in Hägelberg. Foto: Erika Dietrich Foto: Markgräfler Tagblatt
Eine rege Nachfrage herrschte bei der Holzversteigerung in Hägelberg. Foto: Erika Dietrich
 

Steinen-Hägelberg (ed). Gute Preise wurden bei der Holzversteigerung erzielt, zu der Ortsvorsteher Hans-Georg Koger am vergangenen Samstag viele Interessenten begrüßen konnte. Anschließend ging es auf eine rund zwei Kilometer lange Strecke durch den heimischen Wald.

Entlang der Wegstrecke waren 54 Polter mit insgesamt 276 Festmeter Brennholz lang sowie 63 Ster Buchenscheiter aufbereitet worden. Der Anschlag für Buchenscheiter lag bei 50 Euro pro Ster, für Brennholz lang bei 55 Euro je Festmeter.

Trotz des langen Fußmarsches waren die Interessenten in bester Bieterlaune. In diesem Jahr begleitete der Leiter des Forstbezirks Kandern, Martin Groß, als Gast die Holzversteigerung. Zusammen mit Revierförster Volker Resnik erläuterte Groß Maßnahmen der Forstverwaltung. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für Fachfragen und Diskussionen rund um die Themen Forstwirtschaft und Umweltschutz.

Dieses Jahr wurde bei den Poltern besonders lebhaft gesteigert, und der Anschlag teilweise um bis zu 50 Prozent überboten. Bis zum letzten Polter war das Interesse überdurchschnittlich groß, was möglicherweise auch am frühen Versteigerungstermin lag. Auch bei den Buchenscheitern lag der Erlös um bis zu 20 Prozent über dem Anschlag lag.

Nach dem dreieinhalbstündigen Fußmarsch traf man sich an der Saatschulhütte zum gemütlichen Beisammensein. Der Turnverein Hägelberg hatte wiederum die Bewirtung übernommen.

Revierförster Volker Resnik und Ortsvorsteher Hans-Georg Koger baten die Steigerer darum, die Polter bis spätestens Ende Juni vollständig abzuholen. Neu für die Käufer ist außerdem, dass ab 2014 ein zertifizierter Motorsägeschein nachgewiesen werden muss.

 

Do, 16. Januar 2014

Reges Steigern im Wald

Hohe Preise bei Hägelberger Holzversteigerung erzielt.

Gute Preise erzielte Ortsvorsteher Hans-Georg Koger mit den im Hägelberger Wald bereitgestellten Poltern. Foto: Erika Dietrich

STEINEN-HÄGELBERG (ed). Gute Preise wurden bei der von Ortsvorsteher Koger mit Unterstützung der Forstverwaltung durchgeführten Hägelberger Holzversteigerung erzielt. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein fanden Samstag viele Interessenten den Weg zur Saatschulhütte.

Nach dem traditionellen Schnäpschen zum Aufwärmen, machte man sich auf den Weg. Auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke waren 54 Polter mit insgesamt 276 Festmetern (Fm) Brennholz lang sowie 63 Ster Buchenscheiter aufbereitet worden. Trotz des mehr als dreistündigen Fußmarsches waren die Interessenten in überdurchschnittlicher Bieterlaune. Die unterschiedlich großen Polter, zwischen etwa 3,5 und 8 Fm, bestanden fast ausschließlich aus Buchenholz. Dieses Jahr wurde bei den Poltern besonders lebhaft gesteigert und der Anschlag teilweise um bis zu 50 Prozent überboten. Bis zum letzten Polter war das Interesse überdurchschnittlich groß, was vermutlich auch am frühen Termin lag. Aber auch bei den Buchenscheiten war das Interesse rege, so dass auch dort der Erlös um bis zu 20 Prozent über dem Anschlag lag. So war diese Holzversteigerung auch für die Gemeinde Steinen ein beachtlicher Erfolg. Zusammen mit Förster Volker Resnik erläuterte Dr. Martin Groß auch Maßnahmen der Forstverwaltung, etwa zur Aufforstung oder der wirtschaftlichen Bedeutung der Douglasien. Das Publikum nutzte die Gelegenheit auch für Fachfragen rund um die Themen Forstwirtschaft und Umweltschutz. Im Anschluss traf man sich an der Saatschulhütte zum gemütlichen Beisammensein und auch zwischenzeitliche Regentropfen waren wieder verschwunden. Der Turnverein Hägelberg hatte traditionell wieder die Bewirtung übernommen.

 

Mo, 13. Januar 2014

Dichter Rauch im Nachbarhaus

Sonntags-Einsatz für die Feuerwehr in Hägelberg.

Zu einem Großeinsatz musste die Feuerwehr am Sonntag nach Hägelberg ausrücken. Ein Nachbar hatte bemerkt dass dichter Rauch aus einem Haus in der Unteren Dorf gequollen war. Ein Rauchmelder verhinderte zum Glück, dass Schlimmeres passierte. Foto: Ralf Dorweiler

STEINEN-HÄGELBERG (dor). Zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte kam es am Sonntag im Steinener Ortsteil Hägelberg. Zum Glück lief alles glimpflich ab. Ein in der Unteren Dorfstraße wohnender Mann war auf das laute Piepen eines Rauchmelders aufmerksam geworden und sah aus dem Fenster einer Nachbarin Rauch aufsteigen. Er alarmierte die Feuerwehr um 10.25 Uhr. Nur wenige Minuten später waren die ersten Kräfte vor Ort. Wie sich schnell herausstellte, hatte eine Thermoskanne in direkter Nähe zu einer angeschalteten Herdplatte gestanden, war geschmolzen und hatte auf diesem Weg den schwarzen Rauch entwickelt. Der Mann war bereits zuvor in das Haus seiner Nachbarin gegangen und hatte die Herdplatte ausgeschaltet. Er und die Nachbarin wurden nicht verletzt.Insgesamt 15 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Hägelberg und 13 aus Steinen waren angerückt. Auch die Drehleiter war vorsorglich mitgekommen. Zudem waren Kräfte der Polizei, Notarzt und Rettungsdienste vor Ort. Kommandant Hildolf Schwald teilte mit, dass es bei Wohnungsbränden gängig sei, dass neben der Wehr des Ortsteils auch Steinener Kräfte ausrücken. An diesem Fall könne man festmachen, "wie wichtig Rauchmelder sind".

 

 

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